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Aufsteiger: Die Tochter hat den Vortritt

Dieser Kleinwagen bietet viel Platz sowie Extras aus höheren Fahrzeugklassen.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist

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Seat hat sich kräftig gemausert: Noch vor wenigen Jahren galt die spanische Marke als Sorgenkind der Konzernmutter VW, doch mit dem Kompaktmodell Leon avancierte sie zum Geheimtipp – VW-Technik, aber pfiffigeres Styling. Demnächst wird Seat sogar drei SUVs im Programm haben.

Und nun kommt die frisch entwickelte Konzernplattform für Kleinwagen erstmals bei der neuen Generation des Ibiza zum Einsatz. Das überrascht, denn innovative Technik war bislang stets VW vorbehalten.

Sitze bequem, Kofferraum gross

Fast neun Zentimeter breiter als das Vorgängermodell, 95 Millimeter mehr Radstand bei unveränderter Länge – das verschafft dem Fünftürer deutlich mehr Innenraum. Selbst wenn ich den Fahrersitz für 1,85 Meter Grösse passend einstelle, bleibt auf dem Rücksitz noch mehr als genug Kopf- und Kniefreiheit. Die neue Breite kommt den bequemen Sitzen zugute, und der Kofferraum fasst nun 355 Liter – nur 25 weniger als beim grösseren VW Golf.

Gehobenes Interieur

Am meisten störte mich bei Seat bisher das finster-schwarze Interieur. Beim Ibiza kann man nun farbige Paneele für Instrumente und Verkleidungen ordern. Navi-Monitor und -tasten sind unter Glas verbaut – das wirkt sehr edel. Überhaupt: Mir kommt es vor, als sässe ich in einem klassenhöheren Auto. Der lange Radstand bringt Komfort – nichts erinnert an die brettharten Fahrwerke früherer Seat-Modelle.

Den derzeit stärksten Turbobenziner mit 115 PS kann ich schaltfaul fahren, und er verbraucht laut Hersteller nicht mehr als die Version mit 95 PS. Der Basismotor mit 65 PS ist nur in der Sparversion Entry lieferbar und genehmigt sich ebenso wie die 75-PS-Version zwei Dezi mehr – so schaffen beide nur Effizienzklasse D. Ein A bekommen nur die erst zum Jahreswechsel lieferbaren Turbodiesel. Die ökologisch sinnvollste Variante wird die 90-PS-Erdgas-Version sein. Der geringe Verbrauch hat seinen Preis: Den Ibiza Entry gibts ab 13 890 Franken, mit Gasmotor oder Diesel sind es mindestens 20 850 bzw. 21 050 Franken – Gastanks und aufwendige Abgasreinigung sind nicht umsonst zu haben.

Flexible Ausstattung

Fünf Ausstattungslevel sind lieferbar, und je nach Version bringt der Ibiza viele in diesem Segment seltene Funktionen mit wie induktives Smartphone-Laden oder LED-Scheinwerfer. Die Optionenliste ist üppig wie bei einem Oberklasse-Auto. Viele Anbieter schnüren aus den Extras Pakete, bei denen es dann heisst: alles oder nichts. Beim Ibiza kann man Extras wie den Tempomat mit Abstandregelung einfach einzeln hinzubestellen – praktisch.

Zusammenfassung

Platzangebot ★★
Komfort ★★★★
Kosten/Nutzen ★★

Motor und Antrieb

  • 3-Zylinder-Turbobenziner
  • 1,0 Liter, 85 kW/115 PS
  • manuelles Sechsganggetriebe, Frontantrieb

Verbrauch und CO2

  • 4,7 l/100 km, 108 g/km CO2

  • Euro 6, Energieetikette C

Preis

ab 19'650 Franken

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zVg
Veröffentlicht:
Montag 11.09.2017, 10:10 Uhr

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