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Stefan Fehlmann
schreibt am 18.06.2012


Die grossen Fragen unserer Zeit

Was tragen die Schotten nun wirklich unter ihrem Rock?

Meine Damen und Herren, ich kann Ihnen anvertrauen: wir sind doch noch in Edinburgh und damit in Schottland angekommen. Ich war nicht ganz unglücklich darüber, denn so schön Zugfahren auch ist, nach ein paar Stunden habs ich mehr als nur gesehen. Bis wir im Hotel eintrafen, wars doch ziemlich spät und bis ich dann wieder mehrmals vergeblich versucht hatte, den Blog hochzuladen, noch später. Also gabs bei mir zum Nachtessen ein grosses Bier. Das wars dann auch schon. Ich hab dafür beim Frühstück, welches seinem Namensteil früh wieder einmal alle Ehre gemacht hatte, ein wenig kräftiger zugelangt. Eine weise Entscheidung, wie sich bald herausstellen sollte, denn die Fahrt zu Balmoral Castle dauerte, unterbrochen von zwei kurzen Pausen, immerhin vier Stunden. Wobei aber die einmalige Landschaft der Highlands einem für die Strapazen mehr als nur Entschädigte. Dort angekommen gings für ein paar wenige Auserwählte gleich weiter zur Besichtigung einer Whisky-Destillerie, derweil das Gros der Gruppe sich in den Schlossgärten verlustierte. Das war perfekt, somit musste der zu degustierende Whisky nicht auf all zu viele Kehlen aufgeteilt werden. Aber natürlich habe ich mir auf dem Rückweg den schottischen Sommersitz der Royals, also der Queen, auch noch kurz angesehen. Und glauben Sie mir, ich habe nicht doppelt gesehen: der ist ziemlich gross. Sie, ich tät den nicht haben wollen! Was meinen Sie, wie lange das dauert, bis die arme Queen hier sauber gemacht hat?

Dann doch lieber Mittagessen. Und das hat sich, nach der üblichen Konfusion im Service, woran aber unsere Gruppe nicht immer gänzlich unschuldig ist, als Volltreffer erwiesen. Echt köstlich. Unter anderem ein Salat mit Tomaten so gross wie Rosinen. Aber voll aromatisch.  Warum die aber so klein waren bleibt mir ein Rätsel. Das wird ja wohl kaum am den Schotten nachgesagten Geiz gelegen haben. Apropos Schotten; auf der Weiterfahrt zu Glamis Castle hatten wir im Bus wieder Zeit genug den wirklich wichtigen Fragen unserer Zeit nachzugehen. Zum Beispiel, was trägt der Schotte nun wirklich unterm Rock. Die Antwort heisst: Nichts. Zumindest traditioneller Weise nichts. Und um Traditionen dreht sich hier ja fast alles. Wenn Sie, meine Herren, diese schöne Tradition auch einmal ausleben wollen, gedenken Sie Marilyn Monroe und nehmen Sie sich vor Lüftungsschächten in Acht. Zumindest, wenn Sie etwas zu verbergen haben. Aber eben, wo war ich? Ach ja, Glamis Castle. Dort kam nicht nur Prinzessin Margret auf die Welt, sondern befindet sich auch das Kinderzimmer der Queen’s Mum selig. Ob man nach meinem Gang über den Jordan mein Kinderzimmer auch der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte? So mit allen aufgehängten Modellflugzeugen? Nun gut, man wird’s rekonstruieren müssen. Aber warum eigentlich nicht? Ich denk mal darüber nach. Aber dazu brauche ich ein Bier. Sobald wir wieder in Edinburgh sind. Schliesslich wars wieder ein langer, aber spannender Tag. Prost!


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