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«Hier kann ich auf höchstem Niveau arbeiten und mehr bewegen als in Paris, München oder Wien»: Andreas Homoki im Zürcher Opernhaus.






Annina Campell: «Mein Leben ist wunderbar»

Persönlich. Die abenteuerlustige Fernsehmoderatorin (28) zeigt in der SRF-10-Stunden-Reportage «Zürich-West by Night» ihr Quartier.

Coopzeitung: Ihre aktuellen Sendungen «Das Experiment – Wo ist dein Limit?» und «Red Bull TV» handeln von Abenteuersuchern. Was ist an Zürich-West spannend?
Annina Campell: Früher habe ich im Nachtclub «Exil» an der Bar gearbeitet und viele aktionsgeladene Nächte mit guter Musik erlebt. Einmal bin ich am Letten von einer Brücke in die Limmat gesprungen und schräg aufgeprallt. Das tut jetzt noch weh, wenn ich nur daran denke.

Sie sind eine der Aussenmoderatorinnen von «Zürich-West by Night». Welche Ecken des Kreis 5 werden Sie den Zuschauern zeigen?
Da ich hier lebe, werde ich vor allem die Wohnqualität thematisieren und Leute interviewen, die an lauen Sommerabenden auf der Josefswiese relaxen, grillieren oder Volleyball spielen. Zudem werde ich die vielfältigen Läden und Lokale unter den Viaduktbögen vorstellen. Und weil ich keine talentierte Köchin bin, ist für mich die Markthalle wichtig, da ich mich dort wenigstens mit feinen Zutaten versorgen kann.

Wo gehen Sie in den Ausgang?
Während meines Studiums, als ich noch mehr Zeit hatte, ging ich gerne in die Toni Molkerei oder das Rohstofflager, die inzwischen leider geschlossen haben. Heute bin ich nicht mehr so nachtaktiv. Meine Freunde sind meistens in Zukunft, Gonzo oder Frieda’s Büxe. Wer um 3 Uhr noch unterwegs ist, geht ins Hive.

Weshalb sind Sie nach Zürich gezogen?
Wenn Engadiner von zu Hause weggehen, dann nicht in die Provinz, sondern in die Schweizer Metropole. So trifft man sich dann in Zürich wieder und gibt dort die raren Wohnungen untereinander weiter. Ich konnte meine heutige Bleibe vor zwei Jahren von einer Freundin übernehmen, die nach Norwegen ausgewandert ist.
 
Sie haben einmal ein halbes Jahr in Hawaii gelebt. Wie kam es dazu?
Da ich leidenschaftlich gerne surfe, habe ich mich nach der Matura für einen Sprachaufenthalt an der dortigen Universität eingeschrieben. Ich habe sie jedoch nur einmal von innen gesehen ... Ich habe mit zwei Hawaiianern in einer WG in Waikiki gewohnt, ohne Bewilligung für sechs Dollar pro Stunde im Service gearbeitet oder Flyer verteilt – und vor allem Sonne, Wärme und Wellen in vollen Zügen genossen. Das war einfach paradiesisch, die beste Zeit meines Lebens!

Wie sind Sie Moderatorin geworden?
Während meines Studiums der Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaft in Luzern konnte ich durch meinen damaligen Freund, der bei Filme- und Sportbe-kleidungsmacher Willy Bogner arbeitete, erste Erfahrungen hinter und vor der Kamera sammeln. Ich führte unter anderem Castings für «Bumann, der Restauranttester» durch und konnte vor drei Jahren für Red Bull auf Servus TV mein erstes Event mit Extrem-sportlern moderieren. Nach der Aussenmoderation bei «SRF bi de Lüt – Live» im letzten Sommer gings dann richtig los.

Was meinen Sie damit?
Ich hatte total unterschätzt, was eine wöchentliche grosse Samstagabend-Show auslösen kann. Plötzlich wurde ich für die Printmedien interessant. Von den Schweizer Sendern wird ja fast nur SRF in der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Welche Erfahrung hat sich letzten Sommer bei Ihnen besonders eingeprägt?
Es gibt viele schöne Erinnerungen, aber speziell geblieben ist mir der Adrenalinausstoss. Als ich zehn
Minuten vor der ersten Live-Schaltung all die prominenten Gäste auf der Grossleinwand sah, dachte ich: «Hey, Campell, was machst du da schon wieder?» Aber ich mag das Lampenfieber, das ich in der kommenden Staffel noch verstärkt haben dürfte, da meine Rolle ausgebaut worden ist.

«

Ich glaube an den Humor und die Ironie»

In der SRF-2-Dokusoap «Das Experiment – Wo ist dein Limit?» liegt der Stress ja vor allem bei den Kandidaten.
In diesem Frühling war es wirklich verdammt kalt! Wir sind froh, dass in den zehn Tagen niemand erfroren ist. Man konnte zuschauen, wie den Teilnehmern die Energie ausging. Gleichzeitig mussten sie harte Prüfungen be-stehen, deren Schwierigkeiten oft unterschätzt werden, weil sie im Fernsehen nicht so krass rüberkommen.

