Ab realen 45 Metern Distanz kann ein Ingress-Spieler ein Portal (hier die Heiliggeistkirche Basel) virtuell hacken.

Augmented Reality Games

Virtuell spielen, aber in der realen Welt agieren – so lassen sich Augmented Reality Games beschreiben. Mittlerweile gibt es solche Spiele als Apps fürs Smartphone. Drei Beispiele.

Augmented Reality Games lassen uns in eine virtuelle Parallelwelt abtauchen. Wir werden zum echten Avatar (Spielfigur, hinter der eine echte Person steckt). Beim Spielen muss man an reale Orte gehen und sich real bewegen. Deshalb ist die Kamera während eines Augmented Reality Games, das ohne GPS funktioniert, immer im Einsatz, weil die reale Umgebung Teil des Spiels wird.

Ingress vorgestellt

(Englisch, von «Ingress» auf Youtube)

Ingress (Android, iOS, nur Englisch) ist ein Spiel, das behauptet, keines zu sein. Beabsichtigt ist, dass die Spieler immer mehr in die virtuelle Welt eintauchen und sich mit ihrem Avatar identifizieren. Dabei hilft, dass das Spielfeld 1:1 der realen Welt entspricht. Die Spielumgebung stellt sich wie ein verfremdetes Google Maps dar. Man begibt sich auf eine nicht enden wollende Schnitzeljagd.

Reale Architektur und Kunst sind Teil des Spiels – sie stellen Portale dar, die in Ingress spielentscheidend sind. Denn Agenten zweier verfeindeter Lager (der Widerstand und die Erleuchteten) bekämpfen sich indirekt über sogenannte Portale, die sie per Knopfdruck hacken, um Ausrüstungs-Gegenstände zu sammeln. Portale können Gebäude, wie zum Beispiel Kirchen, aber auch Brunnen oder Strassenlaternen sein. Man muss versuchen, so viele Portale wie möglich für die eigene Partei zu gewinnen, indem man fremdbesetzte attackiert und eigene schützt und auflädt.

Der Soundtrack erzeugt Spannung. Man fühlt sich etwas an die Science-Fiction-Trilogie Matrix erinnert, in der sich in der Matrix (Parallelwelt) zwei verfeindete Lager bekämpfen und der Widerstand sich für den letzten Rest Menschlichkeit einsetzt.

Daten für Google

Sämtliche Ortungsoptionen – etwa GPS – und mobile Daten müssen für Ingress aktiviert sein und man muss per Häkchen zusagen, dass Google die Standortdaten verwenden darf. Ingress, entwickelt von Niantic Labs und herausgegeben von Google, ist folglich für Google eine attraktive Möglichkeit, an Nutzerdaten zu kommen. Zumal die Nutzer selbst Portale vorschlagen können, mit standortbezogenen Fotos und dazugehöriger Kurzbeschreibung. Ein packendes Spiel, bei dem man sich jedoch bewusst sein sollte, dass man Google als Datenfutter dient. So muss man sich beispielsweise durch Angabe der Handynummer «verifizieren», um über Level 1 hinauszukommen.

Bugs Mayhem – Käferjagd

(von «augmented» auf Youtube)

Bugs Mayhem (iOS) ist ein jugendfreies Shooter-Game, allerdings für Insektenliebhaber ungeeignet. Denn in Bugs Mayhem ist das Ziel, so viele fliegende Käfer wie möglich abzuschiessen – getroffene Schmetterlinge geben Punktabzug. Die Käfer sind ziemlich flink unterwegs und die meisten sind relativ klein, was die Aufgabe anspruchsvoll macht. Wenn also Ihre Arbeitskollegen auf einmal wie wild mit dem Handy durch die Gegend gestikulieren und sich dabei um sich selbst drehen, sind sie möglicherweise auf den Geschmack gekommen. Ein nettes kurzweiliges Spiel.

Billard

Billaboom (Android) ist ein Billard-Spiel, das man im Einzel- oder Mehrspieler-Modus spielen kann. Hierzu braucht es allerdings einen sogenannten Marker. Das ist in diesem Fall ein ausgedrucktes Blatt mit einer Grafik, auf welches auf dem Display des Smartphones ein dreidimensionaler Billardtisch eingeblendet wird. Real ist nur der Perspektivenwechsel, indem man sich um den Tisch (Marker) bewegt. Dieser fällt leichter als das mühsame Ausrichten per Fingertipp. Nun müsste man nur noch das Handy als Queue nutzen können, dann wäre der Spassfaktor zu 100 Prozent gegeben. Hierfür benötigt es noch immer einen Fingertipp aufs Display.

Spielratgeber zu Ingress (Deutsch)

Xbox One

Die Xbox One kommt nun auch in der Schweiz auf den Markt. Microspot.ch bietet sie im Paket mit dem Bewegungssensor Kinect an. Die Konsole ist internetfähig und hat Anschlüsse für Audio (Toslink), USB 3.0 und HDMI. Auf der Xbox One ist die Skype-App vorinstalliert, sodass man am TV texten und telefonieren kann – auch via Kamera. Es ist eine fortgeschrittene TV-Hardware erforderlich, um die Konsole nutzen zu können. Das Einrichten und einige Games und Funktionen (einschliesslich Skype Video Calling) erfordern Breitband-Internet. Die Xbox One und der mit der Konsole ver-bundene TV lassen sich über Sprachbefehle steuern.

Die Xbox One mit einer 500-GB-Festplatte inklusive Kinect ist bei Microspot.ch für 598.- Franken vorbestellbar und wird ab 5.September geliefert.

Zur Xbox One mit Kinect bei Microspot.ch

Filmend übersetzen

Mit der App «Word Lens» lassen sich zum Beispiel Schilder und Speisekarten übersetzen. Es gibt einige Sprachen zur Auswahl – allerdings für Deutsch nur die Option Englisch. Kann man jedoch Englisch, so stehen einem 7 Zielsprachen zur Verfügung. Startet man die App, startet sich die Smartphone-Kamera. Man filmt den zu übersetzenden Text und nach einigen Sekunden wird die Übersetzung eingeblendet. Bei kurzen Texten funktioniert dies meist ganz gut. Hin und wieder kommt es aber auch zu spassigen Übersetzungen. Beispielsweise die Portugiesisch-Englisch-Übersetzung eines Stoppschilds «Alto» wird mit «Height» («Höhe») übersetzt. Positiv: Die App ist auch offline nutzbar.

«Word Lens» gibt es kostenlos für Android und iOS.

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Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Fotograf: Heiner H. Schmitt, Montage: Felix Känzig, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 18.08.2014, 14:00 Uhr

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