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Rayone und Ron könnten nicht unterschiedlicher sein, doch es verbindet sie mehr als die Krankheit

Ron beginnt Medikamente aus der ganzen Welt zu organisieren

Zuerst verkauft er die Medikamente aus Wagen ...

… bis Rayon ihm hilft. 

Ein ungeschminkter Moment - Rayon wird von Dr. Saks (alias Jennifer Garner) behandelt. 

Ron erhält in Dr. Saks eine Verbündete. 


Manchmal ist der Star des Films der Nebendarsteller. 

Obwohl auch Matthew McConaughey überzeugt und für die Rolle über 20 Kilo abgenommen hat. Zum Glück passte diese schlanke Erscheinung auch zu seinem Kurzauftritt als Kokain-Süchtiger Banker im Film «The Wolf of Wallstreet».

Filmkritik: «Dallas Buyers Club»

Der Film um die Themen HIV, Pharmaindustrie und Homophobie hat die Oscar-Jury und auch die internationale Presse überzeugt. Lesen Sie hier nach, wie unser Urteil ausfällt und gewinnen Sie Kinotickets.

 

Die Story
Es muss eine Verwechslung sein. Das ist sich Ron Woodroof sicher, als ihm die Ärzte mitteilen, dass er positiv auf HIV getestet wurde und an AIDS leide. Denn HIV, AIDS, das ist was für Schwule – und das ist er ganz sicher nicht. Er ist ein Rodeoman aus Dallas, hetero durch und durch. Es kann sich also nur um einen Fehler handeln. Es kommt aber noch dicker: Die Ärzte sagen ihm ausserdem, dass die Krankheit schon so weit fortgeschritten sei, dass er nur noch dreissig Tage zu leben habe. «Alles Idioten!» denkt sich Ron und geht nach Hause. Dort lässt er sich erst Mal mit einem seiner Kumpels volllaufen und bestellt ein paar Mädels nach Hause um sich zu amüsieren, doch das gelingt ihm nicht, denn ganz lässt es ihn nicht kalt.

Obwohl er die Diagnose für einen Fehler hält, beginnt Ron zu recherchieren und erinnert sich an einen Moment, an dem er sich angesteckt haben könnte. Doch nur weil er die Diagnose zu akzeptieren beginnt, heisst das nicht, dass er auch sein Dreissig-Tage-Urteil hinnimmt.

Bei seinen Recherchen stösst er auf das vermeintliche Heilmittel ATZ, dass HIV-Zellen abtöten soll. Einziger Haken: Es ist in Amerika noch nicht zugelassen, wird aber in einer Studie getestet, die just auch in dem Krankenhaus durchgeführt wird, wo Ron behandelt wurde. Er kehrt zurück ins Krankenhaus und will bei der Studie mitmachen. Als ihm die Ärztin beibringt, dass er nicht bestimmen kann, ob er in der Versuchsgruppe für das Medikament kommt oder nur ein Placebo erhält, beschliesst er, das Medikament auf eigene Faust zu organisieren. Schliesslich wusste Ron schon immer, wie er an seinen Stoff kommt.

Auch dieses Mal funktionieren seine Tricks. Nachdem die Quelle versiegt, bekommt er die Adresse eines Doktors in Mexiko. Dort erfährt er, dass ATZ mehr giftig als hilfreich ist und es besser funktionierende Alternativen dazu gibt. Schnell ist der Beschluss gefasst, diese neue Therapie in den USA illegal an die Kranken zu bringen. Dabei helfen soll ihm der Transvestit Rayon, den er im Krankenhaus kennengelernt hat.

Schnell muss er sich aber bewusst werden, dass die Einfuhr von nicht zugelassenen Medikamente von den Behörden strengstens überwacht wird. Vordergründig um die Kranken vor Scharlatanen zu schützen und um Langzeitstudien durchführen zu können.

