Die diesjährige Cebit-Messe bot viel Neues. Zum Beispiel einen Koffer voller Elektronik, Roboter und Methoden für sichereren Datentransport.

Cebit 2014: Koffer allein unterwegs

Die weltgrösste Computermesse in Hannover bot viele Produkte, die unseren Alltag sicherer und einfacher machen sollen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl vor.

Mit den Worten «Hello and good evening!» begrüsste an der diesjährigen Cebit in Hannover nicht etwa ein Moderator aus Fleisch und Blut die zahlreichen Gäste um die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den britischen Premier David Cameron, sondern ein Roboter namens Roboy. Beim Roboter handelt es sich um ein Forschungsprojekt der Universität Zürich. Er ist dem menschlichen Skelett nachempfunden und besitzt künstliche Muskeln und Sehnen. So konnte gleich zu Beginn der Cebit ein Schweizer Produkt eine Marke setzen.

«Roboy» kurz vorgestellt

(«GolemDE» auf Youtube)

Auch für kreative Köpfe hatte die Cebit etwas zu bieten. So zeigte der Billig-Gadgetanbieter Pearl seinen «Freesculpt 3-D-Pen». Mit ihm lassen sich dreidimensionale Gebilde nicht ausdrucken, sondern einfach in die Luft zeichnen. Die Schreibgeschwindigkeit lässt sich stufenlos regeln, mit etwas Übung kann man auf diese Weise bunte Skulpturen freihändig erstellen.

Das Thema Datensicherheit bildete den grossen Schwerpunkt der Messe. So beispielsweise die biometrische Zugangssicherung. Während bei Smartphones von Apple und Samsung zuletzt Fingerabdruck-Sensoren Einzug hielten, steht schon eine weitere Technologie in den Startlöchern. Fujitsu zeigte einen Venen-Scanner, der die Sicherheit bei einigen seiner Notebooks erhöhen soll. Dieser Sensor erkennt das Blut in der Handfläche und setzt es in ein individuelles Muster um, an dem das Notebook seinen rechtmässigen Besitzer erkennt. Im Gegensatz zu einem Fingerabdruck kann dieses biometrische Merkmal derzeit nicht kopiert werden.

Um die Sicherheit der E-Mails kümmert sich das 2011 in Hannover gegründete Start-Up-Unternehmen Tutao. Seine E-Mail-Verschlüsselungssoftware «Tutanota Starter» soll die Chiffrierung der elektronischen Post nicht nur sicher, sondern auch einfach gestalten. Es wird dabei ein Plugin in Microsoft Outlook installiert. Sobald eine sensible Mail gesendet werden soll, kann man auf den Vertraulich-Button klicken. Jetzt findet die End-to-End-Verschlüsselung statt, der für den Empfänger notwendige Schlüssel wird beispielsweise per SMS ausgetauscht. Das Programm arbeitet dabei übrigens auch mit anderen Mailsystemen zusammen. Tutanota Starter richtet sich vor allem an Unternehmen oder Selbstständige, beispielsweise Rechtsanwalts-Kanzleien oder Personalberatungen.

Das Reisen einfacher und sicherer machen soll der intelligente Koffer «Bag2Go», den Rimowa zusammen mit der Deutschen Telekom und Airbus entwickelt hat. Er ist mit einer SIM-Karte, einem Funkmodul sowie einem Display ausgestattet und kann damit von der eigenen Wohnungstür bis ins Hotelzimmer befördert werden, ohne dass sich der Besitzer darum kümmern muss. Via Smartphone-App muss man lediglich die für die Reise wichtigen Angaben wie beispielsweise die Flugnummer eingeben. Der Koffer zeigt die wichtigsten Daten an und funkt der Fluggesellschaft sowie dem Reisenden, wo er sich gerade befindet. Ausserdem lässt sich überprüfen, ob das Gepäckstück während des Transports geöffnet wurde. Die Vision der Entwickler ist, dass der Koffer beim Reisenden abgeholt und ihm am Zielort wieder zugestellt wird. Zu diesem Zweck ist auch angedacht, weitere Serviceanbieter miteinzubinden. Der «Bag2Go» soll auch gemietet werden können. Verlorene Gepäckstücke dürften damit endgültig der Vergangenheit angehören.

«Bag2Go» – Wie funktionierts?

(Englisch, «Pixel Planet» auf Youtube)

Information über den Gebrauch von Dashcams in Fahrzeugen des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) (siehe «Empfehlung»)

Garmin Dash Cam 20

Dash Cams sind in Russland seit Längerem stark verbreitet. Mithilfe dieser Windschutzscheiben-Kameras versuchen Autofahrer dort, bei Unfällen Beweise für ihre Unschuld zu sammeln. Auch in der Schweiz legen sich trotz unklarer Rechtslage immer mehr Autofahrer ein solches Gerät zu. Gemäss einem Merkblatt des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten ist eine Videoüberwachung durch Privatpersonen im öffentlichen Raum nur unter sehr restriktiven Bedingungen erlaubt (Merkblatt unter www.coopzeitung.ch/cebit2014 verlinkt). Garmins Dash Cam 20 hat einen GPS-Empfänger eingebaut, der den Ort  der Aufnahmen dokumentiert. Es lassen sich sowohl Filme als auch Fotos erstellen, auf Wunsch aktiviert ein Ereignis-sensor die Aufnahmen nach einem Aufprall automatisch. Parallel dazu werden Geräusche im Inneren des Wagens aufgezeichnet und auf der mitgelieferten Micro-SD-Karte (4 GB) abgespeichert.

Die Garmin Dash Cam 20 ist bei Interdiscount für 329 Franken erhältlich.

Information über den Gebrauch von Dashcams in Fahrzeugen des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB)

Quadrate füllen

Ein bisschen wie Tetris und doch ganz anders ist «Baustein Rätsel Revolution». In jedem Level bekommt man verschiedene Puzzlesteine vorgelegt, die in ein vorgegebenes Quadrat passen müssen. Für jedes Rätsel gibt es nur eine einzige Lösung. Die Steine sind dabei genauso unterschiedlich wie die Vierecke, in denen sie untergebracht werden müssen. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen. Die Aufgaben am Anfang sind noch sehr schnell und einfach zu lösen, doch steigen die Anforderungen bald ziemlich stark. Insgesamt stehen satte 4000 Puzzles gratis zur Verfügung, weitere 2000 können dazugekauft werden. Das Spielprinzip unterhält Genrefans sehr lange, obwohl der Verlauf grundsätzlich immer derselbe bleibt.

Das Puzzlegame «Baustein Rätsel Revolution» ist kostenlos im Google Play Store erhältlich.

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Text: Michael Benzing

Foto:
Keystone, zVg
Veröffentlicht:
Montag 24.03.2014, 16:25 Uhr

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