Das Museum für Schleckermäuler

Im Chocolarium werden Kinderträume wahr: Die Besucher dürfen, wie die Angestellten der Firma Maestrani, Schokolade essen, so viel sie mögen.

Es ist der Traum (fast) jedes Kindes: In einer Schokoladefabrik arbeiten und Schokolade essen den ganzen Tag und so viel man will. Die Angestellten des Schokoladeherstellers Maestrani in Flawil SG dürfen das tatsächlich – kein Witz. Doch Annina Huber (32), verantwortlich fürs Marketing und nicht rund um die Uhr mit Schokolade in Kontakt, winkt ab:  «Es ist grossartig, wenn man so viel Schokolade essen darf, doch das überlasse ich mittlerweile lieber den Besucherinnen und Besuchern des Chocolariums.» Die dürfen das nämlich auch!

Das Chocolarium sei kein Museum, sondern vielmehr eine Erlebniswelt, erklärt Annina Huber. Sie zeigt die Geschichte der Firma Maestrani und der Schokoladeherstellung auf. Die Gäste erfahren Schokolade mit allen Sinnen. Und tatsächlich gibt es viel zu sehen, zu hören, zu greifen, zu riechen – und eben: zu schmecken. Die Besucher schlürfen mit einem Löffelchen die frisch congierte, also gerührte, und noch flüssige Schokolade. Etwas später gibt es ganze Tafeln zu kosten. Dann dürfen sich die Besucher an Munzli und Minörli à discrétion gütlich tun, und wer am Schluss noch mag, darf im Verkaufsladen die Schokoladen zuerst probieren, bevor er sie kauft. «Manch einer ist schon mit einer Überdosis heimgegangen», schmunzelt Annina Huber. Aber eine Erlebniswelt Schokolade mit einer Mengenbeschränkung? «Das geht gar nicht.»

Das Glück steckt in der Schoggi

Achtung, mit Schokolade gefüllt: Die Firma Maestrani in Flawil SG.

Achtung, mit Schokolade gefüllt: Die Firma Maestrani in Flawil SG.
http://www.coopzeitung.ch/Das+Museum+fuer+Schleckermaeuler Achtung, mit Schokolade gefüllt: Die Firma Maestrani in Flawil SG.

Entscheidend ist bei Schokolade, dass sie glücklich macht. Wie das vor sich geht, wie also das Glück in die Schokolade kommt, bevor es beim Genuss auf uns überspringen kann, davon handelt der spielerische Erlebnis-Rundgang durch das neue Besucherzentrum. Eine besondere Attraktion: Maestrani inszeniert für die Besucher keine Show-Produktion, der Rundgang bietet an mehreren Stellen einen direkten Blick in die Herstellung der Schokoladen.

Maestrani hat 10 Millionen Franken ins Besucherzentrum investiert. Es sei ein Bekenntnis zum Standort Flawil und soll die Hausmarken Minor, Munz und Maestrani bekannter machen, erklärt Annina Huber. «Das sind schliesslich die Marken, die für mehr als die Hälfte unseres Umsatzes verantwortlich sind.»
Übrigens: Coop ist der grösste Kunde von Maestrani und verkauft Minor- und Munz-Schoggistängeli. Die kleinen Munz-Schokoladen sind ausserdem die beliebteste Kaffeebeilage in der Schweizer Gastronomie.

Vom Bahnhof Flawil fährt der Bus fast direkt vor die Haustüre bei «Maestrani’s Chocolarium». Ein Einzeleintritt kostet 14 Franken, die Familienkarte 34 Franken. Hello-Family-Clubmitglieder erhalten 20 Prozent Rabatt.Die erste Station, die dazu beiträgt, dass das Glück in die Schokolade kommt: Die Besucher schenken ihr Lächeln und dürfen ein erstes Mal Schokolade naschen.

Maestrani ist einer von mehreren Schokoladeproduzenten, die Publikumsführungen anbieten.

Weitere Fabrikbesichtigungen finden Sie unter https://www.chocosuisse.ch und www.myswitzerland.com/schokolade.

Zum Chocolarium Maestrani

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Thomas Compagno

Redaktor

Foto:
zvg, wiler-turm.ch, wikimedia-Tschubby
Veröffentlicht:
Montag 27.11.2017, 15:48 Uhr

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