Doch man wird das Gefühl nicht los, dass hier noch ganz andere Interessen im Spiel sind. Inspiriert von Bewegungen aus anderen Städten nutzt Ron einen Gesetzes-Lücke aus und gründet einen Club innerhalb diesem er Medikamente «legal» verkaufen kann, den «Dallas Buyers Club». Dank Rayons Kontakten hat dieser Club schon bald sehr viele Mitglieder und die beiden schwimmen in Geld. Mittlerweile geht es ihm aber nicht mehr nur ums Geld – ungewollt und ungeplant entwickelt sich Ron zum Kämpfer für Patienten-Rechte und gegen die Mafia-haften Strukturen der Pharmaindustrie. Und beginnt sich mit den verhassten Schwulen anzufreunden. 

Fazit
Viel eher als um Aids oder HIV geht es in diesem Film um die undurchsichtigen Beziehungen zwischen den Krankenhäusern, den Behörden und der Pharmaindustrie. Der essenzielle Satz wird von einem Richter im Film gesprochen: «Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein Todkranker das Recht haben sollte, selbst bestimmen können sollte, welche Therapie er ausprobieren will. Nur leider funktioniert unser Gesetz nicht so.»

Es dreht sich also um die alte Frage, wie viel soll und darf der Staat seinen Bürgern vorschreiben und wer verfolgt welche Interessen. Matthew McConaughey gibt in diesem Stück den vom AIDS gezeichneten David aka Ron Woodroof, der gegen Goliath – bestehend aus Pharmaindustrie, Krankenhausvorsitzenden und Behörden – kämpft. Für die Rolle hat er sich bis auf 61 Kilo runtergehungert – beachtlich!

Wie immer, wenn sich ein Hollywoodstar für eine Rolle «kasteit», AIDS, Minderheiten und/oder Ungerechtigkeit im Spiel sind, hagelt es Oscar-Nominationen. Und so erstaunt es nicht, dass der Film für ganze sechs Goldmänner nominiert ist (siehe unten). Völlig unberechtigt sind diese Nominierungen nicht, denn der Film ist gut gespielt und gut gemacht – aber auch nicht mehr. Er ist ein bisschen eine Mischung aus «Philadelphia» und «Erin Brokowich» mit einem Schuss «Broke Back Mountain» – ein Rezept, das aufgeht, aber einen nicht extrem berührt.

Ob es an den Figuren, der Geschichte oder daran liegt, dass man solche Filme schon zu Hauf gesehen hat – man weiss es nicht. Was man aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass das absolute Glanzlicht – und mehr als zu Recht für einen Oscar nominiert – Jared Leto darstellt. Als Transvestit Rayon schafft er es (im Gegensatz zu McConaughey), die Zuschauer ehrlich zu berühren.

Für sechs Oscars ist «Dallas Buyers Club» nominiert (Bester Film, Hauptdarsteller (Matthew McConaughey), Nebendarsteller (Jared Leto), Original-Drehbuch, Filmschnitt & Make-Up/Hairstyling) – am 2. März 2014 wird sich zeigen, mit wie vielen der begehrten Trophäe der Streifen dann tatsächlich ausgezeichnet wird.

Credits:
Filmstart: Im Kino
Produktionsland: USA, 2013
Länge: 117 Minuten
Regie: Jean-Marc Vallée
Drehbuch: Craig Borten, Melisa Wallack

Die wichtigsten Darsteller:
Mattew Mc Conaughey als Ron Woodroof
Jared Leto als Rayone
Jennifer Garner als Dr. Eve Saks
Michael O'Neill als Richard Barkley

Gewinnen Sie Tickets für den Film «Dallas Buyers Club» in einem Kino Ihrer Wahl. Füllen Sie dazu unten stehendes Formular aus. 

Teilnahmeschluss: Freitag, 28. Februar 2014 16:00

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Ascot Elite Entertainment Group
Veröffentlicht:
Montag 17.02.2014, 23:00 Uhr

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