Simba als neuer König.

Filmkritik: «45 Years»

Ein Arthouse-Film, der keinen kalt lässt.

 

Man stelle sich folgende Situation vor: Man ist mit seinem Partner/Partnerin bereits seit 45 Jahren glücklich verheiratet und erfährt nun von einer Sekunde auf die andere, dass man eigentlich nur zweite Wahl war. Genau so ergeht es der gutmütigen Kate, als ihr Ehemann Geoff einen Brief mit einer erschütternden Nachricht erhält. Was in dem Brief steht, wer das eingespielte und harmonische Eheleben der beiden von einem Tag auf den andern durcheinander bringt und wie unterschiedlich die beiden mit dieser neuen Situation umgehen, möchte man an dieser Stelle nicht verraten. Die beiden Hauptdarsteller Charlotte Rampling und Tom Courtenay wurden beide für ihre Leistung in 45 Years mit dem silbernen Bären an der Berlinale in 2015 ausgezeichnet. Dies zu recht, denn die beiden spielen das langjährig verheiratete Paar so gut, als wären sie tatsächlich zusammen verheiratet.

Der Film zeigt das Leben, wie es nun mal ist. Keine Hollywood-Liebesgeschichte mit einem grandiosen Happyend, denn gewisse Ereignisse lassen sich nun mal nicht ausradieren. So fragt man sich unmittelbar nach der schrecklichen Nachricht, wie man selbst reagieren würde und wie das die eigene Beziehung belasten würde.

Der Film brilliert mit einzelnen Szenen, die nur so viel zeigen, wie nötig ist, um die eigenen Gedanken und Gefühle miteinzubeziehen. So kommt dies als Beispiel zum Tragen, als Kate beschliesst, auf dem Dachboden nach alten Fotos zu suchen und auf brisante Dias stösst. Zu sehen ist jeweils nur ein Teil des Dias und Kate. So sieht man die unmittelbare Reaktion Kates auf das neue Dia. Brillante Szene, bei der es sich lohnt genau hinzusehen. Wer der britischen Sprache nicht so mächtig ist, für den empfiehlt es sich den Film nicht im Originalton anzusehen, denn gewisse Begriffe und Wortwechsel sind ansonsten nicht zu verstehen.

Sonst gilt natürlich wie immer: Filme immer in der Originalsprache ansehen.

 

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Loredana Steiner

Mediamatikerin / Onlineredaktion

Foto:
Filmcoopi
Veröffentlicht:
Montag 28.09.2015, 17:00 Uhr

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