Der Grill - Letzte Domäne des Mannes  

Sind Sie eher der Vorsichtige, der Verrückte oder doch der Traditionelle? Machen Sie den grossen Quiz-Test und finden Sie heraus, welcher Grill-Typ Sie sind!

Grillieren Sie gerne und oft? Haben Sie die Grillzange in der Hand und werffen Sie möglichst viel Fleisch auf den Rost oder sind Sie zurückhaltend, vorsichtiger oder grillieren lieber Gemüse?



Was grillieren Sie am liebsten?


Champignons und Zucchetti
Selbst gefangenen Fisch
Eine Cervelat
Steaks und Würste
Rindshohrücken mit marinierten Portobellopilzen und einer Apfeltarte zum Dessert.
Bierdosen-Poulet



Was gehört für Sie zwingend zu Gegrilltem dazu?

Sauerrahm-Sauce
Senf
Kräuterbutter
Eine Chilisauce à la Blairs Megadeath, Extreme hot Sauce
Ich brauche kein Sauce
Mayonnaise



Was für einen Grill haben Sie?

Einen Smoker
Einen Elektrogrill
Keinen, Einweggrills gibt's mittlerweile überall.
Einen Gasgrill
Einen Holzkohlegrill
Keinen, ich grilliere am liebsten am offenen Feuer.



Was ist das Ausgefallenste, das Sie je grilliert haben?

Die Bratwurst, die ich mit der Autobatterie gegrillt habe.
Ein Fischspiessli
Eine Cervelat
Eine Wildschweinhaxe
Heuschrecken
Das fertig marinierte Pouletbrüstli vom Billig-Discounter



Wie mögen Sie Ihr Fleisch?


Ich mag Fleisch nicht sonderlich.
Bleu
Saignant
 À point
Gut durch
Mit ein bisschen schwarze Kruste




Was für Geschirr und Besteck verwenden Sie?

Schieferplatten und Steakmesser
Plastikgeschirr, da muss man nicht abwaschen.
Ich brauche weder Teller noch Besteck
Ich habe einen Satz Campinggeschirr – das kann man gut mitnehmen.
Das normale Alltagsgeschirr
Biologisch abbaubare Palmblattteller



Wie häufig grillieren Sie?

Drei- bis viermal im Jahr
Im Sommer zwei bis drei Mal die Woche
So oft es geht – Jahreszeiten kennt mein Grill nicht.
Einmal im Monat
Immer wenn ich draussen unterwegs bin.
An den Wochenenden im Sommer



Haben Sie einen Balkon?

Nein, da fühle ich mich eh nur eingesperrt.
Nein, aber einen grossen Garten.
Natürlich: da grilliere ich regelmässig.
Ja, den nutze ich als Gemüsegarten.
Ja – aber der gammelt ungenutzt vor sich hin.
Klar: Balkon, Garten und auch Terrasse – wieso?



Wo kaufen Sie Ihr Grillgut?

 Auf dem Biohof
Wieso kaufen?
Im Tankstellen-Shop
Beim Metzger meines Vertrauens
Im Supermarkt um die Ecke
 Je nachdem was ich grilliere: Notfalls nehme ich mehrere Stunden Weg auf mich, um das Gewünschte zu kriegen.


Bei ihren Nachbarn fängt gerade eine Grillparty an. Was tun Sie?

Nichts
ich mache ihn prophylaktisch darauf aufmerkasam, dass Holzkohlegrills laut Hausordnung nicht gestattet sind.
Ich biete mich als Grillmeister an.
Ich klingle mit einem Six-Pack-Bier und mache mit.
Ich flüchte.
Ich hoffe, dass nicht alle mit dem Auto kommen.


Was trinken Sie beim Grillieren?

Hängt davon ab, was auf den Grill kommt.
Bier
Wasser
Wein
Energy-Drink
Tee



Wie häufig kontrollieren Sie das Grillgut?

Laufend
Alle 5 Minuten
Kurz vor Ende der Garzeit
Stündlich
Zum Wenden nach der Hälfte der Garzeit
Ich überlasse das am Grill stehen lieber anderen.



Auf welches Grill-Zubehör könnten Sie nicht verzichten?

Meinen Blasebalg
Meine Grillzange
Mein Sturmfeuerzeug
Meine Räucherbox
Meine Grill-Aluschalen
 Ein Sixpack Bier



Wie viel Zeit lassen Sie sich beim Grillieren?

