Mit der Datenbrille hat man Zugriff auf soziale Netzwerke.

Elektronische Brillen

Computer als Nasenfahrrad Datenbrillen könnten sich als Helfer in Beruf und Freizeit etablieren. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Warum setzen sich Menschen in den USA seltsam geformte Brillen auf die Nase, mit denen sie sämtliche Blicke auf sich ziehen? Weil sie dank der speziellen elektronischen Ausstattung der Brille eine Art Mini-Computer vor Augen haben. In Europa ist es wohl erst 2015 so weit. Diese Brillen sollen nicht nur etwas für Technik-Freaks sein, sondern könnten auch Normalos ansprechen. Sie ermöglichen es, in die virtuelle Realität (VR) einzutauchen oder die echte Umgebung durch eingeblendete Information auf die Brillengläser zu erweitern. In letzterem Fall spricht man von erweiterter Realität (AR – Augmented Reality).

Ein nützliches Ding

AR-Brillen besitzen Kameras und integrierte Displays, die Informationen über die jederzeit sichtbare reale Umwelt legen. Mithilfe von Apps ist so eine Vielzahl von Anwendungszwecken möglich. Beispielsweise kann man sich anzeigen lassen, vor welcher Sehenswürdigkeit man gerade steht oder welche Speisen die Restaurants in der Nähe anbieten.

Die Bedienungskonzepte solcher Brillen sind sehr einfach. Während die im Gegensatz zu den Konkurrenten bereits erhältliche «Epson Moverio BT-200» über ein via Kabel angeschlossenes Kästchen bedient wird, setzt «Google Glass» auf Bewegungs-, Sprach- und Touchpad-Steuerung. Eingeschaltet wird die Brille, indem man den Kopf leicht nach oben bewegt. Mit dem Internet verbinden sich beide Modelle via WLAN oder Bluetooth.

London durch Google Glass

(von «Google Glass» auf Youtube)

Hinter den Gläsern: Die Moverio BT-200 und eine Phantom Drone 2

(Englisch, von «Epson Moverio» auf Youtube)

Komfort

Das Tragen einer solchen Brille ist anfangs gewöhnungsbedürftig, was sich aber schnell legt. Die Hersteller haben erfreulicherweise auch an Brillenträger gedacht. Während man Epsons «Moverio» einfach über die Brille aufsetzen kann, gibt es für «Google Glass» als Zubehör Gestelle für Korrekturgläser.

Kritisch im Verkehr

Im Strassenverkehr sollte die Brille indes nur mit Vorsicht oder besser gar nicht benutzt werden. «Derzeit gibt es in der Schweiz kein Gesetz, das speziell das Tragen von AR-Brillen regelt», so Guido Bielmann, Sprecher beim Bundesamt für Strassen (Astra), «ein entsprechendes Projekt ist aber für das kommende Jahr im Bundesamt geplant.» Käme es zu einem Unfall, weil eine solche Brille abgelenkt hat, müsste ein Richter im Einzelfall entscheiden.

Eintauchen ins Game

Die grösste Zielgruppe – die Gamer – können sich via VR-Brille tiefer ins Spielgeschehen hineinversetzen und auf diese Weise selbst zum Spielcharakter werden. Kein Wunder also, arbeiten auch grosse Spielkonsolenhersteller wie Sony und Microsoft an solchen elektronischen Brillen.

Stars unter den smarten Brillen

Die bekannteste der intelligenten Brillen ist «Google Glass». Sie soll nächstes Jahr in Europa auf den Markt kommen, ebenso Sonys Konkurrenzprodukt «SmartEyeGlass». Bereits erhältlich ist die Epson Moverio BT-200, eventuell noch dieses Jahr könnte «Oculus Rift», dessen Hersteller Oculus VR in diesem Jahr von Facebook gekauft wurde, in den Läden landen. Für alle drei Modelle sind Entwickler bereits mit Hochdruck am Programmieren von Apps. Denn der Erfolg der  intelligenten Brillen steht und fällt mit der verfügbaren Software.

Datenschützer alarmiert

Da AR-Brillen die Aktivitäten ihres Besitzers in Bild und Ton aufzeichnen können, sehen Datenschützer die Entwicklung mit Sorge. Vor allem vor dem Hintergrund der von Edward Snowden aufgedeckten NSA-Spionageaffäre stellt sich die Frage, ob die Geheimdienste mittels intelligenter Brillen das Leben der Besitzer in Echtzeit mitverfolgen könnten. Zudem droht die Gefahr, dass die Geräte vom Träger selbst zum Ausspionieren seiner Umwelt benutzt werden könnten.

Deshalb werden wohl ganz neue Regeln im Umgang mit der neuen Technologie aufgestellt werden müssen. Erste Verbote wurden bereits ausgesprochen. So muss die Datenbrille in der Tasche verschwinden, sobald man ein Kino der US-Kette Alamo Drafthouse betritt. Auch die Betreiber von Schwimmbädern, Kasinos und Stripclubs haben verständlicherweise keine Freude an potenziellen Hobbyspionen. Es ist zu erwarten, dass die Brillen künftig an vielen Orten ausgeschaltet werden müssen.

Speicherkarte: Schnell übertragen

Eine Sandisk Extreme microSDHC UHS-1 Card speichert Apps, Games, Fotos, Videos, Musik und vieles mehr. Sie ist in diversen Mobilgeräten einsetzbar. Dank ihrer schnellen Datenübertragung von bis zu 60 MB pro Sekunde sind Sandisk-Extreme-Speicherkarten selbst mit sehr speicherintensiven Anwendungen, beispielsweise beim Einsatz mit Digitalkameras oder Camcordern zur Aufnahme von Full-HD- oder Vierfach-HD-Aufnahmen, nicht überfordert. Auch die Übertragung von der Kamera zum heimischen Computer geht damit schnell über die Bühne.

Die Sandisk-Extreme-Speicherkarten sind mit Kapazitäten zwischen 16 und 64 GB verfügbar, bei Fust sind sie derzeit ab Fr. 29.90 (für 16 MB) erhältlich.

Imposante Bilder

«Red Bull Wallpapers» bietet mehr als 100 statische und 10 animierte Hintergrundbilder, um Smart-phones und Tablets zu personalisieren. Alle Bilder zeigen Sportler aus verschiedenen Disziplinen bei der Ausübung ihrer Lieblingsbeschäftigung und ein kurzes Porträt. Zur Verfügung stehen Bilder aus dem Motorsport, Skateboarding, Surfen, BMX-Sport, Kitesurfen, Air Race und vielen mehr. Die Bilder erscheinen in sehr guter Qualität, auch die Bedienung und die grafische Präsentation der App ist sehr gut gelungen. Schade nur, dass sich die Bilder nicht für den Sperrbildschirm nutzen lassen.

«Red Bull Wallpapers» ist gratis im Google Play Store verfügbar.

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Text: Michael Benzing

Foto:
Google, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 06.10.2014, 17:35 Uhr

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