Tiershooting mit Fotografin Nicole Hollenstein

Bello und Büsi als Werbestar

Den Bello mit den langen Hängeohren und dem treuen Blick kennt jeder aus der Werbung. Immerhin ist der Basset als Markenzeichen der «Hush Puppies»-Schuhe eines der bekanntesten Werbemodels der Welt. Sein vierbeiniger Kollege, ein Berner Sennenhund, modelt mit Fliegermütze und Headset für die Schweizerische Rettungswacht. Bello und Büsi sind schon längst als Sympathieträger für Produkte und Dienstleistungen entdeckt. Doch wie wird ein Vierbeiner zum Werbemodel? Und welche Fähigkeiten muss er mitbringen?

Der richtige Moment zählt

«Ein Tier muss eigentlich nicht viel können, um in meine Kartei aufgenommen zu werden. Meist reicht schon das Aussehen oder eine besondere Rasse, wie etwa unsere Bernhardiner», verrät Nicole Hollenstein, Inhaberin der ersten und einzigen Tiermodel-Agentur in der Schweiz. «Im Gegensatz zur People-Fotografie kann man einem Tier ja nicht sagen, wie es schauen soll», sagt sie. Die Aufgabe der professionellen Tierfotografin ist es deshalb, den richtigen Moment zu erwischen. «Das kann mit Gutzis oder Spielzeug unterstützt werden», erzählt sie und ergänzt: «In der Tierfotografie ist ein Gespür für das Tier, grosses Einfühlungsvermögen und ein Herz für Tiere das Wichtigste. Dann entstehen Bilder, welche zu verzaubern vermögen.»

Viele kleine Spielpausen

Bei Shootings mit Tieren macht die Fotografin aus dem Kanton Zürich immer viele kleine Pausen, um den Tieren mit Spielen oder Streicheln beim Stressabbau zu helfen. Während die meisten Menschen vor der Kamera eher scheu sind, gewöhnen sich Vierbeiner schnell an die Studio-Atmosphäre und zeigen sich als verspielte Naturtalente. 

Tierschutz steht an erster Stelle

«Schwierige Shootings gibt es nur dann, wenn der Hund sehr hibbelig ist und keine Sekunde vor der Kamera bleiben will, oder eine Katze sehr ängstlich ist und sich lieber nur verkriecht», berichtet Nicole Hollenstein. Ist ein besonders ängstliches Büsi dabei, empfiehlt sie kein Shooting mit dem Tier. Denn der Stress für den kleinen Stubentiger sei einfach zu hoch und damit nicht zumutbar. Da stehe der Tierschutz immer an erster Stelle «Die Tiermodels sind bei uns die Stars und werden auch so behandelt», betont sie. 

Nicht ohne Frauchen

Bei den Studio-Terminen in Wil sind stets Herrchen oder Frauchen mit von der Partie. «Meine Arbeit hat viel mit Vertrauen zu tun und das geht nicht, ohne dass die Bezugsperson des Tieres dabei ist», sagt die kreative Frau, die durch ihre Beagle-Dame Joyce auf die Tierfotografie kam. Zu ihren Kunden zählen Bundesämter, Banken, Konzerne und kleine Firmen. Tierbesitzer, die bei Hollenstein anfragen, wollen aus ihren Lieblingen nicht immer Werbestars machen. Sie möchten zum Beispiel professionelle Porträts für ein Poster oder einen Familienkalender.

Tieragentur als Lebenstraum

«Schön finde ich Shootings, wo ich merke, der Besitzer und sein Tier haben richtig Spass», betont die Agentur-Chefin, die sich auch sehr für Listenhunde und Heimtiere engagiert. «Das sind mitunter meine schönsten Shootings, denn diese Tiere sitzen oft jahrelang in den Heimen, ohne dass sie jemand will», sagt Hollenstein, die sich mit ihrer Tieragentur vor fast drei Jahren ihren Lebenstraum erfüllt hat. 

Derzeit Aufnahmestopp

Ein Tiermodel-Job mache «den Besitzer sicherlich nicht reich», meint sie und lacht. „Aber es kann durchaus mal im vierstelligen Bereich liegen und gibt einen schönen Batzen fürs «Hundefutterkässeli». Interessierten Frauchen und Herrchen sei gesagt, dass derzeit Aufnahmestopp für die Agenturkartei ist – es sei denn, Sie sind Besitzer eines fotogenen Kamels, einer Kuh oder eines Lamas. Denn im Moment konzentriert sich die Fotografin auf ganz spezielle Tiere.

So läuft ein Tier-Shooting bei Nicole Hollenstein ab: www.dog-shooting.ch

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 02.06.2014, 18:00 Uhr

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