Welche Jeans passt zu mir?

Bei der grossen Auswahl an Hosenmodellen ist es gar nicht so einfach, das Richtige zu finden. Ein Überblick über die verschiedenen Schnitte und ein Blick auf Trends können helfen, Frust und Fehlkäufe zu ersparen.

Die Jeans ist die Alltagshose schlechthin und nicht mehr aus unseren Kleiderschränken wegzudenken. «Die Jeans ist für mich eines der wichtigsten Basics», sagt auch Styling-Beraterin Luisa Rossi. Kein Wunder, denn mittlerweile gibt es so viele verschiedene Modelle, dass sich für jede Figur und jeden Geschmack etwas Passendes finden lässt. Weil viele Jeans einen hohen Anteil an Elastan haben, passen sie sich der Figur an und sind sehr bequem. «Auch Frauen mit Figurproblemen können sie tragen», verrät Rossi. Wem solche Jeans zu eng sind, kann sich trösten: «Derzeit ist es im Trend, dass eine Jeans nicht mehr 100-prozentig sitzen muss, sondern gerne etwas weiter sein kann», sagt Luisa Rossi. «Sie muss vor allem lässig aussehen. So ist der Coolness-Faktor höher.» Ein solches Hosenmodell ist etwa die Boyfriend-Hose: «Diese lässig geschnittene Jeans hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt», so Rossi. «Auf der anderen Seite sind auch klassische Schnitte mit einem etwas höheren Bund wieder in», wenn auch wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht mehr wegzudenken seien auch die Röhrenjeans.

Die Palette ist gross
Aber nicht nur bei den Hosenschnitten ist die Auswahl gross, sondern auch bei deren Ausgestaltung. «Von Hosen mit verschiedenen Applikationen und Mustern bis zu ganz schlichten mit einem sauberen Schnitt ist alles zu haben», so die Mode-Expertin. «Auch die Bandbreite an Farben und Waschungen ist riesig.» Blaue Jeans gibt es in allen Tönen – von ganz dunkel bis ganz hell. Auch Schwarz ist in. «Manche Exemplare sind beschichtet und glänzen, sodass sie aussehen, als seien sie aus Leder.»

 

 

Die Jeans passt fast immer
Chic wirken vor allem schlichte, dunkle Jeans. «Insbesondere, wenn man sie mit hohen Schuhen, einem schönen Gürtel oder einem Blazer kombiniert», so Rossi. Trägt man hingegen flache Schuhe und ein T-Shirt dazu, wirkt dieselbe Hose wiederum eher sportlich. Diese Möglichkeiten machen die Jeans zur Hose für jede Gelegenheit – für fast jede. «In manchen Berufen wie etwa in der Banken-Branche sind allerdings noch immer Stoffhosen oder ein Zweiteiler mit Jupe die richtige Wahl», gibt Rossi zu bedenken. Und auch auf Hochzeiten sollte man eher von Jeans absehen: «Das ist doch die Gelegenheit, sich mal richtig fein zu machen und die Jeans im Schrank zu lassen.»

Eine gute Alternative zur Jeans-Hose ist übrigens der Jeans-Jupe. «Der sieht total lässig aus mit einer Legging», so Luisa Rossi. Er lässt sich zudem gut kombinieren und ist so sehr wandelbar. Vor allem mit der Wahl der Schuhe kann man seine Wirkung beeinflussen: Vom Stiefel über die Bottine bis zu Turnschuh oder Ballerina liegt alles drin.

«

Wann kann man Jeans tragen?»

Passen Jeans zu jeder Gelegenheit? Oder gibt es Situationen, in denen sie tabu sind?

Für jeden gibt es den passenden Schnitt

Bootcut
Die Beinform ist am Oberschenkel relativ eng geschnitten und läuft gegen unten leicht auseinander, sodass die Hose über den Stiefeln getragen werden kann. Frauen mit breiteren Oberschenkeln, kräftigen Waden und etwas breiteren Hüften können sie gut tragen. Frauen mit kurzen Beinen können diese mit einer Bootcut länger erscheinen lassen.

 
 

Boyfriend
Es soll aussehen, als ob die Frau die «Hose ihres Freundes» trägt. Sie ist daher nicht figurbetont. Oft sitzt der Hosenbund etwas tiefer als üblich, der Schnitt ist daher eher weit. Das macht die Hose besonders bequem (Comfort fit). Die Hosenbeine werden oft etwas hochgekrempelt. Der Schnitt eignet sich für Frauen mit wenig Taille. Kräftige Oberschenkel werden damit kaschiert.

 
 

Regular Fit
Der klassische Jeansschnitt hat einen geraden Beinverlauf (Straight Leg) und ist nicht allzu figurbetont. Sie hat meist fünf Taschen, zwei hinten, zwei vorne und zusätzlich eine kleine Münztasche. Diese Jeansform passt eigentlich allen Frauen, die nicht besonders mollig oder sehr dünn sind.

