Fallen Strom und Telefon aus, ist ein Radio mit Batteriebetrieb die einzige Informationsquelle.

Auf Sendung: Für den Notfall immer noch via UKW

Das Digitalradio ist in der Schweiz auf dem Vormarsch. Doch in Krisenzeiten ist das Webradio kein Ersatz für den klassischen Rundfunk.

Ohne Radio wären viele Menschen auf der Welt von allen Informationen abgeschnitten. In manchen Regionen sind lokale Stationen die einzige Nachrichtenquelle überhaupt. Bei Katastrophen kann ein Radio sogar lebensnotwendig sein, denn Internet, TV und Telefon stossen im Notfall schnell einmal an ihre Grenzen. Zum Beispiel können Stromunterbrüche oder Netzüberlastungen in unserer vernetzten Welt grosse Auswirkungen nach sich ziehen, selbst wenn die Ursache lediglich lokaler Natur ist. Da Digital-TV und Telefon ebenfalls via Internet übertragen werden, fallen mitunter alle drei Signale zusammen aus.

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Gut, hat man für solche Fälle ein altes batteriebetriebenes UKW-Radio. Es funktioniert selbst dann noch, wenn man sich bei komplettem Stromausfall mit einem Brettspiel im Kerzenlicht die Zeit vertreibt. Die neueren digitalen DAB+-Radios verrichten ihren Dienst zwar ebenso im Batteriebetrieb, doch da sie deutlich mehr Energie brauchen, sind sie Batteriefresser. Der UKW-Empfang hingegen ist auch mit diesen Geräten kein Problem.

Teure Umrüstung

Auf dem UKW-Standard basiert auch weiterhin der Notfallplan des Bundes – SMS, Apps und andere elektronische Alternativen sind wegen der Netzabhängigkeit nicht sinnvoll. Also senden die Behörden Informationen für die Bevölkerung normalerweise über die regulären Radiostationen. Fallen diese aus, gibt es spezielle Notfall-Sendeanlagen. Deren Umrüstung auf DAB+ spätestens mit der geplanten UKW-Abschaltung Mitte der 2020er-Jahre wird teuer. Ein Weiterbetrieb des UKW-Notfallnetzes wäre theoretisch zwar möglich. Aber sinnvoll ist dies nur, solange es in den Haushalten überhaupt noch entsprechende Empfangsgeräte gibt.

Trend zum Digitalradio

Gemäss einem Bericht der Arbeitsgruppe «DigiMig» von Radiobranche und Bundesamt für Kommunikation (Bakom) geht der Trend klar in Richtung Digitalradio via DAB und Internet: ihm gaben 2017 bereits 57 Prozent der Radiohörer den Vorzug vor UKW. Der stärkste Motor für den Digital-Boom ist der DAB-Standard: Laut Bakom stehen in den Schweizer Haushalten inzwischen deutlich über drei Millionen DAB+-Geräte.

DAB+ oder Internet?

Menschen unter 55 favorisieren allerdings den Empfang via Internet. Der Hauptgrund dafür liegt auf der Hand: Jüngere Menschen nutzen viel intensiver Computer, Tablet oder Smartphone und haben meist unlimitiertes Datenvolumen. Die Älteren setzen dagegen auf DAB+-Empfangsgeräte und sind damit im Notfall besser dran: Diese Geräte können auch UKW-Sender empfangen und sind somit in Krisensituationen verlässlicher als der Radioempfang via Web.

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Handyvideos mit Pep

Handy-Videos werden oft aus einer Laune heraus gemacht und dann nie mehr angeschaut. Nicht mit dieser App: Sie peppt die Clips mit diversen Effekten auf, sodass man sie immer wieder gerne sieht. Im Zentrum steht der Mixer, der Videos, Fotos und GIFs verbindet. Die einzelnen Aufnahmen oder Objekte lassen sich in verschiedene Ebenen legen, die dann einzeln bearbeitet werden können. Eine Zeitleiste legt den Ablauf der Sequenzen fest.

«Enlight Videoleap», gratis (mit In-App-Käufen) für iOS, ab 4 J.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Getty Images, zvg
Veröffentlicht:
Montag 12.02.2018, 09:54 Uhr

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