Katzen sind – vor allem in ihrer Jugend – sehr verspielt. Da ist dann auch schnell mal was verschluckt.

Das war aber knapp!

Die junge Besitzerin einer Katze fühlt sich überfordert. Dem Tier geht es schlecht, die Ursache ist ein Rätsel. Was Prioritäten sind, ist der Frau auch nicht ganz klar … 

Wieder und wieder würgte die Katze. Eine junge Besitzerin schaute sehr besorgt drein. Sie war von zu Hause ausgezogen und hatte sich als Erstes eine Katze gekauft. Etwas überfordert von ihrem selbstständigen Leben und immer etwas zu spät, hatte sie mir Monky vorgestellt. Sie fing immer erst an, Geld für den Tierarzt zu sparen, wenn Monky krank war. So musste die Katze manchmal lange warten, bis sie zu mir kam. Monky aber hatte immer etwas. Weder war sie pflegeleicht noch robust. Irgendwie passten die zwei nicht zusammen «Meine Mutter hat mir Geld vorgeschossen, Monky ist diesmal wirklich krank!»

Ein gefährlicher Fund 

Fieberhaft überlegte ich. Was war wichtiger: ein Blutuntersuch oder ein Röntgenbild? Beides zusammen schien definitiv zu teuer. Sie erzählte mir, dass ihre Mutter ihr beim Putzen geholfen habe. «Hinter dem Sofa haben wir ganz viele von Monkys Spielsachen gefunden. Er hat sich gefreut und hat den ganzen Tag damit gespielt.» Intuitiv wählte ich das Röntgenbild. Und ich hatte ins Schwarze getroffen. In Monkys Magen lag eine Nähnadel. «Stimmt», erinnerte sich die Besitzerin, «ich habe an der Fasnacht das geliehene Kostüm enger nähen müssen. Aber wie kam die Nadel hinter das Sofa?» 

Nach einem Telefonat hatte ich einen Chirurgen mit Endoskop gefunden, der Monky die Nadel entfernen konnte, ohne die arme Katze aufzuschneiden. Danach musste ich das Finanzielle ansprechen. Monkys Besitzerin wurde bleich und zückte ihr Telefon. Dann sprach sie leise mit ihrer Mutter und meinte: «Es ist okay, sie geht das Geld abheben und fährt mich in die Klinik. Ich selber habe kein Auto.» Ich konnte mir eine Bemerkung nicht verkneifen: «Das Glück, das sie mit ihrer Mutter haben!» Die Kundin hielt Monky in den Armen und meinte erstaunt: «Wieso?»

 

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Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Alamy, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 12.06.2017, 09:13 Uhr

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