Auch wenn Scherben Glück bringen: Sauber geklebt sieht der Teller einfach besser aus.

Bombenfest

Mit Kleber lassen sich die meisten Materialien dauerhaft miteinander verbinden. Wenn man denn erst einmal den Richtigen gefunden hat.

Wussten Sie, dass in der Produktion von modernen Autos mehr geklebt als geschweisst wird? Und dass dies in der Luftfahrttechnik erst recht so gehandhabt wird? Keine Angst, Sie können trotzdem noch in den Flieger steigen. Denn im Gegensatz zur Osterdeko, die Sie gestern geklebt haben und die bereits wieder auseinandergefallen ist, halten professionelle Klebstoffe bombenfest. Kein Wunder: Moderne Kleber können heute fast alles. Nur, was in der Industrie klappt, ist für den Laien oft ein Problem. Dabei lassen sich mit ein paar Tricks auch zu Hause gute Ergebnisse erzielen. Wichtig sind zwei Dinge: Der richtige Klebstoff und die richtige Verarbeitung.

Fragen kostet nichts

Was immer Sie auch kleben müssen, versuchen Sie sich Klarheit über das zu klebende Material zu machen. Holz, Glas, Stoff, Metall, Papier und Keramik sind auch für Laien leicht zu identifizieren. Schwieriger wirds bei Kunststoffen, denn jeder Kunststoff ist anders, und was den einen klebt, funktioniert beim anderen womöglich nicht. Fachmärkte wie Bau + Hobby führen ein grosses
Sortiment an verschiedenen Klebern. Nehmen Sie sich Zeit beim Aussuchen und erkundigen Sie sich beim Personal.

Sogenannte Alleskleber können zwar gute Dienste erweisen, sind aber natürlich oft nur ein Kompromiss. Wirklich perfekte Verbindungen gibts nur mit dem für das Material passenden Kleber. Hat man sein Produkt gefunden, gilt es, ihn richtig zu verarbeiten. Generell gilt: Die zu verbindenden Klebflächen sollten zueinander passen, idealerweise eben, sicher aber trocken, sauber, staub- und vor allem fettfrei sein. Harte, nicht saugfähige Materialien wie etwa Metall sollen leicht angeschliffen werden.

Bei saugfähigen Materialien ist Weissleim ein richtiger Alleskönner.

Bei saugfähigen Materialien ist Weissleim ein richtiger Alleskönner.
Bei saugfähigen Materialien ist Weissleim ein richtiger Alleskönner.

Den Klebstoff immer nach Herstellerangaben verwenden. Manche müssen leicht antrocknen, manche nicht. Auch beim Zusammenfügen gibt es Unterschiede. Gewisse Kleber sollten nicht gepresst werden, vor allem solche für harte, nicht saugfähige Materialien. Andere hingegen müssen gepresst werden. Weissleim bei Holz etwa hält felsenfest, wenn die Stücke mit möglichst grossem Druck zusammengefügt werden. Generell gilt bei Klebern: Produkte auf Wasserbasis sind in der Regel unbedenklich. Verwenden Sie solche mit organischen Lösungsmitteln, schützen Sie die Haut und die Augen vor Kontakt mit dem Produkt und achten Sie auf eine gute Belüftung. Denn auch wenn Leimschnüffeln vor allem in der Dritten Welt als billige Droge gilt: Man wird garantiert nicht intelligenter davon! Garantiert intelligenter hingegen wird, wer sich entgegen aller Warnungen schon einmal mit Sekundenkleber die Finger zusammengeklebt hat. Denn ein zweites Mal tut man sich das nicht an!

Mehr als nur einfach Leim aus der Tube

Zweikomponentenkleber
Hier müssen Binder und Härter vor Gebrauch gemischt werden. Sorgt für sehr beanspruchbare Verklebungen.

Heisskleber
Kleben mit der Leimpistole eignet sich auch für unebene und saugfähige Materialien.

Klebebänder
Es braucht nicht immer Leim. Spezielle Klebebänder sorgen im Haushalt oft für sehr starke Verbindungen.

Die Uhu-Klebepistole LT 110 arbeitet mit einer Klebetemperatur von 110 Grad und eignet sich speziell zum Heisskleben von hitzeempfindlichen Materialien wie etwa Styropor oder PVC. Die einfach zu bedienende Klebepistole lässt sich exakt dosieren und wartet mit einer kurzen Aufheizzeit von nur 3 bis 5 Minuten auf. Der mechanische Klebepatronenvorschub sorgt für ermüdungsfreies Arbeiten. Erhältlich bei Bau + Hobby für Fr. 26.95 inklusive 4 Klebesticks.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Donnerstag 14.04.2016, 16:00 Uhr

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