Einheizen, drauflegen, essen: Das geht fix.
So viel wie nötig ist – gute Dinge brauchen ihre Zeit.
Sicher vier Stunden, auf Apéro und Dessert will ich schliesslich nicht verzichten.
 Maximal bis 22 Uhr
 Bis zum Eindunkeln
 Zwei bis drei Stunden


Mit wem grillieren Sie am liebsten?

Allein
Mit meiner Frau und den Kindern
Mit meinen BBQ-Team-Kollegen
Mit Freunden
Mit den Nachbarn unserer Siedlung
Spielt keine Rolle - Hauptsache es macht Spass!


Welche Beilage gehört zwingend dazu?

Salat
Brot
Chips
Pro-Specie-Rara-Kartoffeln
Steckenbrot
Kartoffelgratin


Wie bereiten Sie Ihr Grillgut vor?

Ausnehmen, ausbeinen, zerteilen.
Ich schneide ein schönes Kreuzgitter in die Wurst.
 Ich lege das Fleisch für mind. drei Tage in eine meiner Spezial-Marinaden ein.
 Ich kaufe mein Grillgut immer fixfertig mariniert.
 Ich grilliere nur Naturbelassenes.
 Ich wende vor allem Zeit auf für das Einkaufen, mir ist wichtig, was ich esse.


Wie löschen Sie Ihren Grill?

 Ich drehe den Schalter.
So wie das echte Kerle tun – und Mann es in der Pfadi gelernt hat.
Ich lasse die Glut einfach ausglühen.
Mit Bier
Ich kappe die Luftzufuhr.
Mit Wasser



Was verwenden Sie zum Anzünden Ihres Grills?

Eine Deo-Spraydose
Einen Anzündkamin
Feine Holzspäne
Den Zündknopf
Birkenrinde
Anzündwürfel oder Spiritus



Wie bereiten Sie Kartoffeln auf dem Grill zu?

Ich wickle sie in viel Alufolie und platziere sie etwas ausserhalb der Glut
Direkt in die Glut mit ihnen – ohne einwickeln!
In der Alugrillschale
Kartoffeln sind nicht so mein Ding.
 Echt? Man kann Kartoffeln auf dem Grill zubereiten?
Am liebsten als Country-Potatoes oder Gratin


Wie reinigen Sie ihren Grill?

Mit einem biologisch abbaubaren Reiniger
Putzen wird generell überbewertet.
Mit Seifenlauge und Desinfektionsmittel
Ich entferne sorgfältig die Asche und setze auf pures Wasser sowie eine Grillbürste.
 Ich schaue, dass alles wieder so ist wie es war und nehme meinen Abfall mit.
 Mit Abwaschmittel und Grillbürste



Gehören Frauen an den Grill?

Hallo? Schon mal was von Gleichberechtigung gehört?
Eigentlich nicht: Irgendwie ist das Männersache und ausserdem machen die das doch immer so toll mit den Salaten.
Egal ob Frau oder Mann: am Grill stehe nur ich.
Warum nicht – wenn sie die Strapazen der Trekking-Tour mitmacht.
Mir ist nie ganz wohl, wenn jemand anderes am Grill steht.
Nein



Sie sind auf einer Grillparty und alle Sitzplätze sind belegt. Was tun Sie?

 Für solche Fälle habe ich einen Klappstuhl im Auto.
Ich setze mich der attraktivsten Person auf den Schoss.
Egal, ich stehe eh am Grill.
Auf dem Boden sitzen hat noch keinem geschadet.
Ich beklage mich lauthals, das ich das vöööllig ungerecht finde und man aufeinander Rücksicht nehmen soll.
Das kann gar nicht sein: Ich weiss, das genug Stühle bereitgestellt sind.



Exakt in dem Moment, in dem Sie loslegen möchten, beginnt es wie aus Kübeln zu regnen...

Die Grillparty wird natürlich abgeblasen.
Abwarten und erst mal ein Bierchen trinken.
Meine Jacke hat eine Wassersäule von 40'000 mm und wenns ganz arg wird, ess ich Fisch und Cervelat halt roh.
Ich decke im Wohnzimmer auf, schliesslich ist längst alles vorbereitet und mein Grill steht eh regengeschützt.
Cool! Grillieren im Dauerregen ist doch mal was anderes!
Mein Papa hat die Steaks in solchen Situationen jeweils in der Pfanne gebraten, darum mache ich das auch so.



