Verstaubte Betriebssysteme auf dem Laufenden zu halten kosten die Hersteller zu viel (Mühe). Die Kunden sollen neue kaufen oder mit den auftretenden Mängeln der alten selbst klarkommen.

Betriebssysteme: Schluss mit Updates

Nach einigen Jahren lohnt sich der Support für Microsoft, Apple und Co. nicht mehr. So wird es beispielsweise für Windows XP bald keine Updates mehr geben.

Nächstes Jahr beendet Microsoft den Support von Windows XP. Das heisst, dass es ab dann weder automatische Fehlerbehebungen noch Updates oder technische Hilfe übers Internet geben wird. Nutzer von Windows Vista und 7 haben noch etwas Zeit: Sicherheitsrelevante Updates wird es mindestens noch bis 2017 beziehungsweise 2020 geben.

Bei Konkurrent Apple beendete man bereits vor einiger Zeit den Support für Mac OS 9 (OS: Operating System, deutsch: Betriebssystem). Auf bestehender Hardware läuft es zwar weiterhin, neue Macs indes verweigern den Dienst mit dem veralteten Betriebssystem. Auch für Apples Leopard, das Ende 2007 auf den Markt kam, wurden das letzte Mal vor gut einem Jahr Updates aufgespielt.

Der Grund für das Ende von Entwicklung und Wartung alter Betriebssysteme liegt auf der Hand: Aufwand und Ertrag stehen nach ein paar Jahren nicht mehr im Verhältnis. Das heisst aber nicht zwangsläufig, dass solche Computer nicht mehr sicher sind. Denn auch für die Entwickler von Schadsoftware ist ein Angriff auf solche digitalen Museumsstücke nicht mehr effizient. Der Hauptnachteil liegt eher in der Alltagsarbeit: Viele Programme sind nicht mehr kompatibel mit alten Betriebssystemen und damit unbrauchbar.

Stefan Wesche, Sicherheitsexperte bei Norton, sieht den Nutzer selbst in der Verantwortung. Das Verwenden von Internet-Security-Software ist für ihn der wichtigste Schlüssel zu einem sicheren System, wie er im Interview mit der Coopzeitung verrät.

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Angriffe erfolgen oft über das Web»

Stefan Wesche

Coopzeitung: Welches Betriebssystem ist aus Ihrer Sicht das sicherste?
Stefan Wesche: Es gibt nicht wirklich das sicherste oder sicherere Betriebssystem. Jedes hat Stärken und Schwächen. Generell können wir sagen, dass Betriebssysteme mit einer hohen Verbreitung, wie Windows oder Android, sehr viel interessanter für Kriminelle und Hacker sind als Nischenprodukte oder geschlossene OS. Zudem ist Sicherheit relativ, das zeigt ein Beispiel: Es gibt zwar deutlich weniger Schadcodes für Mac, doch dem Trojaner (= Schadprogramm) «Flashback» gelang es 2012, auf einen Schlag gleich über 600 000 Apple-Computer zu infizieren.

Mac OS galt lange Zeit als sicherer als Windows. Kann man das heute noch sagen?
Es gibt deutlich weniger Schadcodes für Mac, einfach, weil es auch eine kleinere Nutzerbasis gibt und es daher weniger lukrativ für Online-Kriminelle ist. Doch gibt es Schadcodes, und diese sind oft sehr effektiv. Das heisst, sie sind in der Lage, sehr schnell viele Systeme zu infizieren.

Welchen Anteil zur Sicherheit des Systems hat das Betriebssystem?
Das Betriebssystem ist nur eine Komponente. Sicherheitslücken gibt es nicht nur in Betriebssystemen, sondern auch in Applikationen. Heutige Online-Angriffe erfolgen vielfach direkt über das Web. Das heisst, der User muss keine Datei oder Ähnliches herunterladen, das Aufrufen einer infizierten Seite reicht. Der Schadcode nutzt oft Sicherheitslücken im Browser oder anderen Anwendungen aus und installiert sich darüber auf dem System.

Und was ist mit Linux?
Ebenso. Linux hat seine Liebhaber, doch bisher nicht die breite Masse erreicht. Trotzdem gibt es auch Schadcodes für Linux und diese sind sehr viel gezielter ausgerichtet, weil Linux eher im betrieblichen Bereich eingesetzt und privat eher selten genutzt wird.

Wie upgraden von Windows XP auf Windows 7

Betriebssystem: Windows 8 Pro Upgrade

Mit dem Upgrade lässt sich Windows 7 zum neusten Betriebssystem Windows 8 aktualisieren. Neu ist das Kachelsystem, das die Anwendungen als App auf dem Startbildschirm erscheinen lässt. Diese lassen sich nach dem eigenen Geschmack platzieren, vergrössern oder verkleinern. Zudem bietet das Upgrade Touch-Funktionen. Voraussetzung dafür ist ein Tablet-PC oder ein Monitor mit Touch-Funktion. Um Apps aus dem Windows Store herunterzuladen und auszuführen, benötigt man eine Auflösung von mindestens 1024 × 768, zum Andocken braucht man 1366 × 768. Ein besonderes Augenmerk legten die Programmierer auf den Energieverbrauch. Windows 8 unterstützt die Energieeffizienz der verschiedenen Hardwareplattformen.

Das Windows 8 Pro Upgrade ist unter anderem bei Fust für Fr. 74.90 erhältlich.

Zur Internetseite von Fust

Extreme Roadtrip 2

Ein Klick auf die Garage zeigt die Fahrzeuge im eigenen Besitz und jene, die zum Freispielen bereitstehen. Anfangs steht allerdings nur ein Auto zur Verfügung, das man durch eine liebevoll gestaltete 2-D-Landschaft lenken muss. Mithilfe von Tricks, Boosts (Geschwindigkeitsschüben) und Tankfässern versucht der Spieler dann, so weit wie möglich zu kommen. Die durch überstandene Missionen und Kunststückchen erworbenen Coins (Münzen) lassen sich zum Kauf von neuen Karossen oder zu Upgrades der eigenen Gefährte einsetzen. Die Landschaften zeigen detailliert Gegenstände, die beim Zerstören durch die Gegend fliegen. Die Steuerung ist einfach und dynamisch. Das Game lief im Test stabil und stürzte nie ab, die Wartezeiten sind erfreulich kurz.

«Extreme Road Trip 2»: gratis im Google Play Store und bei iTunes erhältlich.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
AFP, ZVG
Veröffentlicht:
Dienstag 16.07.2013, 17:02 Uhr

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