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Matthias Zehnder
schreibt am 16.01.2012 in Editorial


Die stinkende Rose

Mit dem Knoblauch ist das so eine Sache. Gesund soll er sein, wahre Wunder soll er wirken, schmecken tut er gut – aber er riecht. Die alten Griechen beispielsweise durften nach dem Genuss von Knoblauch den Tempel nicht betreten, weil sie sonst die Nase der Götter beleidigt hätten. Sie nannten den Knoblauch denn auch «stinkende Rose». Das ist ein botanischer Irrtum.

Denn der Knoblauch ist eine Lilie, aber es ist schön gesagt. Knoblauch ist die neben Getreide älteste Kulturpflanze der Welt. Ursprünglich kommt der Knoblauch aus der Gegend rund um Usbekistan.

Die Ägypter schätzten seine stärkende Wirkung. Als die täglichen Knoblauchrationen ausblieben, hat das den Arbeitern, welche die Cheopspyramide bauten, so gestunken, dass sie die Arbeit niederlegten – das Ausbleiben des Knoblauchs führte zum ersten, bezeugten Streik der Geschichte.

Von den Ägyptern übernahmen die Juden den Knoblauch – im 4. Buch Mose erwähnt Moses die Knolle. Die jüdische Bevölkerung hielt dem Knoblauch die Treue. Die Römer nannten sie deshalb «die Stinkenden». Das focht sie nicht an. Sie wussten: Wer 100 Jahre lang täglich Knoblauch isst, hat gute Chancen, alt zu werden.


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