Nur Grillieren ist langweilig ... Was tun Sie während dessen?

Wie bitte? Grillieren erfordert vollste Konzentration!
Apéro trinken – oder vielleicht fällt uns ja sonst noch was Lustiges ein!
Echo der Zeit im Radio hören.
 Das Zelt aufstellen.
 Ich lasse den Grill keine Sekunde aus den Augen: Mit Feuer oder Gas ist schliesslich nicht zu spassen.
Ich führe angeregte Diskussionen.





Ihr Ergebnis

 

Bei Stohlers grilliert aber auch Frau perfekt. Désirée Stohler hat mit dem Team Baby Bruzzler die «Bell BBQ Masters» gewonnen.

Bei Stohlers grilliert aber auch Frau perfekt. Désirée Stohler hat mit dem Team Baby Bruzzler die «Bell BBQ Masters» gewonnen.
http://www.coopzeitung.ch/Der+Grill+_+Letzte+Domaene+des+Mannes Bei Stohlers grilliert aber auch Frau perfekt. Désirée Stohler hat mit dem Team Baby Bruzzler die «Bell BBQ Masters» gewonnen.

Irgendwann in den 90er-Jahren muss er gewesen sein, der Tag, an dem das Grillieren seine Unschuld verlor und aus der gemütlichen Art zu essen ein Lifestyle-Ereignis wurde. Grillieren ist heute ein Milliardengeschäft. Allein das in den USA ansässige Unternehmen Weber-Stephen Products LLC, Hersteller der berühmt-berüchtigten Weber-Grills mit gleichnamiger Grill-Akademie, setzt jährlich gut eine Milliarde Dollar um. In Deutschland wurden laut Schätzungen letztes Jahr 1,19 Milliarden Euro dafür ausgegeben, Tendenz steigend. Vergleichbare Zahlen für die Schweiz existieren zwar nicht, Marktforscher bestätigen jedoch, dass man sich hier in einem vergleichbaren Bereich bewegt. Der Ausdruck «Boom-Markt» wird mehrfach verwendet.
Doch über Geld wird nicht geredet, nicht bei Themen wie diesen. Schliesslich verkünden Fernsehköche, Grill-Weltmeister und Hardcore-Grilleure reihum: «Grillieren ist Philosophie.» Oder Universum, mit eigener Bibel (Weber's Grillbibel, im GU Verlag), eigenem Gesetzbuch (zu konsultieren auf www.naturalborngrillers.de) und eigenem König, dem Dänen Anders Jensen, mit seinem Team amtierender Champion der World BBQ Association.

Die letzte Domäne des Mannes

Klar ist aber auch: Grillieren ist männlich.  Und das sei auch gut so, sagt so mancher. Denn empfindliche Männerseelen mussten in den letzten Jahren einiges wegstecken: Dass Frauen im Restaurant den Wein ordern und den einen oder anderen Chefposten belegen, könnte ja noch angehen. Aber dass mit Monisha Kaltenborn eine Frau an der Spitze eines Formel-1-Rennstalls steht? 

«

Grillieren ist Männersache ist reines Klischee!»

Désirée Stohler, Grillmeisterin

Ein Hoch daher auf den Grill, die wohl letzte Domäne des Mannes. Folglich grilliert auch Claudia Schirrmeister nicht. «Ich schneide Brot und bereite die Salate vor», sagt die Wissenschaftlerin der Universität Duisburg-Essen mit leiser Ironie. «Ich bin schliesslich eine Frau.» Dennoch hat sich Schirrmeister in ihrer Arbeit intensiv mit dem Thema befasst, unter anderem im Aufsatz «Niemand grillt für sich allein. Über gesellige und alltagsfremde Aspekte eines Massenphänomens». Am Grill stehen, das sei ein Kerle-Ding, stellt die Doktorin für Kommunikationswissenschaft fest. «Die Faszination fürs Grillieren sitzt tief drin im Mann.» Da seien lodernde Flammen – auch wenn sich diese in Zeiten des Gasgrills meist auf ein mickriges Flämmchen reduzieren –, rohes Fleisch und scharfe Fleischermesser.