Bei welchen Prüfungen waren Sie froh, nur Moderatorin zu sein?
Bei allen, aber beim Fallschirmspringen und Bungee-Jumping ganz besonders! Ich fand schon die Höhe der Brücke nicht lustig, obwohl ich dort oben nur moderieren musste.

Trotzdem scheinen Sie Ihren Beruf zu lieben.
Im Moment bin ich sehr zufrieden und dankbar. Ich finde mein Leben wunderbar. Ich habe die Freiheit, selbst zu entscheiden, was ich tun will und was nicht. Sogar die administrativen Abwicklungen inklusive Lohnverhandlungen finde ich spannend – ich habe ja keine Agentur.

Und was bringt die Zukunft?
Ich probiere gerne alles aus und schmiede keine Karrierepläne, sondern nehme das Leben, wie es kommt. Als Familienmensch würde ich später gerne vor allem Mami sein.

Annina Campell

Beruf: Moderatorin
Geburtsdatum:
20. Oktober 1984 in
Samedan GR
Zivilstand:
liiert
Wohnorte:
Cinuos-chel GR und Zürich
Hobbys:
Surfen, Skifahren, Snowboarden
Ausbildung:
Studium der Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Luzern, Praktika bei Werbe- und TV-Produktionsfirmen sowie Moderations-Jobs
Aktuell:
«Zürich-West by Night» (SRF 2, 14. Juni um 20 Uhr bis 15. Juni um 6 Uhr), «Das Experiment» (bis 9. Juli jeweils Dienstag, 19 Uhr auf SRF2), «SRF bi de Lüt – Live» (ab 6. Juli jeweils Samstag, 20 Uhr auf SRF 1), «Red Bull TV» (jeweils Samstag, 9.15 bis 13 Uhr auf Servus TV).

Annina für neudings.tv

Welches Buch liegt grad auf Ihrem Nachttisch?
Die Löwen, von Ken Follett

Welches ist Ihr Lieblings-Romanheld?
Na so viel lese ich jetzt auch wieder nicht....

Und welche Vorbilder haben Sie in der Wirklichkeit?
Die Gscheiten und die Verrückten

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Django unchained

Und welchen Film würden Sie gerne wieder einmal sehen?
LA-Crush... aber ich vergesse auch immer die Namen der besten Filme – manchmal sogar die Inhalte – zzzzzzsssssss....!!!!

Ihr Lieblings-Filmheld?
Robin Hood – oder auch «Rob»

Was für Musik hören Sie gerade?
Cory Chisel, Leonard Cohen, Xavier Rudd, Lisa Ekdahl, Alexander, alte Italo-Klassiker, immer noch ROXETTE, Blur, José Gonzales, Martin Jundo, Philippo Rombi, Kenny Rogers,  Radical Face, Edith Piaf, Damian Rice sind so die letzt gehörten Songs auf dem iPhone - immer gerne was, wo man gut mitsingen kann und Stil-mässig wild durcheinander.

Welche CD würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?
Da würde ich des Sandes wegen keine CD sondern mein iPhone mitnehmen – ha! ;)

Mit welchem Musiker würden Sie gerne einmal einen trinken?
Vasco Rossi oder Michael Jackson – oder dem „Fränzli da Tschlin“ himself!

Was kochen Sie selbst?
Nix was man essen kann ohne ein Risiko einzugehen – würden viele Freunde sagen – mittlerweile aber ist meine TomKaGai Suppe manchmal richtig «lekka».

Ihre Lieblingsspeise?
SchniPoPanato (Schnitzel Pommes) von unserem Koch Luis in der Veduta

Ihr Lieblingsgetränk?
Rivella Rot, Rotwein und RedBull (! ;))

Mit wem essen Sie am liebsten?
Dem Papst... ;) nein im Ernst, keine Ahnung, die gute Abwechslung machts wohl aus.

Und wo essen Sie am liebsten?
Hotel-Mamma – also Hotel Veduta (Cinuos-chel) und mit Amore – tenk! ;)

Mac oder PC?
Mac

Auto oder Zug?
Lieber Auto – aber ich hab keins...

Wein oder Bier?
Wein

Pasta oder Fondue?
Beides

Joggen oder Walken?
Joggen

Berge oder Meer?
Beides... aber schade haben sie das Meer in der Schweiz vergessen!!

Wann haben Sie zuletzt geweint?
Als mein Grossvater gestorben ist, diesen Frühling

Wie bringt man Sie zum Lachen?
Das verrate ich natürlich nicht – sonst ist’s eben nicht mehr lustig

Welches Tier wären Sie am liebsten?
Adler

Wovon träumen Sie?
Ganz wilde Sachen....

Was ist für Sie das grösste Glück?
Die vielen kleinen

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Reinhold Hönle

Autor

Foto:
Christoph Kaminski
Veröffentlicht:
Dienstag 11.06.2013, 00:40 Uhr

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