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Was bringt uns die Zukunft? Tausender junger Männer und Frauen warten bei einer Zeremonie auf ihre Aufgabe, die sie vom Ältestenrat erhalten.

Die Pflegeeltern dürfen sich selbst keine Fragen stellen und keine Gefühle entwickeln. Sie wirken für uns als wären sie einer Gehirnwäsche unterzogen worden.

Auch Fiona wartet auf ihre zukünftige Aufgabe. Nach anfänglicher Skepsis entwickelt sie zarte Gefühle für Jonas.

Eigentlich gehts im Film um den Kampf zwischen der Sprecherin des Ältestenrats (links) und dem bisherigen Hüter der Erinnerung, der von Zweifeln zerfressen ist.

Filmkritik: «The Giver» (Hüter der Erinnerung) 

Eine perfekte Welt ohne Krieg, Schmerzen, Hass und Niederlagen? Das scheint verlockend. Doch der Preis ist hoch, den die Menschheit bezahlt. Der junge Mann Jonas will es genau wissen.

 

Die drei Teenager Jonas, Fiona und Asher leben in einer heilen Welt: Alles geht harmonisch seinen Gang, es gibt keine Gewalt, keine Armut und keine Kriege. Alle Menschen gehen glücklich ihren Geschäften nach zu gehen – in wunderschön gestylten Häusern, die in gepflegten Gärten stehen. Doch schnell stellt sich heraus: Diese Welt hat auch ihre Kehrseite!

Eine Welt ohne Höhepunkte
Denn das Leben besitzt weder positive noch negative Höhepunkte, keine Emotionen, keine Freude, keine Liebe – auch keine Mutterliebe wird zugelassen, denn die Neugeborenen werden einem Haushalt und Familie zugeteilt. Die Kinder leben so lange in diesen Familien, bis sie reif sind für eine Aufgabe. Diese dürfen sie sich nicht freiwillig wählen, sondern sie wird ihnen zugeteilt. Dabei haben Überwachungskameras ihr Verhalten durch die KJahre studiert, ihre Pflegeeltern haben Berichte weitergeben – der reine Überwachungsstaat.

Jonas ist der Erwählte
Ob Krankenschwester, Physikprofessor oder Pilot – bei der Zeremonie zur Arbeitszuteilung bleibt von Hunderten Teenagern am Schluss nur noch Jonas übrig. Für ihn hat die Vorsitzende des Ältestenrats eine spezielle Aufgabe: Er soll neuer Hüter der Erinnerung werden. Stellvertretend soll für die gesamte gleichgeschaltete Menschheit soll er das Wissen, die Emotionen, die Solidarität, aber auch Gewalt, Krieg, Niederlagen bewahren.

Ausbruch aus der vermeintlich heilen Welt
Vom bisherigen Amtsvorgänger erhält er eine Einführung – und merkt schnell, dass diese Welt viel ursprünglicher, echter und schöner ist und er nur ein Gefangener. Und er macht sich auf, diese Welt jenseits seiner zu entdecken. Allerdings ist ein Ausbruch nicht einfach, denn der Ältestenrat ist sehr darauf bedacht, dass niemand erfährt, wie sich diese richtige Welt anfühlt. Werden seine beiden Freunde ihn unterstützen oder ihn verraten?

Nur ein leichtes Kratzen an der Oberfläche
Wäre die Welt ohne Emotionen, Liebe, Hass, Freude oder Trauer eine bessere Welt? Ist es den hohen Preis wert, auf eben diese positiven wie negativen menschlichen Eigenschaften zu verzichten? Trotz der spannenden Thematik, die in einigen Filmen bereits schon aufgearbeitet wurde (1984 oder THX1138), bleibt der Film an der Oberfläche. Das Thema wird nur leicht angekratzt. Man erfährt nur halbherzig, welche inneren Kämpfe der junge Hauptdarsteller durchmacht, wie zerrissen er sein muss.

Stylishe Kulisse, hübsche Darsteller
Was dem Film an Tiefgang fehlt, gleicht er jedoch mit seiner Verpackung aus: Die durchgestylte Scheinwelt scheint aus einer zukünftigen Architekturzeitschrift zu stammen, die jungen Hauptdarsteller – allen voran der angehende australischen Jung-Star Brenton Thwaites – sehen glänzend und sonderbar geleckt aus und der Fakt, dass am Anfang alles in Schwarz-Weiss ist und erst dann allmählich farbig wird, als der Hauptdarsteller am eigenen Leib erfährt, was Emotionen bedeuten ...

Fazit
Vor allem jüngere Zuschauer sind das Zielpublikum von «The Giver», die den Film durchaus als spannend empfinden können. Für Erwachsene ist der Science-Fiction-Streifen nur begrenzt unterhaltsam – obwohl mit Meryl Streep und Jeff Bridges zwei Hollywood-Altstars mitspielen, die in Nebenrollen das gesamte übrige Personal trotz reduzierter Darstellung mühelos an die Wand spielen.

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2013
Länge: 97 Minuten
Regie: Phillip Noyce
Drehbuch: Michael Mitnick, Robert B. Weide
Romanvorlage: Lois Lowry
Produzenten: Nikki Silver, Jeff Bridges

Darsteller:
Hüter der Erinnerung:
Jeff Bridges
Chefin des Ältestenrats: Meryl Streep
Jonas: Brenton Thwaites
Vater: Alexander Skarsgård 
Mutter:
Katie Holmes
Fiona: Odeya Rush
Asher: Cameron Monaghan
Rosemary: Taylor Swift
Lily: Emma Tremblay 

 


Quelle: YouTube

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Markus Kohler

Redaktor

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 26.09.2014, 16:34 Uhr

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