Azaleen sind dankbare und farbenprächtige Winterblüher.

Farbtupfer: Ein Hauch Alpenrösli

Zimmerazaleen gehören zu den dankbarsten Winterblühern. Mit den richtigen Pflegetricks werden sie auch als Hauspflanzen alt und knorrig.

Ein scharlachrot blühendes Büschel Blüemlisalp-Erinnerungen, ein alpiner Sommertraum mitten im Winter in der warmen Stube? Klar doch, dafür gibt es die Zimmerazaleen. Jedenfalls kommen mir immer Alpenrosen in den Sinn, wenn ich Zimmerazaleen sehe: «Alperose sy das gsy denn ...» wie Polo Hofer und Hanery Amman selig zu singen pflegten. Im Gedenken an die beiden stimme ich nun ein kleines Loblied auf die Zimmerazaleen an, diese hübsch domestizierten Verwandten unserer einheimischen Bergrhododendren.

Da nebst ein bisschen Berndeutsch auch etwas Latein nie schaden kann: Alpenrosen heissen botanisch Rhododendron ferrugineum. Bei den Zimmerazaleen handelt es sich um Rhododendron japonicum (Japanische Azalee) oder um Rhododendron simsii (Indische Azalee). Mit scharlachroten Blüten sehen sie sich  alle verblüffend ähnlich. Doch es wurden auch andersfarbige Zimmerazaleen gezüchtet: mit ein- oder zweifarbig rosa, lila und weissen Blüten.

Angenehm kühl

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Die wilden Azaleen und Rhododendren können hundert Jahre oder älter werden. Die knorrigen Stämmchen der kleinblättrigen immergrünen Sträucher verraten, dass sie schon manches Unwetter erduldet haben. Auch Zimmerazaleen sind eigentlich für ein langes Leben geschaffen. Nur muss man ihnen die Chance geben, alt zu werden, muss also ihre Bedürfnisse einigermassen berücksichtigen. Sie stammen aus feuchten, kühlen Bergwäldern in Ostasien. Entsprechend mögen sie schattige, nicht zu warme Plätzchen. Ein kühles Schlafzimmer mit 15 bis maximal 20 Grad ist ideal, oder ein helles, nicht zu sonniges Treppenhaus. Wenn sie wärmer haben, verblühen die Zimmerazaleen schnell. An einem angenehm kühlen Standort blühen sie je nach Sorte oft bis weit in den April hinein. Ihre Blühfreudigkeit wird unterstützt, wenn Verblühtes stets sorgfältig ausgebrochen wird. So bilden sich nochmals neue Knospen.

Richtig giessen und düngen

Azaleen haben einen verfilzten Wurzelballen, der recht empfindlich ist. Idealerweise sollte er sich anfühlen wie ein gut ausgedrückter Schwamm. Er darf niemals austrocknen. Kalk vertragen die Zimmerazaleen ganz schlecht. Am besten giesst man sie mit Regenwasser. Auch mit dem Düngen muss man aufpassen, da die feinen Wurzeln von zu viel Dünger leicht verbrennen können. Düngen Sie die Zimmerazaleen nicht im Winter. Geben Sie ihnen alle zwei Wochen schwach verdünnten Flüssigdünger, wenn sie im Sommer draussen auf dem Balkon oder im Garten an einem schattigen Plätzchen stehen. Sobald sie im September neue Knospen bilden, kommen sie wieder in einen kühlen Raum, wo sie ab Dezember erneut aufblühen.

  

Neue Sorten

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Hortinno-Azaleen
In grösseren Coop-Verkaufsstellen und bei Coop Bau + Hobby finden Sie  nun Zimmerazaleen, die bei der Öffnung der Blüten keine braunen Blütenblätter mehr verlieren und die auch bei nicht ganz optimalem Standort lange blühen. Diese Pure-Hortinno-Sorten mit gleichnamiger Etikette erkennen Sie an besonders glänzendem Laub.

Je nach Gösse kosten sie zwischen Fr. 7.95 (Aktions-preis für den Topf mit ø 12 cm) und Fr. 19.95. Die oben gezeigte im Topf mit ø 16 cm kostet Fr. 19.95.

Drei Tipps zu Ihren Azaleen

Kein Kalk bitte!
Azaleen mit Regenwasser giessen. Saure Rhododendronerde verwenden.

Keine trockenen Wurzeln
Der Wurzelballen muss stets feucht sein, darf aber nicht im Wasser stehen.

Nicht zu viel Dünger
Düngen sollten Sie nur spärlich und nur im Sommer – nicht während der Blütezeit.

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Sabine Reber

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Veröffentlicht:
Montag 22.01.2018, 09:16 Uhr

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