Andrea Jansen, mobile Moderatorin

Beifahren

Ich lasse mich gerne chauffieren. Das mag erstaunen, da ich sonst im Leben eigentlich lieber das Steuer selber in die Hand nehme.

Im Auto kann ich gut darauf verzichten. Vielleicht, weil das Motorenbrummen auf mich einen ähnlichen Effekt hat wie auf Kleinkinder – ich könnte sofort einschlafen.

Das hängt aber auch vom Fahrer und von den Umständen ab: Auf einer Kamikaze-Fahrt in Nordindien, bei der mein Driver mit Höchstgeschwindigkeit zwischen Kühen und Marktständen Slalom fuhr, blieben die Augen sperrangelweit offen, ebenso der Mund. Und wenn im Abendverkehr von Bangkok das eigene Taxi von einem gebrechlichen Bettelmönch auf Holzkrücken links überholt wird, ist an Schlaf auch nicht zu denken – weil man in einer halben Stunde am Flughafen sein sollte.

Aber hier in der Schweiz, wo jeden Sommer selbst kleinste Rissli in der Strasse geflickt werden, muss man nicht befürchten, von kubanischen Schlaglöchern in der Grösse eines Ententeichs aus dem Mitfahrschlummer gerissen zu werden. Die einzige Gefahr, die hier lauert: dass man mit wankendem Kopf und potenziellem Sabbern wohl nicht das attraktivste Bild abgibt. Aber jänu: Der Blick des Fahrers gehört nach vorne. Win-win.

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Text: Andrea Jansen

Foto:
Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 15.08.2016, 16:01 Uhr

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