Natur pur auch in der Stadt: Eine Biene labt sich am weissen Sonnenhut.

Bienenfreundlich gärtnern 

Ohne Bienen keine Früchte und kein Leben im Garten. Ein neues Sortiment mit Sonnenhut und anderen blühenden Stauden hilft Bienen im Garten und auf dem Balkon.

Mehrjährige Eisenkrautstaude (im Vordergrund) mit Zinnie.

Mehrjährige Eisenkrautstaude (im Vordergrund) mit Zinnie.
http://www.coopzeitung.ch/Bienenfreundlich+gaertnern Mehrjährige Eisenkrautstaude (im Vordergrund) mit Zinnie.

Bienen sind lebenswichtig, denn ohne Bienen würden unser Obst und viele unserer Blumen nicht bestäubt. Wer gärtnert, trägt einige Verantwortung für das Wohl der Bienen. Natürlich können wir nicht alle selber imkern oder Wildbienen züchten. Das muss auch nicht sein. Mit den richtigen Blumen im Garten und auf dem Balkon können wir Bienen ganz einfach anlocken und auf der Futtersuche unterstützen. 

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Auch auf dem Balkon können wir den Bienen helfen – mit den richtigen Blüten.»

Sabine Reber (47), Gartenexpertin der Coopzeitung und Buchautorin

So gelingt es auch auf kleinem Raum, etwas zur Rettung der Bienen beizutragen. Bei Coop Bau + Hobby gibt es dafür neu ein Sortiment speziell ausgesuchter, bienenfreundlicher Stauden. Mit vielfältigen Blüten erfreuen diese nicht nur die Bienen, sondern auch das Herz von uns Gartenmenschen.

Das pralle Leben: Bienen in einer Spiegeleiblume.

Das pralle Leben: Bienen in einer Spiegeleiblume.
http://www.coopzeitung.ch/Bienenfreundlich+gaertnern Das pralle Leben: Bienen in einer Spiegeleiblume.

Stauden sind mehrjährige krautige Pflanzen, die jedes Jahr wieder von Neuem blühen. Besonders beliebt bei den Bienen sind Stauden mit gut zugänglichen, offenen Blüten und viel Nektar. Für die Bienen ist zudem wichtig, dass über möglichst lange Zeit immer wieder etwas blüht. Die Auswahl der Coop-Bienenstauden trägt auch all dem Rechnung. So finden sich hier Schafgarben, Glockenblumen, weisse Margeriten, die gegen den Herbst hin blühenden Rudbeckien, Steppen-Salbei, Eisenkraut und Lavendel. Auch der Sonnenhut (Echinacea) ist ein beliebter Bienenklassiker, und es gibt Züchtungen in diversen Farben von Rosa über Weiss bis zu Orange und Gelb. Den Bienen ist die Farbe der Blüten übrigens egal. Wahrscheinlich sehen sie diese gar nicht, oder jedenfalls nicht so wie wir; ihre Augen sind auf den Nektar ausgerichtet.

Auf dem Stadtbalkon der Autorin blühen Malven sowie viele Kräuter.

Auf dem Stadtbalkon der Autorin blühen Malven sowie viele Kräuter.
http://www.coopzeitung.ch/Bienenfreundlich+gaertnern Auf dem Stadtbalkon der Autorin blühen Malven sowie viele Kräuter.

Von den Malven finden sich die Moschus-Malven in der Auswahl, aber auch alle anderen Malven und insbesondere die hohen Stockrosen sind bei Insekten beliebt. Ausserdem enthält das Bienensortiment die etwas weniger bekannten Fackellilien, die bis weit in den Herbst hinein blühen, und das hübsche monatelang blühende Eisenkraut sowie zweifarbige Flockenblumen. Ein besonders attraktives Beet lässt sich ganz einfach mit einer Mischung aus Eisenkraut und bunten Zinnien pflanzen. Diese Kombination (siehe oben links) eignet sich auch für grössere Balkonkästen. Ebenso rasch wüchsig und einfach zu ziehen ist die Kombination aus Sonnenblumen und bronzefarbenem Gewürzfenchel: Auch dieses Duo sieht attraktiv aus und zieht die Nutztiere in Massen an.
Weitere für Bienen bestens geeignete Stauden sind ungefüllte, einfache Pfingstrosen, wie wir sie aus alten Bauerngärten kennen, und in deren Staubfäden die Bienen mitunter regelrecht baden. Stark gefüllte Blüten mit dicht gekrausten Blütenblättern hingegen sind für Bienen nicht so gut geeignet, da sie weniger bis gar keine Staubfäden und entsprechend wenig Nektar haben oder aber dieser schlecht zugänglich ist. Das gilt auch für Rosen. Wer mit seinen Rosen die Bienen anlocken möchte, sollte möglichst naturnahe, eher ältere Sorten wählen und auch hier vorzugsweise auf einfache, ungefüllte oder nur wenig gefüllte Blüten mit vielen gut sichtbaren Staubfäden setzen.

In Blüten badende Insekten

Biene an einer prachtvollen Pfingstrose.

Biene an einer prachtvollen Pfingstrose.
http://www.coopzeitung.ch/Bienenfreundlich+gaertnern Biene an einer prachtvollen Pfingstrose.

