Blaue Augen, beiges Fell, dunkle Nase: Da ist die Unterscheidung schwierig.

Die Familie hat einen Tick

Die Kundin und ihre sechs Katzen sind so weit gesund. Doch die ältere Dame scheint etwas zerstreut und die Katzen haben eine seltsame Angewohnheit. 

«Täglich finde ich irgendwo Erbrochenes», fing die zerstreute ältere Dame an. In den Körben waren immer zwei und zwei, insgesamt sechs Katzen, geduldig am Warten. Ich kratzte mich am Kopf. Welche hatte welches Problem? Und wie konnte ich das herausfinden? Allen sechs Katzen Blut zu nehmen war sicherlich zu teuer.
Eine nach der anderen wurde untersucht. Bereits nach der dritten Siamkatze hatte ich die Übersicht verloren. Sie glichen einander wie Zwillinge. «Es ist halt alles eine Familie!», meinte die Dame lächelnd. Da kam mir eine Idee. Eine entscheidende Frage hatte ich nicht gestellt. «Was ist denn im Erbrochenen genau?» Ich hatte richtig vermutet: «Es sind lauter Fasern. Teppichfransen, Haare und selbst Wollfasern meiner neuen Wolljacke!»

Welche ist welche? 

Alle waren so weit gesund. Ausser einigen tränenden Augen oder Zahnstein konnte ich keiner der sechs etwas anhängen. Aber eine dieser blauäugigen Schönheiten musste ein magenunfreundliches Hobby haben: Stoffe fressen. Typisch für das Fressen war auch, dass es heimlich geschah.

Die Besitzerin entschied sich, es mit Malzpaste zu versuchen und so die natürliche Ausscheidung zu fördern, um ein Erbrechen zu verhindern. Sollte das nicht helfen, so konnte ich immer noch die Katzen näher untersuchen. Gegen Abend kam ein Telefon. Die Besitzerin meinte, sie habe eine Katze Wolle fressen sehen. Es sei Ra gewesen! Oder doch Anubis? Allerdings könne es auch die Mama Nofretete gewesen sein, denn die drei seien sich besonders ähnlich.

Ich antwortete ungeduldig, dass so halt alle drei die Malzpaste erhalten müssen. Oder sie müsse ihre Katzen kennzeichnen. Aber auch dann müsste sie sich noch daran erinnern, welches Zeichen zu welcher Katze gehörte …

 

Haarige Hilfe

Die Whiskas-Anti-Hairball-Katzensnacks (60 g) reduzieren die Bildung von Haarballen und wirken so dem Erbrechen entgegen. Erhältlich in allen Coop-Supermärkten und unter www.coopathome.ch.

Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Alamy, Beatrice Thommen-Stöckli
Veröffentlicht:
Montag 09.11.2015, 15:04 Uhr

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