Bei Obstbäumen werden möglichst alle sich kreuzenden Äste entfernt. So gibt es mehr Früchte.

Der Schnitt: Natürlich muss es sein

Beim Schneiden von Bäumen und Büschen gilt es, die Grösse zu kontrollieren und einen harmonisch-stabilen Wuchs zu bewahren. Weniger ist manchmal mehr!

Nun wird in Parks und Gärten landauf, landab wieder an den Büschen rumgesäbelt, was das Zeug hält. Gar mancher auf Effizienz bedachte Abwart verunstaltet auf die Schnelle noch rasch das Grünzeug entlang der Gehwege zur Siedlung. Fleissige Hobbygärtner lassen sich anstecken und machen sich selber dran, ihr Gebüsch zu viereckigen Blöcken zusammenzustutzen. In der Annahme, so mache man das – nämlich alles ratzfatz und weg.  Hauptsache gerade Linien, Hauptsache Ordnung! Und mancher stramme Bürger kann dabei gar nicht genug Lärm verursachen: Wenn nur das ganze Quartier zu hören bekommt, dass da einer vehement für Ordnung sorgt! Zack, zack, noch ein Busch zum Würfel gestutzt, oder, was fast noch schlimmer aussieht und mitunter stundenlangen Motorenlärm erzeugt: Kugeln, Eier, ganze Kugeltürme! Theoretisch lässt sich ja jeder Busch in Kugelform zwingen, nur eben, ob das gut aussieht, das ist die Frage.

 
Jede Woche die neusten Themen im Newsletter! Hier abonnieren »
 

Kugeln? Eher nein. Richtig schneiden heisst, das Wesen des Busches zu respektieren.

Kugeln? Eher nein. Richtig schneiden heisst, das Wesen des Busches zu respektieren.
Kugeln? Eher nein. Richtig schneiden heisst, das Wesen des Busches zu respektieren.

Beseneffekt vermeiden

Und so meinen dann viele, Forsythien, Philadelphus, Felsenbirnen und Weigelien seien hässliche Büsche. Nein, das sind sie nicht! Man muss sie nur richtig schneiden, dann können sie gut aussehen. Richtig schneiden, das heisst, das Wesen der Pflanze zu respektieren und ihrer natürlichen Wuchsform gerecht zu werden. Büsche wachsen in der Natur niemals viereckig, und auch nicht als Kugeln. Büsche haben Äste, die sich frei entfalten wollen. Man schneidet also diejenigen Äste, die zu dicht stehen, direkt an der Basis heraus. Auch alle toten und alle sich überkreuzenden Äste werden bodeneben herausgeschnitten. So wird ein Busch ausgelichtet. Die Äste, die stehenbleiben, werden aber nicht eingekürzt. Denn dadurch würden sie sich unschön verzweigen und den berüchtigten Beseneffekt erzeugen. Büsche wie Magnolien, Rhododendren, Heidelbeeren oder Zwergmispeln werden gar nicht geschnitten, nie. Einzig tote Äste werden entfernt.

Die Kunst des Obstschnittes

Bei jungen Obstbäumen wird der sogenannte Erziehungsschnitt vorgenommen, um die Grundstruktur des Baumes zu formen. Dabei versucht man, die Äste möglichst in die Waagrechte wachsen zu lassen, weil sie so die meisten Früchte bilden. Sind die Bäume einmal etabliert, werden auch hier alle sich kreuzenden oder zu sehr nach innen wachsenden Äste entfernt. Die Kunst, den Ertrag der Obstbäume optimal zu fördern, ist aber nicht in zwei Sätzen zu erklären. Sie gehört zu jenen Gartenarbeiten, die man guten Gewissens einem Profigärtner überlassen darf. Vor allem, wenn es sich um besonders schöne, alte Obstbäume handelt.

Drei Tipps zum Büscheschneiden

Scharfe Schere und Säge

  • Qualitativ gutes Werkzeug mit scharfen Klingen erleichtert die manchmal nicht ganz einfache Arbeit am Gehölz.

Sicherheit geht vor

  • Beim Schneiden stets Arbeitshandschuhe und bei grösseren Gewächsen auch einen Helm tragen.

Bouquet gefällig?

  • Knospende Zweige in eine grosse Vase mit leicht warmem Wasser stellen, sie
    blühen dann im Haus auf.
 

Richtig sägen

Gardena-Produkte

Diese Gartensäge mit gehärteten Zahnspitzen ist aus Qualitätsfederstahl. Die verchromte Oberfläche bietet hohen Schutz gegen Korrosion und Verschleiss. Sie kostet Fr. 35.95 mit 20 Jahren Garantie. Der Gerätehandschuh (Fr. 22.75) besteht hauptsächlich aus Leder und ist geeignet für Arbeiten mit mechanischen und motorbetriebenen Gartengeräten. Diese Gartenprodukte gibt es bei Coop Bau + Hobby.

Zur Internetseite von Coop Bau + Hobby

Mehr von Sabine Reber

Sabine Reber hat jetzt auf Youtube ihren eigenen Kanal. Auf ihrer Facebookseite gibt es auch immer wieder Neuigkeiten.

Lesen Sie im Gartenblog wöchentlich mehr von Sabine Reber
Zum Youtube-Kanal von Sabine Reber
Die Facebookseite von Sabine Reber​
Folgen Sie Sabine Reber auf Twitter

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Montag 15.02.2016, 00:00 Uhr

Mehr zum Thema:

Alle Artikel zum Thema Garten
Sabines Gartenblog

Weiterempfehlen:

Die neuesten Kommentare zum Thema Garten:

Theresa Kaufmann antwortet vor 2 Wochen
Winzerfreuden: Der ganz private Rebberg
@Thomas Weiss: Wenn Trauben fü ... 
Lisa Walder antwortet vor 2 Monaten
Balkonobst: Fruchtig süsse Zeit
Wie gross müssen die Töpfe min ... 
Veronica antwortet vor 2 Monaten
Kostbares Nass: Giessen und Bewässern
Zwei Kübel Wasser hintragen un ... 

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?