Andrea Jansen, mobile Moderatorin

Drama, Baby!

Hollywood vs. reales Leben beim Kinderkriegen – immer schön locker bleiben!

Der Taxifahrer zieht das Steuer in die Kurve, hupt frenetisch an der Ampel, wirft immer wieder einen besorgten Blick in den Rückspiegel und fragt sich, ob der neue Lederbezug diese Fahrt überleben wird. Auf dem Rücksitz stöhnt und windet sich eine Frau, hält sich den Unterbauch, hechelt, während der Mann daneben abwechslungsweise «Pressen» und «Fahr doch schneller!» in alle Richtungen ruft. So weit im Film.

Der Handlung wegen erleben so ziemlich alle werdenden Filmmütter Sturzgeburten, bei denen zwischen Einsetzen der Wehen und der Niederkunft vielleicht zwanzig Minuten liegen (oder je nachdem, wie lange der Film noch dauert). Kein Wunder, sitzen reale Erstmütter wie auf Kohlen, berechnen den Weg zum Spital mit und ohne Verkehr und tragen das Geburtsköfferli am liebsten immer bei sich. Was viel wahrscheinlicher ist: Du lässt dich mit vermeintlich starken Rückenschmerzen ins Spital fahren – eine Freundin hat sich sogar noch selber ans Steuer gesetzt –, wo du dann umgehend zum Spazieren geschickt wirst, um die Wehen so richtig anzutreiben. Vier bis zehn Stunden später ist das Baby da. Auch ohne rasante Taxifahrt und ruiniertes Sitzleder eine Dramaturgie, die den Eltern für immer bleiben wird …

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Text: Andrea Jansen

Foto:
Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 27.02.2017, 15:34 Uhr

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