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Filmkritik: «The Sapphires»

Der Film «The Sapphires» beruht auf einer wahren Geschichte über drei Aborigines-Schwester und Ihrer Cousine, die als Soul-Quartett durchstarten. Im "weissen" Australien der 60er Jahre ausgegrenzt, gelingt ihnen der Durchbruch als Unterhalterinnen der US-Truppen in Vietnam.

 

The Sapphires beruht auf einer wahren Geschichte und spielt im „weissen“ Australien der 60er Jahre. In dieser durch Rassismus geprägten Gesellschaft versuchen sich die Aboriginie Schwestern Gail (Deborah Mailman), Julie (Jessica Mauboy) und Cynthia (Miranda Tapsell), als Girl-Group mit dem Namen Cummeragunja Songbirds. Bei einem Gesangswettbewerb scheitern sie jedoch kläglich.
Allerdings wird bei diesem Wettbewerb Dave Lovelace (Chris O'Dowd), ein heruntergekommener Musikmanager und Talentsucher auf die drei schwarzen Damen aufmerksam. Dave überzeugt die eigenwilligen Sängerinnen anstatt Country-Lieder zu singen in Zukunft auf Soul zu setzen und sich von ihm managen zu lassen.

Aus einer Zeitungsannonce erfahren sie, dass das US-Militär Talente sucht, die die Truppen im Vietnamkrieg unterhalten. Dave Lovelace wittert die Chance seine drei Singvögel gross rauszubringen. Für das Vorsingen holen sich die Cummeragunja Songbirds Verstärkung von ihrer hellhäutigen Cousine Kay (Shari Sebbens) und ändern ihren Bandnamen spontan in  «The Sapphires» um. Die Frauen überzeugen und landen kurz darauf in Saigon, wo sie in Kellerclubs, Lazaretten und auf Militärbasen vor den stationierten Soldaten ihre Coverversionen bekannter Motown-Künstler vorsingen.


Fazit: «The Sapphires» nimmt viele ernste und traurige Themen auf. Zum einen die Rassentrennung und der Umgang des australischen Staates mit den Ureinwohnern, zum anderen den Krieg in Vietnam. Trotzdem werden diese Themen nur an der Oberfläche angekratzt. Zum Beispiel bei der Rolle von Kay die als junges hellhäutiges Mädchen auf Anordnung der australischen Regierung von ihrer Familie und Cousinen entrissen und in Obhut einer weissen Pflegefamilie gegeben wird. Oder als der liebenswerte Dave bei einem Angriff des Vietcongs angeschossen wird. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen allerdings die Band-internen Streitereien und die Eifersuchtsszenen zwischen den Sängerinnen.

Kritik: Der Film ist eine Mischung aus Komödie und Drama. Die Ernsthaftigkeit der Umstände zu dieser Zeit, hält sich die Waage mit Humor und Witz der Protagonisten. Dieses Gleichgewicht ist besonders der Rolle von Dave Lovelace zu verdanken, die vom irischen Schauspieler Chris O'Dowd brilliant inszeniert wird. Falls möglich in Originalton anschauen, der australische Akzent verleiht dem Film das Sahnehäubchen.

Kinostart
In den Deutschschweizer Kinos ab 15. August 2013

Regie
Wayne Blair

Drehbuch
Tony Briggs, Keith Thompson

Produzenten
Rosemary Blight, Kylie Du Fresne

Cast
Dave Lovelance: Chris O'Dowd

Gail McCrae: Deborah Mailman

Cynthia McCrae: Miranda Tapsell

Julie McCrae: Jessica Mauboy

Kay McCrae: Shari Sebbens

Robby: Tory Kittles

Hendo: Eka Darville

Grossmutter Theresa: Lynette Narkle

Onkel Ed: Rhys Muldoon

Länge
99 Minuten

Produktionsland
Australien

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Patric Bärtschi

Online-Redaktor / Mediamatiker

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 09.08.2013, 16:41 Uhr

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