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Familienauto mit Stil

Kaum ein Van ist günstiger – dabei sieht er gut aus und bietet viel Komfort.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist

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Schon der Name ist verheissungsvoll: statt kryptischer Kürzel aus Zahlen und Buchstaben «Grand Scenic». Tönt nach atemberaubenden Landschaften, nach Abenteuer und Aufbruch. Renaults siebenplätziger Familienvan trägt das Versprechen sozusagen auf der Heckklappe. Passt perfekt zu solch einem Reiseauto. «Espace» (Raum) hätte genauso gut gepasst, aber dieser Name ist dem Platzhirsch im Re-nault-Programm vorbehalten, der noch eine Grössenklasse höher rangiert. Gut 20 Zentimeter weniger Länge beim gros-sen Scenic lassen in der zweiten und der optionalen dritten Sitzreihe dann doch weniger Platz. Mich würde das als Familienvater aber nicht stören – auf den hinteren Plätzen lassen sich problemlos fünf Kids zum Fussballtraining chauffieren. Ausserdem lässt sich die zweite Reihe längs verschieben. Bis zu 1773 Liter Gepäck fasst der Kofferraum mit seiner nicht gerade leichten Heckklappe; werden alle Sitze aufgestellt, schrumpft er auf 189 Liter. Ein Argument, auf die 900 Franken teuren Plätze sechs und sieben zu verzichten, wenn man sie nicht wirklich braucht.

Absolut langstreckentauglich

Vorn wirkt der Grand Scenic fast schon oberklassig, solange man die Versionen Bose oder Initiale Paris ordert. Dann hat auch er den grossen Touchscreen im Hochformat, über den alle Funktionen von Fahrprogramm bis Klimatisierung und Sitzmassage bedient werden und in dessen Auswahlmenüs man sich verlaufen kann. Ich würde einmal eine halbe Stunde investieren, um alles zu konfigurieren – danach nutzt man sowieso nur normale Funktionen wie Navi und Radio. Vorsicht bei der verschiebbaren XXL-Staubox zwischen den absolut langstreckentauglichen Vordersitzen – nicht den Finger einklemmen!

Deutlich karger kommt die Einstiegsversion Life daher. Sieht man vom hauseigegen Mitbewerber Dacia Lodgy ab, ist sie mit dem 115-PS-Basisbenziner für 24 300 Franken aber die günstigste Möglichkeit, solch einen Van zu fahren.

Empfehlen möchte ich diesen Motor aber nicht – vor allem bei voller Besetzung dürfte sein Verbrauch ziemlich hoch ausfallen. Besser geeignet scheint der kleinste Turbodiesel mit 110 PS und genügend Drehmoment, um den Grand Scenic auch die Autobahnsteigung hi-naufzuschaffen. Seit Kurzem bietet Renault diesen Motor optional mit Hybridsystem an: Ein 48-Volt-Elektromotor rekuperiert beim Bremsen und unterstützt – von einer kleinen Batterie gespeist – gleich danach beim Anfahren. Theoretisch spart er so vier Dezi Sprit je 100 Kilometer. Leider ist er erst ab Ausstattung Zen lieferbar – für dann 2800 Franken Mehrpreis.

Wirklich begeistert hat mich aber das Äussere des Grand Scenic – weit weg vom Kastendesign, und so schön wie die Aussicht.

Zusammenfassung

Platzangebot ★★
Komfort ★★★★
Kosten/Nutzen ★★

Motor und Antrieb

  • 4-Zylinder-Turbodiesel
  • 1,5 Liter, 81 kW/110 PS
  • manuelles Sechsgang-Getriebe, Frontantrieb

Verbrauch und CO2

  • 4,0 l/100 km, 104 g/km CO2 

  • Euro 6, Energieetikette A

Preis

ab 25 700 Franken

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zVg
Veröffentlicht:
Montag 17.07.2017, 10:00 Uhr

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