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Matthias Zehnder
schreibt am 17.10.2011 in Editorial


Es lebe der Röstigraben!

Neuen Untersuchungen zufolge ist der Röstigraben gar nicht so tief: Hüben und drüben isst man etwa dieselben Lebensmittel. Bloss auf sehr unterschiedliche Art und Weise (siehe auch unser Artikel mit Selbsttest)!

Lausanner unterscheiden sich schon von den Luzernern. Ganz zu schweigen von den Genfern und den Appenzellern. Weniger in dem, was sie essen, als in dem, wie sie es essen. Und wann. Für uns Deutschschweizer ist die Versuchung trotzdem gross, den Röstigraben zu negieren.

Kunststück: Wir haben auch nicht darunter zu leiden. Deutschschweizer sind in der Mehrheit und überstimmen die Romands regelmässig. Im Zweifelsfall bleiben wir unter uns, wir sind auf die anderen ja nicht angewiesen. Doch es gibt ihn, den Röstigraben.

Das stelle ich auch in meiner täglichen Arbeit mit Romands fest: Sie ticken anders. Es kommt immer wieder zu Missverständnissen, die nicht auf die Sprache zurückzuführen sind. Die Unterschiede sind oft so gross, dass ich mich wundere, wie gut die Schweiz trotzdem funktioniert.

Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass der Graben eben nur in der Rösti ist. Wir essen unterschiedlich, aber wir sitzen alle am selben Tisch. Und so lange wir den Tisch teilen, sind Unterschiede auf dem Teller eine Bereicherung.


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