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Giorgio steht im Dienst von Kaminfegermeister Rossi.

Die «Schwarzen Brüder» ist ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte. Daher ist der Film ein sehenswertes Stück Aufklärung – nicht nur für Jugendliche.

Giorgio wird als Kaminfeger nach Italien «verkauft».

Regisseur Xavier Koller (links) mit einem jungen Protagonisten bei der Arbeit.

Filmkritik: «Die Schwarzen Brüder»

«Die Schwarzen Brüder» von Xavier Koller wirft ein grelles Licht auf ein übles Stück Schweizer Geschichte. Traurig, mit Happy End und absolut sehenswert.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts im Tessin: Aus wirtschaftlicher Not verkaufen Familien ihre Söhne für 20, 30 Franken als Kaminfeger (Spazzacamini) nach Mailand. Zum Beispiel Giorgio aus Sonogno im Verzascatal.

Seine Mutter liegt mit einem üblen Beinbruch darnieder, für den Beizug eines Arztes fehlt das Geld. 14 Buben kauft Ex-Kaminfeger Luini im Tal zusammen, vier überleben die Reise nach Mailand. Dort erwartet sie ein hartes Leben. Um sich gegen die ungerechte Behandlung zu wehren, schliessen sie sich zu den Schwarzen Brüdern zusammen. Und führen Luini mit einem ausgeklügelten Plan seiner gerechten Bestrafung zu.

«Die Schwarzen Brüder» von Xavier Koller wirft ein grelles Licht auf ein übles Stück Schweizer Geschichte. Traurig, mit Happy End und absolut sehenswert. Ein abenteuerlicher Familienfilm über die Macht der Freundschaft.

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Filmstart: Ab 15. Dezember im Kino.

Produktionsland: Deutschland/Schweiz 2013

Regie: Xavier Koller

Drehbuch: Fritjof Jansen, Klaus Richter

Darsteller: 
Fynn Henkel als Giorgio
Moritz Bleibtreu als Luini
Oliver Ewy als Alfredo
Ruby O. Fee als Angeletta
Waldemar Cobus als Battista Rossi
Catrin Striebeck als Frau Rossi
Leonardo Nigro als Giorgios Vater
Sabine Timoteo als Giorgios Mutter
Margherita Schoch als Nonna
Richi Müller als Pater Roberto
Javidan Imani als Antonio
Andreas Warnbrunn als Anselmo
Ivo-Imanuel Kortlang als Einäugiger 

Xavier Koller

Regisseur Xavier Koller (69) ist einer der international renommiertesten Schweizer Regisseure. 1991 erhielt er für «Reise der Hoffnung» den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film.

Seine bekanntesten Werke: «Der schwarze Tanner», «Gripsholm», «Ring of Fire», «Eine wen iig, dr Dällebach Kari».

«Die Schwarzen Brüder»

«Die Schwarzen Brüder» (1940/1941) wurde von Lisa Tetzner begonnen und von ihrem Mann Kurt Kläber zu Ende geführt.

Da er als politischer Flüchtling in der Schweiz nicht publizieren durfte, erschien das Buch unter dem Namen seiner Frau. Als Kurt Held veröffentlichte er «Die rote Zora und ihre Bande».

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Martin Zimmerli

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 16.12.2013, 14:49 Uhr

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