Buchtipp: Blick in die Fichenschweiz

Liz Sauter, die Heldin von Willi Wottrengs Roman «Denn sie haben daran geglaubt» liebt Sätze wie diesen: «Intelikenz ist gerecht verteilt. Jede(r) meint genug zu haben.»

Oder: «Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um.» In einem Zürcher Schrebergarten kreuzen sich Liz’ Wege mit denen des ehemaligen Polizisten Ernst Schläpfer. Bald wird ihm klar, dass sie einst heimlich mit der R.A.F. und den Brigate Rosse sympathisierte. Doch was treibt die Fotografin heute? Und will er, Ernst, das wirklich so genau wissen? Eigentlich war er lange genug als Fichenbulle im schweizerischen Repressionsapparat eingespannt. Und schliesslich sind sie ja jetzt beide «AHV-positiv», um nochmals Liz zu zitieren.

Willi Wottrengs Roman um die gegensätzlichen Welten von Liz und Ernst ist spannend bis zum Schluss. Ganz offensichtlich schöpft der Historiker, Journalist und Sachbuchautor als Romancier aus dem Vollen: Er war nach 1968 führender Aktivist in der Zürcher Studentenbewegung. Sein neues Buch setzt den einstigen Utopisten und Idealisten ein hübsches, ein bisschen heimtückisches Denkmal.
 

Willi Wottreng: «Denn sie haben daran geglaubt». Im Handel oder für Fr. 33.50 plus Fr. 5.– Versandkosten jetzt bestellen.


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Fabian Kern

Redaktor

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Montag 17.04.2017, 16:00 Uhr

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