Der Schlüssel zum Grill-Erfolg liegt in der richtigen Temperatur.

Der Schlüssel zum Grill-Erfolg liegt in der richtigen Temperatur.
http://www.coopzeitung.ch/Der+Grill+_+Letzte+Domaene+des+Mannes Der Schlüssel zum Grill-Erfolg liegt in der richtigen Temperatur.

Wenn schon, denn schon …

Fleisch? Gut! Flammen? Noch viel besser! Denn was Männer mögen, mag Désirée Stohler schon lange. «Das mit dem ‹Grillieren ist ein Männer-Ding› ist doch reines Klischee», sagt die 26-Jährige aus Bottmingen BL. Sie grilliert nicht nur gut, sondern auch meisterlich. Mit ihrem Team, den Baby Bruzzlern, hat sie letztes Jahr den Profi-Titel bei den «Bell BBQ Masters» geholt. Und sie hat nicht einfach die Salate vorbereitet: Sie stand mit am Grill. Auch zu Hause – sie ist mit Baby-Bruzzler-Käpt'n Beat Stohler verheiratet – übernimmt sie die Grillzange. Und sie hat ihren Stolz: Sie will Feuer, sie will Rauch. Der Geschmack sei einfach anders, «besser!». Was nicht nur für Fleisch, sondern auch Gemüse gelte. «Ganz im Ernst: So ein Gasgrill ist zwar praktisch, aber eigentlich kann ich die Wurst dann auch in der Pfanne braten.» 

Frauen machen die Deko

Désirée Stohler weiss aber auch, dass das Klischee «Grill = Mann» nicht von ungefähr kommt: «Grillieren ist schon eher  männerlastig, das zeigt sich auch an Wettkämpfen.» Viele Teams hätten zwar Frauen mit dabei, «aber die sind oft für das Anrichten und die Deko zuständig». Dabei gelte: «Wer kochen kann, kann auch grillieren.» Und wenn nicht, könne man es lernen. Sie habe auch einen Kurs gemacht, für das an Wettkämpfen verlangte professionelle Zerlegen der Fleischstücke. «Es ist ja nicht so, dass Männer sich eines Tages ein erstes Mal an den Grill stellen und perfekte Steaks abliefern.»  

Mein Haus, mein Auto, mein Grill

«Wer am Grill steht, hat eine gewisse Macht», sagt Claudia Schirrmeister auch. Diese Machtposition wird gern noch ausgebaut, indem man(n) sich einen möglichst schicken Grill anschafft. «Ein Grill kann durchaus ein Statussymbol sein», bestätigt die Wissenschaftlerin. Auch Fachsimpeleien über die richtige Zubereitungsart können in ihren Augen für soziales Prestige sorgen. Die Botschaft: «‹Ich bin der perfekte Grilleur›, gilt in Zeiten, da Kochen Kult und Grillieren Philosophie ist, in manchen Gruppen mindestens so viel wie ein neues Auto.» Und sind wir ehrlich, etwas ehrfürchtig wird jeder, wenn der amtierende deutsche Grill- und BBQ-König Michael Hoffmann über Spareribs spricht: «Richtig gute Rippchen brauchen vier bis fünf Stunden auf dem Grill und werden in verschiedenen Phasen mit Gewürzen, Apfelsaft oder Bier und Barbecue-Sauce glasiert.» 

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Einsam und allein verzehrt jedoch auch Michael Hoffmann seine Spareribs nicht. Diesbezüglich verhält es sich beim Grillieren ähnlich wie beim Fondue oder Raclette: Man kann alles für sich allein machen, aber will man das? «Bei diesen Speisen geht es eigentlich weniger darum, den Hunger zu stillen, als um das Ritual, das gemütliche Zusammensein und darum, Spass zu haben», sagt Expertin Schirrmeister. Klar ist doch: Etwas zwischen die Zähne bekommt man auch ohne Einfeuern und Warten auf die perfekte Glut. Ausser, man hat einen Gasgrill auf dem Balkon stehen, was in der Schweiz eher die Regel als die Ausnahme darstellt, da 80 Prozent aller Grills miteiner Gasflasche ausstaffiert sind.

