Zuerst waren alle Büsis schwarz-weiss, dann stallte der Bauer eine rotscheckige Kuh ein …

Büsis grosses Vorbild

Ein Mieter auf dem Land hat ein Problem: Seine wilde Katzenfamilie muss kastriert werden. Doch kaum ist alles erledigt, muss er wieder von vorne anfangen – fast.

Die Katze wurde zum Kastrieren in die Praxis gebracht. Sie war scheu und mager. Ihr schwarz-weisses Fell ähnelte dem der letzten zehn wilden Katzen, die ich ebenfalls behandelt hatte. Ein Mieter einer Landwohnung hatte bemerkt, dass das hübsche Kätzchen, das er gelegentlich fütterte, trächtig war. Bereits nach zwei Jahren tummelten sich so viele schwarz-weisse Katzen auf dem Hof, dass er beschloss, Gegenmassnahmen zu ergreifen.

Schwarz-Weiss und Rot
Er baute eine ausgeklügelte Einbahn-Katzen-Fütterungsstation. Alle Katzen mussten zum Fressen in einen Werkraum. Dann wurde vor dem Ausgang eine Katzenfalle hingestellt. Noch in der Falle kamen die wilden Katzen in die Praxis. Als Erstes wurden sie schlafen gelegt, auf Leukose getestet, geimpft, kastriert, entwurmt und entfloht.

Auch bekamen alle eine Tätowierung ins Ohr, damit man noch von Weitem die kastrierten von den unkastrierten unterscheiden konnte. Nach einer Woche hatten wir alle eingefangen und behandelt. Das Rudel wurde in die Freiheit entlassen. Dann rief der Mieter zur Fütterung, und tatsächlich versammelte sich ein grosser Teil der Familie. «Meine Katzen gleichen den Kühen vom Bauern.» Tatsächlich weideten gleich dahinter ungefähr gleich viele schwarzbunte Kühe. «Am besten, Sie füttern weiterhin im geschlossenen Werkraum und kontrollieren, welche Kostgänger sie einlassen. So bleiben fremde Katzen draussen», erklärte ich. Nach wenigen Wochen aber kam ein besorgter Anruf des Katzenbesitzers. Der Landwirt habe in seiner schwarzbunten Herde eine rotscheckige Kuh eingestallt. Kurz darauf habe seine Katzenfamilie ebenfalls eine rot-weisse Katze aufgenommen.

«Sie ist akzeptiert! Ich kann sie unmöglich ausschliessen. Ich bringe sie vorbei, sobald ich sie eingefangen habe!»

(Coopzeitung Nr. 36/2014)

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Alamy, Beatrice Thommen-Stöckli
Veröffentlicht:
Montag 01.09.2014, 12:42 Uhr

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