Buchtipp: Absurd – oder?

Der Obdachlose Schoch traut seinen Augen nicht: Da tummelt sich doch tatsächlich ein rosa leuchtendes Mini-Elefäntchen in seiner Schlafhöhle. Doch das Tierchen hat Durchfall. Deshalb: ab mit ihm zur Gassentierärztin.

Sein Schöpfer ist der Genforscher Roux, der damit erstens seinem ehemaligen Arbeitgeber eins auswischen und zweitens ans grosse Geld kommen will.

Doch er hat die Rechnung ohne Kaung gemacht, den burmesischen Elefantenpfleger des Zirkus Pellegrini, dessen eine Elefantenkuh das Elefäntchen ausgetragen hat: Kaung sieht in der vor sich hin leuchtenden Kreatur etwas Heiliges, das es zu schützen gilt, und bringt es in Sicherheit; will sagen, er stiehlt es und bringt es in die Obhut des Zootierarztes.

Wieder einmal zeigt sich Martin Suter von seiner besten Seite und tut das, was er so vorzüglich beherrscht: Er greift ein Thema auf und spinnt den Faden der Absurditäten in einer lakonischen Sprache weiter und weiter. Der Leser amüsiert sich köstlich – bis er merkt, dass das Ganze so absurd vielleicht gar nicht ist. Oder wie war das noch mal mit Genforschung und -manipulation?

Martin Suter: «Elefant». Im Handel oder für Fr. 33.50 plus Fr. 5.– Versandkosten
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Martin Zimmerli

Redaktor

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ZVG
Veröffentlicht:
Montag 16.01.2017, 12:00 Uhr

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