Fleisch- und Wursteinheiten

«Echte» Grilleure schütteln sich allein beim Gedanken. Ehrliche Grilleure – so wie es ihrer Ansicht nach echte Kerle betreiben – machen ein Feuer, trinken ein Bier und werfen dann Fleisch auf den Grill. Viel Fleisch. Und sonst gar nichts. So steht im Grillgesetzbuch klipp und klar: «Das Grillgut besteht aus: Fleisch- oder Wursteinheiten», hinzu kommen Toastbrot und Weissbier. «Das Anbieten und Verabreichen weiterer Speisen und Getränke unter Strafe.» Anders gesagt: Gemüse oder gar Tofuwürstchen stellen eine Entweihung einer heiligen Zeremonie dar. Ganz so eng sieht dies der Amerikaner Jamie Purviance, Autor der Grillbibel, nicht: Er sieht im Gemüse einer der grossen Grill-Trends. Bei ihm findet alles Platz auf dem Rost, inklusive Glace. Es gibt kleinste Ausnahmen. «Erbsen vielleicht, Reis oder Weintrauben», bekennt er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. «Dinge, die durch den Rost fallen.» Eigentlich kann da nichts schiefgehen.

Das beliebteste Grillfleisch: Die Top 3 der Schweiz



Von Arnaud Welti-Espougne vom Team «Beer &  Bones», Schweizermeister 2014 im Team-Grillieren.

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  1. Der Schlüssel zum Erfolg beim Grillieren ist die Zeit- und Temperaturkontrolle. Das Nonplusultra: zwei Temperaturzonen auf dem Grill einrichten – eine zum Anbraten und eine etwas weniger heisse zum Braten des Fleisches, ohne dass es trocken wird. Welche Temperatur hat die Glut? Eine Temperatur von 130 °C bedeutet, dass man die Hand knapp 10 Sekunden lang 10 Zentimeter über die Glut halten kann. Bei 250 °C würden Sie die Hand schon nach weniger als 3 Sekunden zurückziehen!
     
  2. Das Grillgut wird von der Glut gebraten und nicht von den Flammen! Diese verbrennen und verkohlen die Oberfläche. Flammen, die durch die Fettverbrennung entstehen, sind schädlich für das Fleisch. Sobald eine Flamme entsteht, das Fleisch verschieben und die Glut umverteilen.
     
  3. Der Rost muss sich mindestens 10 Zentimeter über der Glut befinden, um das Verkohlen zu verhindern.
     
  4. Besitzt Ihr Grill einen Deckel und möchten Sie nicht allzu dicke Fleischstücke grillieren, schliessen Sie den Deckel. So wird das Fleisch schön braun, ohne dass es in der Mitte allzu stark gebraten wird.
     
  5. Um zu prüfen, ob das Fleisch durchgebraten ist, messen Sie die Temperatur in der Mitte. Damit kann das Resultat sicherer bestimmt werden, als wenn Sie einen Drucktest machen.
     
  6. Wenn Sie das Grillgut salzen müssen, streuen Sie einige Stunden vor dem Braten eine Prise Salz darüber. Das Salz bahnt sich seinen Weg ins Innere und bringt den Geschmack des Fleischs zur Geltung.
     
  7. Früchte und Gemüse sollte man wenn möglich marinieren und nicht über einer zu heissen Glut braten. Man kann sie aber auch in Alufolie wickeln und dann zuerst in der Glut und nachher auf dem Rost braten.
     
  8. Verwenden Sie keine entflammbaren Flüssigkeiten (Alkohol, Benzin) zum Anzünden des Grills oder zum Entfachen der Glut. Am besten feuern Sie auf die natürlichste Art und Weise mit Papierknäueln und Ästen an. Daneben eignen sich auch ökologische Anzündmittel.
     
  9. Hat Ihr Grillrost eine schwarze Kruste, sollten Sie den Grill putzen. Diese Kruste besteht nämlich hauptsächlich aus Kohle, «isoliert» den Rost und beeinträchtigt den Geschmack des Grillguts. Für die Reinigung empfiehlt sich eine Bürste mit Messingborsten. Vergessen Sie also Stahlwolle und Metallbürsten. Diese können den Rost beschädigen, vor allem, wenn er mit einem hitzebeständigen Spezialprodukt emailliert ist. Grills mit Gusseisenrost müssen zudem regelmässig eingeölt werden, damit sie nicht rosten.

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Regula Bättig

Redaktorin

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 20.04.2015, 16:44 Uhr

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