Schön und ab und zu auch laut: der Buntspecht, hier ein Männchen; das Weibchen hat kein rotes Nackenband.

Buntspecht: Der farbige Dauertrommler

Der Vogel des Jahres hämmert sich mit seinem Spezialschnabel durchs Leben. Ohne Kopfschmerzen.

Es gibt wenige Vögel, die jedes Kind aufgrund ihrer Laute zweifelsfrei identifizieren kann: Wenns kuckuckt, ists der Kuckuck, und wenns klopft, ists der Specht. Und der Inbegriff des Spechts ist der Buntspecht. Dabei gibts noch ein paar andere, auch in der Schweiz. Eng mit dem Buntspecht verwandt sind der Klein-, der Mittel- und der Weissrückenspecht, etwas entfernter der Grün-, der Grau-, der Dreizehen- und der Schwarzspecht. Der Buntspecht ist am weitesten verbreitet. Was seinen Lebensraum betrifft, ist er nicht besonders wählerisch. Aber, er braucht alte Bäume und Totholz – just die Arten von Holz, die von menschlicher Hand eliminiert werden, weil alte Bäume entweder kaum mehr Früchte tragen oder einen Wald «unordentlich» erscheinen lassen.

Der Buntspecht und seine Trommlerei: Damit der Vogel nicht mit Dauerkopfschmerzen durchs Leben muss, ist sein Schnabel hochspezialisiert. Der Unterteil ist etwas länger als der Oberschnabel und leitet die Wucht des Schlages über die verstärkten Rippen auf den ganzen Körper ab. Und der Übergang vom Schnabel zum Schädelknochen besteht aus einer schwammartigen Knochenstruktur, die als Stossdämpfer wirkt. Das ist wichtig, denn die 70 bis 100 Gramm schweren Vögel hämmern viel – Männchen wie Weibchen.

Viele andere profitieren Bei der Balz fängts in diesen Wochen an: Spechte sind keine Singvögel, sondern suchen die Aufmerksamkeit des andern Geschlechts mit Trommeln. Weiter gehts mit dem Höhlenbau. Dabei hauen sie ihre Wohnlöcher nicht nur für sich selber in die Baumstämme, von der Höhlenhackerei profitieren zahlreiche andere Tiere. Dankbare Nachmieter sind beispielsweise Insekten, jede Menge Vögel wie Meisen, Kleiber oder Schnäpper, aber auch Fledermäuse oder Siebenschläfer.

Und zu guter Letzt brauchen die Buntspechte ihren Schnabel auch zur Nahrungsbeschaffung: Ihre Leibspeisen, die dicken Larven der Totholzkäfer in den Baumstämmen, klopfen sie mit dem Schnabel frei und  ziehen sie dann mit ihrer bis vier Zentimeter langen und mit einem Widerhaken versehenen Zunge ans Tageslicht.

So klingt der Buntspecht:

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Martin Zimmerli

Redaktor

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Martin Zimmerli
Veröffentlicht:
Montag 01.02.2016, 00:00 Uhr

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