Sonniger Rebberg, bessere Qualität von Trauben und Wein: All dies führt oft zu erhöhtem Akoholgehalt.

Bio-Weine: Mehr als nur ein Trend

Natürlichkeit und echter Genuss. Immer mehr Bio-Weine lösen diese Versprechen ein.

Diese sechs Weine (Details siehe Box unten) stehen im Einklang mit der Natur.Wer schon einmal durch einen biologisch angebauten Weinberg gestreift ist, der sieht den Unterschied zu einem konventionell betriebenen Rebberg auf den ersten Blick. Der Boden zwischen den Rebzeilen ist grün, die Pflanzenwelt an Kräutern, Blumen und Gräsern vielfältig. Biologisch bewirtschaftete Weinberge bieten dadurch Lebensräume für Insekten, wie etwa Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Auch Vögel profitieren davon – oft herrscht in einem solchen natürlichen Ökosystem ein einziges Gesumme und Gezwitscher.

Charaktervolle Weine

«Coop führt seit rund 20 Jahren Weine aus biologischem Anbau im Sortiment», erklärt Sylvia Berger (44), Category Managerin Weine und Schaumweine von Coop. «Der erste Wein war der Neuchâtel Blanc der Domaine des Coccinelles, gefolgt vom Château Barillet der Genfer Domaine des Balisiers. Insgesamt führen wir heute rund 70 Bio-Weine, davon stammen 18 aus der Schweiz.» Grundlage für feine Bio-Weine seien kräftige, gesunde Reben, eine hohe Artenvielfalt im Weinberg und ein gesunder Boden.

Und tatsächlich produzieren immer mehr Bio-Winzer hervorragende und charaktervolle Weine, ganz im Einklang mit der Natur. Im streng reglementierten biologischen Anbau wird ganz auf chemisch-synthetische Spritzmittel und Dünger verzichtet. Zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen kommen pflanzliche oder mineralische Präparate zum Einsatz. Auch die gesetzlichen Höchstwerte für den Gesamtgehalt an Schwefel sind bei biologisch hergestelten Weinen tiefer als bei konventionellen Produkten. Schwefel wird als Garant für Qualität eingesetzt, um die Aromatik und Frische des Weins zu erhalten und die Oxidation (Veränderung der Farbe) zu verhindern. Je besser das Traubengut, desto weniger Schwefel braucht es. Ein grosses Problem im Rebberg, vor allem auch in nassen Sommerzeiten, ist der falsche Mehltau. Mangels Alternativen bekämpfen auch die Bio-Winzer diese Pilzkrankheit oft mit Kupferpräparaten. Der Einsatz ist jedoch streng reglementiert, zunehmend werden auch Gesteinsmehle und Tonerdenpräparate eingesetzt: mit vielversprechender Wirkung. Der schonende Umgang mit Boden und Pflanzen sorgt für immer mehr Bio-Weine mit lagen- und sortentypischem Charakter und von bester Qualität.

«

Der Konsument liefert einen Beitrag zur intakten Natur.»

Sylvia Berger, Category Managerin Weine von Coop

Aus Liebe zur Natur

«Durch den Konsum von Bio-Wein leistet der Konsument einen Beitrag zu einer intakten Natur und einer grösseren Artenvielfalt. Zudem gibt es in biologisch produziertem Wein aufgrund der strengen Anbaurichtlinien kei-nerlei Pestizidrückstände», erläutert Sylvia Berger. Das sind gute Gründe also, sich für Bio-Weine zu entscheiden. Kommt dazu, dass diese auch geschmacklich absolut mit konventionellen Produkten mithalten können. Wohl nicht zuletzt deshalb steigt der Anteil von Bio-Weinen bei Coop stetig an. «Jedes Jahr nimmt der Verkauf zu und macht heute rund fünf Prozent des Umsatzes aus», freut sich Sylvia Berger.

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Franz Bamert

Redaktor

Foto:
Alamy, zvg
Veröffentlicht:
Mittwoch 21.01.2015, 00:00 Uhr

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