Die Weine sind kühl, in der Küche wird das Essen zubereitet: Der Abend wird schön.

Aromatisierte Weine: Fruchtig, leicht und frisch

Rhabarber, Orangen, Limetten und Grapefruit – diese Aromen in Kombination mit Wein ergeben leichte und spritzige Weine – perfekt für Sommernachtsfeste oder Gartenpartys.

Wer glaubt, dass die leicht süssen, weinhaltigen Sommergetränke Modeerscheinungen der letzten Jahre sind, der irrt. Das Würzen und Süssen von Weinen wird schon seit Jahrtausenden praktiziert: In Mesopotamien fügte man dem Wein Honig, Gewürze, Myrrhe und auch Drogen bei. Die Griechen benutzten verschiedene Gewürze und Harz, und die Römer mischten dem Wein neben Honig auch Blei zu. Dies alles mit dem Ziel, den Wein geschmacklich zu verbessern und ihn haltbarer zu machen. Nicht immer erfolgreich und teilweise schon gefährlich: So starb manch ein Weinliebhaber an einer Bleivergiftung. Kein Wunder, entstanden verschiedene Gesetze, um das Mischen zu kontrollieren. Nicht nur der Gesundheit wegen, sondern auch um den Ruf verschiedener Weinmixturen wie etwa den Marsala zu schützen.

Heute unterteilt man die aromatisierten Getränke in drei Kategorien: Aromatisierte weinhaltige Getränke wie Sangria oder Glühwein. Aromatisierte Weine wie die Wermutweine und aromatisierte weinhaltige Cocktails wie der Rosé Rhabarber Gartenglück (siehe unten). Diese unterscheiden sich durch Alkoholgehalt und Weinanteil.

In den letzten Jahren konnten die fruchtig-frischen Varianten einen Aufschwung verzeichnen. Dazu beigetragen hat unter anderem die Wiederentdeckung von alten Likör-Klassikern, die mit Wein, Prosecco oder Sodawasser zu erfrischenden Cocktails gemischt werden – wie etwa der Apérol Spritz oder der Lilletvive.

Diese inspirierten zu aromatisierten weinhaltigen Getränken, die mit ihrem tieferen Alkoholgehalt und neuen Aromen wie etwa Rhabarber, Grapefruit, Limetten oder Erdbeeren perfekt in den Sommer passen und nicht mehr gemixt werden müssen.

Café de Paris, Bitter Orange Spritz 

Herkunft: Frankreich
Rebsorten: diverse
Alkoholgehalt: 7,5 %

Rosé Rhabarber, Gartenglück 

Herkunft: Deutschland
Alkoholgehalt: 6,9 %

Very Grapefruit, Rosé Pamplemousse 

Herkunft: Frankreich
Alkoholgehalt: 10 %

Il Ugo Mionetto 

Herkunft: Italien
Region: Venetien
Alkoholgehalt: 8 %

J. P. Chenet Grenache-Cinsault Pays, Bag in Box

Herkunft: Frankreich
Region: Languedoc-Roussillon
Rebsorten: Cinsault, Grenache
Alkoholgehalt: 12,5 %

Jan Schwarzenbach, Önologe

Jan Schwarzenbach, Önologe
Jan Schwarzenbach, Önologe

Tempranillo – auch Tinto Fino, Tinto de Toro, Aragonez und Tinta Roriz genannt – ist die Hauptsorte der beliebtesten spanischen Weinbaugebiete. Im Ribera del Duero und im Toro wird die Sorte meist rein vinifiziert. Im Rioja wird traditionellerweise mit Garnacha, Mazuelo und Graciano assembliert. Die Weine sind dunkelfarbig, aromatisch, mit recht hohem Tanningehalt und frischer Säure.

Grosse Tempranillo-Weine können lange reifen und vermählen sich besonders gut mit den Aromen von neuen Eichenfässern. Der Name von Tempranillo stammt von temprana, was auf Spanisch «früh» bedeutet. Tempranillo reift im Rioja etwa zwei Wochen vor Garnacha, der anderen Hauptsorte im Gebiet. Die Tempranillos aus Spanien sind grandios, aber auch aus Argentinien, Australien und den USA kommen sehr gelungene Weine aus der Sorte.

Finden Sie Tempranillos auf der Weinplattform Mondovino

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Getty Images, Beatrice Thommen-Stöckli
Veröffentlicht:
Montag 02.06.2014, 19:30 Uhr

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