Ein kleines, kränkelndes Büsi aufzupäppeln erfordert viel Zeit und noch mehr Tierliebe.

Ein Mann wird Mama!

Ein Katzenleben kann hart sein, wenn es in einer unseriösen Zucht beginnt und mit Krankheiten endet. Doch Struppi, Schupfi und Mägerli halten sich tapfer.

Stinkend und traurig sassen die kleinen Katzen auf dem Praxistisch. Sie waren das Ergebnis des geplatzten Traumes eines Möchtegern-Züchters. Er hatte zwei Rassen gekreuzt und gehofft, dass die Jungtiere sich verkaufen würden «wie warme Weggli». Was er aber nicht berechnet hatte: die Kosten und der zeitliche Aufwand, den eine gute Katzenzucht erfordert. Bald war er auf Jungkatzen sitzen geblieben. Er bekam auch finanzielle Probleme und die Wohnungskündigung wegen der vielen Katzen.

Einschläfern? Sicher nicht!

Ich fragte mich, wie freiwillig er mit seinem Korb mit kranken Babykatzen bei mir war. «Die gesunden sind im Tierheim. Diese da müssen Sie einschläfern. Durchfall und Schnupfen, nichts zu machen!», meinte er. Ich wusste, dass er eh nichts bezahlen konnte. Eine Stiftung hatte geholfen, alle Katzen zu kastrieren. Sie würde auch für die Pflege der Kleinen aufkommen. In unserer Praxis aber herrschte reger Alltag. Wer hatte die Zeit, alle drei Stunden mit Engelsgeduld die Kleinen zu baden, zu füttern und zu pflegen? Fremdplatzieren ging nicht, da sie noch auf Spritzen und Medikamente angewiesen waren. Unser Praktikant, der eigentlich das Archiv sortieren sollte, wurde kurzerhand zum Pfleger befördert. Wir nannten die drei Struppi, Schupfi und Mägerli.

Nach vielen Rückfällen nahmen sie zu. An einem Wochenende, als ich Katzendienst hatte, fiel mir auf, dass sie nicht trinken wollten. Gleich montags fragte ich den Praktikanten, wie er das mache. Da zeigte er mir etwas. Lief er in ein Zimmer, sprangen die Kleinen ihm nach. Sie hatten ihn zu ihrer Mama erkoren und wollten von mir als Fremde nichts annehmen! «Deine Anstellung wurde soeben verlängert», verkündete ich ihm. «Bis die Kleinen in ihr neues Zuhause können. Du bist unersetzlich!»

 

Milch für Katzen

Katzen und Kätzchen lieben den Geschmack der cremigen Whiskas Cat Milk, die auf ihren Nährstoffbedarf abgestimmt ist.

Ein feines Zusatzfuttermittel. Erhältlich in Coop-Supermärkten und Bau + Hobby-Märkten mit Tierbedarfsabteilung.

 

Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

Zu unserer Online-Tiercommunity
Alle Inhalte der Coopzeitung zum Thema Tiere 

Kommentare (1)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Fotolia, zVg
Veröffentlicht:
Montag 01.12.2014, 16:48 Uhr

Mehr zum Thema:

Mehr Geschichten aus der Tierarztpraxis

Weiterempfehlen:

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:


Die neuesten Kommentare zu den Geschichten aus der Tierarztpraxis:

Ursula antwortet vor 2 Wochen
Eins, zwei – ganz viele
Vielen Dank, mir gefallen alle ... 
Smithc477 antwortet vor 2 Monaten
Mein Hund, dein Hund
Awesome article post.Thanks Ag ... 
Sonja Tschudin antwortet vor 2 Monaten
Noro wahrt die Haltung
Für ältere Hunde, die plötzlic ... 


Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?