Junge Hunde sind verspielt und kümmern sich (noch) nicht um Frauchens und Herrchens Regeln.

Die Wasserspiele

Familie Ritter hat Zuwachs bekommen, ein kleiner Hundewelpe ist eingezogen. Er sieht nicht nur süss aus, sondern bringt auch bald den gesamten Haushalt durcheinander.

Um zwei Uhr morgens läutete der Wecker. Hatte ich mir das wirklich angetan? Todmüde holte ich das kleine Hundchen und ging nach draussen. Wir hatten unseren verstorbenen Dackel sehr vermisst und einen neuen Welpen gekauft. Doch hatte ich mir das mit dem Pipi alle vier Stunden wirklich gut überlegt?
Zurück in der Küche, fiel mir auf, dass der Trinknapf unseres grossen Hundes leer und verdreckt war. Dafür war der Küchenboden nass. Sicher hatte ich mitten in der Nacht nichts anderes zu tun, als den Küchenboden zu putzen und den Wassernapf zu füllen. Der grosse Hund nahm das frische Wasser dankbar an, denn er mochte zu Hause kein Dreckwasser. Ganz anders war er draus-
sen: Da konnte Wasser nie schmutzig genug sein, um es zu trinken.

Am nächsten Morgen dasselbe Bild: Küche unter Wasser und leerer Napf. Dafür hatte ich eine frische Spur: Kleine Hundepfotenabdrücke führten von der Küche direkt ins Baby-Hundekörbchen. Dort schaute mich ein völlig unschuldiges Welpchen an und versuchte, die nassen Pfoten unter dem Köper zu verstecken. Wir kauften eine Hundebar, so hoch, dass unser Welpchen sie nicht erreichen konnte. Tasso war zufrieden. Immer klares Wasser auf Schulterhöhe und unter der Hundebar war ein kleiner Napf mit wenig Wasser für den Welpen. Da er den kleinen Napf ebenfalls mit seinem Spielen leerte, kam ein Frotteetuch unter das Ganze. Kurz darauf schepperte es und ein Welpe mit Lausebengelgesicht floh aus der Küche. Er hatte mit dem Tuch gespielt und alles umgeworfen. Der grosse Tasso war unzufrieden. Ab diesem Tag blieb die Küchentür geschlossen und die Hunde mussten artig davor warten, bis sie trinken durften. Das Wasser aber blieb im Napf. Nach einiger Zeit erlaubten wir den Hunden wieder freien Zugang zum Wassernapf. Der Welpe liess ihn brav in Ruhe. Bis er eines Tages entdeckte, dass man wunderbar Plüschtierchen darin baden konnte. Schön nach dem Motto: Wenn ich nicht darf, dann mein Spielzeug!

Eines Tages kam meine Tochter lachend aus der Küche: «Mama, unser Welpe Nori hat eine Rolle Toilettenpapier gefunden und gebadet!» Es ist Zeit für den Sommer!

 (Coopzeitung Nr. 16/2014)

Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Alamy
Veröffentlicht:
Montag 14.04.2014, 00:00 Uhr

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