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Gleich vorneweg: Wird es tatsächlich zum «Big Wedding», zur grossen Hochzeit zwischen Alejandro und Missy kommen?

Die Geschwister von Alejandro, Jared und Lyla, gönnen ihrem Bruder ihr Glück sehr – auch weil sie selbst nicht immer so das Glück in Beziehungsfragen auf ihrer Seite haben.

Die zukünftige Schwiegermutter von Alejandro ist eine ziemlich seltsame Person, die auf einem anderen Planeten zu leben scheint. Doch auch sie hat ihr Geheimnis. Mehr sei hier nicht verraten. Singen kann sie auf jeden Fall.

Robert de Niro spielt den Vater und Susan Sarandon seine jetzige Freundin. Sie hat seine Kinder zu einem grossen Teil grossgezogen.

Noch immer ist nicht klar, ob die Hochzeit stattfinden wird. Robert de Niro hat sich immerhin schon mal festlich angezogen.

Diane Keaton ist seine Ex-Frau. Sie ist die leibliche Mutter der Kinder. Doch nicht von allen ...

Susan Sarandon betreibt ein Catering-Unternehmen.

EIn etwas scheinheiliger Pfarrer, der von Robin Williams verkörpert wird.

Gibt es etwa nicht nur die Hochzeit der jungen Leute? Wer weiss?

Filmkritik: «The Big Wedding»

Ein Hochzeitswochenende mit Irrungen und Wirrungen droht buchstäblich ins Wasser zu fallen – wegen der lieben Familie. Wird es Alejandro schaffen, doch noch seine Braut vor den Altar zu bringen?

 

Hochzeit und Hollywood – eine Kombination, die einfach nicht voneinander lassen kann. Doch auch wenn man stylishe Hochzeiten in Weiss schon zu genüge gesehen hat, schafft es die Traumfabrik immer wieder, einen neuen Twist aus den alten Zöpfen herauszufiltern.

Bei «The Big Wedding» (deutscher Titel: «Höchste Zeit, Familie zu spielen») ist es die moderne Patchworkfamilie. Alejandro möchte heiraten und lädt zu seiner Hochzeitsfeier die ganze Familie ein. Doch es gibt ein Problem: Er besitzt quasi drei Mütter. Seine leibliche aus Kolumbien: Madonna, streng katholisch und konservativ.

Dann seine Mutter, die ihn adoptiert und die ersten zehn Jahre seines Lebens grossgezogen hat: Ellie, ein wenig verrückt und überall auf der Welt zu Hause.

Ausserdem wäre da auch noch Bebe. Die hat ihn in seinen zweiten zehn Jahren aufgezogen und ihn perfekt durch die Pubertät manövriert. Sie ist eher bodenständig und anpackend.

Weitere Hauptfiguren sind die beiden Geschwister von Alejandro, seine leibliche Schwester, die Braut und die Schwiegereltern in spe und natürlich Don, sein Pflegevater, ein erfolgreicher Künstler.

Um Madonna nicht vor den Kopf zu stossen, wird beschlossen, für das Hochzeitswochenende zu spielen, man wäre eine klassische, heile Familie. Soweit so gut: Die vielen Figuren zeigen schon, wohin es gehen soll: in ein heilloses Durcheinander, das sich am Schluss wie durch ein Wunder löst.

«The Big Wedding» ist eine Screwball-Komödie im besten 40er-Jahre-Stil – Ernst Lubitsch hätte seine Freude daran. Auch wenn die Gags oft recht freizügig sind (im gesprochenen Wort, aber natürlich nicht im Bild), wirkt die Geschichte und Erzählart des Films irgendwie altmodisch. Herrlich altmodisch.

Das liegt vor allem auch an der durchweg hochkarätigen Schauspielcrew, der es offensichtlich viel Spass gemacht hat, am Set zusammenzuarbeiten und ihre Rollen zu spielen. Vorneweg sind Diane Keaton und Susan Sarandon zu nennen, die als einstmals beste Freundinnen denselben Mann liebten und lieben und sich gegenseitig an die Wand spielen.

Aber auch Robert De Niro (als Vater Don), Greys Anatomy-Star Katherine Heigl (als Schwester), Mrs Doubtfire-Robin Williams (als Pfarrer) oder Musical-Star Christine Ebersole (als Schweigermutter) tragen zu einem grossartigen schauspielerischen Gesamtbild ein. Es macht richtiggehend Spass, diesen Leuten bei der Ausübung ihrer Arbeit zuzuschauen.

Fazit: «The Big Wedding» ist ein harmloser, aber durchaus unterhaltsamer Film, der einen vergnüglichen Kinoabend mit netten Schauspielerleistungen garantiert.

Kinostart
In den Deutschschweizer Kinos ab 13. Juni 2013

Regie und Drehbuch
Justin Zackham

Produzent
Clay Pecorrin, Anthony Katagas, Richard Salvatore, Harry J. Ufland, Justin Zackham

Cast
Ellie Griffin: Diane Keaton

Don Griffith: Robert De Niro

Bebe McBride: Susan Sarandon

Father Moinighan: Robin Williams

Lyla Griffin: Katherine Heigl

Jared Griffin: Topher Grace

Alejandro Griffin: Ben Barnes

Missy O'Conner: Amanda Seyfried

Muffin O'Conner: Christine Ebersole

Barry O'Conner: David Rasche

Madonna Soto: Patricia Rae

Nuria Soto: Ana Ayora

Länge
90 Minuten

Produktionsland
USA

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