 
 

Slim Fit
Diese figurbetonten Jeans (auch Röhren genannt) sind eng anliegend und folgen der Beinform bis zu den Knöcheln. Eine extreme Form eines Slim fit ist die Skinny-Jeans. Die anliegende Slim-fit-Jeans sieht gut aus an schlanken Frauen mit schlanken Beinen, die auch keinen Hüftspeck haben.

 
 

Tapered
Sie ist an Hüfte und Hintern bequem geschnitten (wie die Karotten-Jeans) und daher beliebt. Der Beinverlauf wird gegen unten enger, bis der Stoff an den Knöcheln anliegt. Der Bund der Tapered sitzt locker auf der Hüfte. Keilförmige Hosen wie diese eignen sich speziell für schlanke Frauen mit Rundungen um die Hüften. Tapered stehen aber auch etwas fülligeren Frauen.

 
 

Marlene
Die weiten, gerade geschnittenen Hosen sind an der Taille eng geschnitten, Hintern und Hüften werden betont. Das Bein wird nach unten weiter. Der Saum reicht fast bis auf den Boden. Marlene Dietrich trug gern solch weite, gerade geschnittene Hosen.
Voraussetzung für das Tragen ist eine schmale Taille. Vor allem grossen Frauen stehen diese Jeans. Rundliche Frauen sollten davon absehen.

 
 

Low Rise
Sie werden auch Hüftjeans (Hipster) genannt: Der Hosenbund sitzt auf der Hüfte und ist daher eher niedrig. Eine Extremform der Hüftjeans ist die Baggy-Jeans. Bei ihr liegt der Hosenbund sogar unter der Hüfte. Es kommt es sehr auf den Schnitt an, wem diese Hosen passen und wem nicht. Röhren-Hüftjeans eignen sich für schlankere Frauen, weiter geschnittene Hüftjeans sehen auch an molligeren Frauen gut aus und verdecken sogar unliebsame Pölsterchen an Po, Hüften und Oberschenkeln.

 
 

High Waist
Der Hosenbund sitzt am oberen Taillenende. Die Beine wirken dadurch optisch länger, die Taille wirkt hingegen kürzer. Diese Bundhöhe ist sehr figurfreundlich. Optimal sind High-Waist-Jeans für kleine und rundlichere Frauen, da sie optisch strecken und sie so grösser wirken. Auch kleine Pölsterchen oder ein Bäuchlein kann man gut kaschieren. Grosse Frauen scheinen damit noch längere Beine zu haben.

Ihre Jeans verdienen das Beste

Vor dem Waschen

  • Reissverschlüsse und Knöpfe schliessen.
  • Jeans auf links drehen zum Waschen.

Waschen

  • Nicht heisser als 30 bis 40 Grad. 
  • Ähnliche Farben zusammen waschen.
  • Fein- und Colorwaschmittel verwenden.
  • Heller gewordene dunkelblaue Jeans kann man mit einer Neuen im gleichen Farbton zusammen waschen, um sie nachzufärben. Bei leuchtenden Farben ist allerdings Vorsicht geboten.
  • Keinen Weichspüler verwenden. 
  • Keine Aufheller und Bleichmittel verwenden.
  • Nicht mehr als 3 Jeans aufs Mal waschen, da nasse Jeans sehr schwer werden.
  • Stretch-Jeans nicht schleudern, da sie sonst an Elastizität verlieren.

Trocknen

  • Nicht im Tumbler trocknen, sondern aufhängen, am besten an den Hosenbeinen, damit es keine Streifen gibt. 
  • Nicht in der Sonne trocknen lassen.

Bügeln

  • Immer auf der linken Seite bügeln.

Aufbewahren

  • Auf Hosenbügeln in den Schrank hängen.

Hier noch zwei weitere Modelle:

Push up Jeans
Diese Jeans funktioniert nach demselben Prinzip wie der Push-Up-BH: Sie sorgt für einen wohlgeformten Hintern, indem sie ihn stützt.. Die Hosentaschen sind kleiner und sitzen direkt auf den Pobacken. Der Hintern erscheint dadurch voller und runder. Viele Push-Up-Jeans lassen auch den Bauch flacher erscheinen. Perfekt für Frauen, die mit der Form ihren Hintern unzufrieden sind und diesen zu flach finden. Wer seinen Hintern zu gross findet, sollte eine Hose wählen, die den gegenteiligen Effekt der Push-Up-Jeans hat: Tief sitzende Hosentaschen, Hosenbund auf der Hüfte.

Loose fit
Diese Hose sitzt eher locker. Vor allem am Gesäss ist sie grosszügig geschnitten. Dies ist denn auch das entscheidende Kriterium, ob eine Hose «Loose fit» ist. Die Beinform ist nicht ausschlaggebend. Kleinere Menschen machen sich durch weite Hosen eher noch kleiner. Bei einem dickeren Po empfiehlt sich dieser Schnitt nicht.

Jeans-Werbungen als Plakate

 

Einige TV-Spots

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Noëmi Kern

Redaktorin

Foto:
Anja Denz, zVg
Veröffentlicht:
Montag 27.10.2014, 15:42 Uhr

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