Sie:

Schneider behauptet, er würde bei einem uralten Autorennen auf die Technik und den Stil achten. Nein, ich glaube eher dies: Früher starrten die Männer ins Feuer und schwiegen. Das waren die Momente, in denen sie einfach sein konnten, was sie letztlich sind: Wesen, die nichts denken müssen. Heute brennen deutlich weniger Feuer, aber dafür es gibt Youtube. Das ist für Schneider vermutlich das gleiche: Er schaut ein altes Autorennen, was zu kompletter Leere in seinem Kopf führt und das ist für ihn ganz offensichtlich ein glücklicher Zustand. So gesehen finde ich es in Ordnung, wenn er das tut, während wir anderen schlafen. So bekomme ich nicht mit, dass er nichts von dem, was um ihn herum geschieht, mitbekommt. 

Er:

Ich kann Schreibers Argumentation natürlich nicht folgen. Sie schaut sich die Serie «Türkisch für Anfänger» mehrmals an. Jedes Mal passiert genau dasselbe. Und sie weiss es. Aber trotzdem findet sie es in Ordnung, die DVD wieder und wieder abzuspielen. Es geht eben nicht darum, jedes Mal dem Ungewissen zuzusehen und abzuwarten, was passiert. Manchmal geht es viel mehr darum, die Gewissheit zu haben und zu wissen, was als nächstes passiert. Geschieht in unserem Leben ja nicht allzu oft. Umso schöner, wenn sich man ab und an in diese Lage versetzen kann. Denn das entspannt in der Tat. 

Wer konnte Sie überzeugen?

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