Service-Zukunft? Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Japans Premier Shinzō Abe an der IT-Messe CeBIT.

Eine neue Roboter-Generation tritt an

Die weltgrösste IT-Messe in Hannover zeigt: Roboter werden künftig immer mehr Alltagsaufgaben übernehmen, ob im Spital oder im Restaurant.

Hier in Europa verursachen sie noch gemischte Gefühle, in Japan gehören sie für viele Menschen zum Alltag: humanoide Roboter. An der CeBIT, der weltgrössten Messe für Informationstechnik in Hannover, hatten diese elektronischen Helfer letzte Woche ihren grossen Auftritt.

Einige davon stehen nicht an den Fliessbändern in grossen Fabriken, sondern im direkten Kontakt mit den Menschen. So muss man sich wohl langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass man bei der Anmeldung im Spital der Zukunft nicht von einem Menschen, sondern von Hospi-Rimo empfangen wird. Dieser Roboter von Panasonic kann selbstständig durch die Gänge des Spitals fahren, mit bettlägerigen Patienten kommunizieren und damit den Kontakt mit Ärzten oder Pflegern optimieren. Auch im Restaurant ist künftig nicht mehr sicher, dass ein Mensch Ihnen das Essen an den Tisch bringt. So bediente an der CeBIT ein Sushi-Roboter aus dem diesjährigen Gastland Japan – unter anderem dessen Premierminister Shinzō Abe und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Eine Art Volksroboter könnte Franka Emika werden. Die Entwickler spendierten dem Roboterarm eine Vielzahl an Sensoren, das Gerät ist lernfähig und für rund 10 000 Franken zudem sehr günstig. Der Roboter ist kinderleicht zu programmieren, was ihn auch für kleine Unternehmen attraktiv macht. Will der Benutzer dem Roboterarm neue Aufgaben beibringen, fügt er einfach via Tablet eine entsprechende App hinzu. Die Elektronik erkennt Hindernisse und stoppt den Einsatz sofort, um die Sicherheit der Benutzer zu wahren.

Parkieren via App

Ein weiterer CeBIT-Schwerpunkt war die Optimierung des Verkehrs. Die Deutsche Telekom zeigte das Projekt Smart Parking: Tellergrosse Sensoren, die an den Parkplätzen angebracht werden, melden ihren Status – frei oder besetzt – an einen zentralen Computer. Autofahrer können über eine App abrufen, wo sie den nächsten freien Platz finden. Nebenbei wird hier ein spezielles Mobilfunknetz für das Internet der Dinge getestet: eine Art Schmalbandnetz, das sich für diese kleinen Geräte besser eignen soll als das herkömmliche Mobilnetz.

Vogelperspektive

Für mehr Erlebnis im Museum soll Epsons neue Augmented-Reality-Datenbrille Moverio BT-350 sorgen. Im Unterschied zu einer Virtual-Reality-Brille ist das Glas halb transparent. Die Benutzer nehmen daher ihre Umwelt weiterhin wahr, können aber zusätzliche Infos über die Exponate einblenden. Die BT-300, ein zweites Modell, wurde unter anderem für Drohnenpiloten entwickelt: Nach der Verbindung mit der Kamera des Flugobjektes sehen sie den Live-Stream aus der Luft und können sich wie im Cockpit fühlen.

Kicker-News

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Reuters, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 27.03.2017, 09:17 Uhr

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