Auch auf blühenden Artischocken kann man Bienen und Hummeln beobachten, wie sie sich in dem weichen lilafarbenen Blütenkissen wohlig wälzen. Artischocken müssen nicht unbedingt in den Gemüsegarten verbannt werden. Sie sind auch in Blumenbeeten und Staudenrabatten ein schöner Hingucker. Und natürlich sind viele mehrjährige Kräuter bestens geeignet, um die Bienen zu verwöhnen. Nebst Lavendel sind vor allem Oregano, Thymian und Rosmarin bei den Bienen sehr beliebt. Und auch blühendes Ba-silikum und blühende Minzen mögen sie gerne. Diese Kräuter lassen sich alle auch bestens in Töpfen oder Kistchen auf dem Balkon kultivieren. Beim Basilikum ist es so, dass das einjährige klassische Genoveser Basilikum eigentlich nicht blühen sollte, da wir ja die zarten Blätter für die Küche verwenden wollen, und sobald die Pflanzen blühen, schmecken die Blätter nicht mehr zart. Aber bei den mehrjährigen Strauchbasilikum-Sorten kommen sowohl kulinarisch interessierte Gartenmenschen wie Bienen auf ihre Kosten. Ausserdem gibt es hier sehr schöne, insbesondere dunkelrote bis violettblaue, stark duftende Sorten, an denen die Bienen wahnsinnig Freude haben.

Einjährige Blüten für die Bienen 

Wer den Bienen helfen will, vergesse die einjährigen Sommerblumen nicht. Hier gibt es eine riesige Auswahl an bei Bienen äusserst beliebten Pflanzen. Kaum etwas mögen die fleissigen Insekten lieber als ein Beet voll blühendem Seidenmohn. Oder auf einem eher feuchten Beet lassen sich die lustigen weiss-gelben Spiegeleipflanzen (Limnanthes douglasii) aussäen, die sehr rasch heranwachsen. Aber auch Zinnien, Kosmeen, Sonnenblumen und viele andere einfach zu säende Sommerblumenklassiker locken Bienen an. Wichtig auch hier: Sorten mit ungefüllten Blüten wählen, deren Staubfäden für die Insekten gut erreichbar sind. Gefüllte Züchtungen hingegen haben meist kaum Staubfäden und Nektar, und die hochgezüchteten Hybriden sind für die Insekten grundsätzlich weniger gut geeignet als die naturnaheren, einfacheren Blütenformen.

So sind die bienenfreundlichen Stauden bei Coop gekennzeichnet.

So sind die bienenfreundlichen Stauden bei Coop gekennzeichnet.
http://www.coopzeitung.ch/Bienenfreundlich+gaertnern So sind die bienenfreundlichen Stauden bei Coop gekennzeichnet.

Auch beim Sommerflor in den Balkonkistchen gibt es einiges, was die Bienen anlockt. Den lilafarbenen Leberbalsam besuchen sie ebenso gern wie die Margeriten. Hingegen bringen klassische Balkonpflanzen wie Pelargonien, Petunien oder Dipladenien aus Bienensicht nicht viel. Es stört aber natürlich nicht, wenn wir sie trotzdem pflanzen. Wichtig ist dann einfach, dass daneben noch andere, für die Bienen nützliche Pflanzen vorhanden sind. Also, nicht sektiererisch sein, sondern von allem ein bisschen was pflanzen
Bei aller Vielfalt an Blumen, die die Bienen in den Garten locken: das Allerwichtigste in einem bienenfreundlichen Garten ist die Regel, keine Pestizide zu benutzen. Der schönste Blumengarten nützt den Bienen nichts, wenn sie aus Unachtsamkeit vergiftet werden. Insbesondere bei den Rosen ist das wichtig, denn hier wird traditionell viel Chemie angewendet. Aber wer Läuse und andere ungeliebte Insekten mit chemischen Mitteln loswerden will, schadet auch den Bienen. Einige biologische Mittel sind im Handel erhältlich, die als bienenschonend gelten. Diese sollten nach Anweisung und so spärlich wie möglich angewendet werden. Auf Gift verzichten ist im bienenfreundlichen Garten das A und O. l

Biologisch abbaubar

Wer wie Sabine Reber auf Bio setzt, interessiert sich bestimmt für diese Töpfe.

Wer wie Sabine Reber auf Bio setzt, interessiert sich bestimmt für diese Töpfe.
http://www.coopzeitung.ch/Bienenfreundlich+gaertnern Wer wie Sabine Reber auf Bio setzt, interessiert sich bestimmt für diese Töpfe.

Dank der Herstellung aus rein organischen Bestandteilen enthalten diese Pflanzentöpfe keinen Kunststoff und damit auch kein Erdöl. Sie sind also biologisch abbaubar und in natürlicher Umgebung kompostierbar. Wer nicht selber Kompost herstellt, kann sie im Grüngut-Abfall entsorgen. Durch die neuartige und nachhaltige Technologie tragen die Töpfe zur Verringerung des Treibhauseffekts bei. Bei Coop Bau + Hobby gibt es sie in verschiedenen Grössen, und zwar leer oder mit Bio-Pflanzen gefüllt. 

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Stöh Grünig, zVg
Veröffentlicht:
Montag 13.03.2017, 10:00 Uhr

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