Filmkritik: «Keeper»

Ein Arthouse-Film, der sowohl Jugendliche wie auch Eltern zum Nachdenken bringt.

 

Über den Film:

Maxime und Mélanie sind 15, verliebt und machen erste gemeinsame Erfahrungen. Als Mélanie merkt, dass sie schwanger ist, sind beide verunsichert. Schon bald kann sich Maxime aber vorstellen, Vater zu werden - obwohl er eine vielversprechende Karriere als Fussball-Torwart vor sich hat. Schliesslich entscheiden die zwei, das Kind zu behalten. Während Maximes Eltern ihn unterstützen, möchte Mélanies Mutter ihre Tochter davor bewahren, so jung ein Kind zu bekommen...

 

Interview mit Kacey M. Klein

Im Film „Keeper“ spielen Sie den 15-jährigen Maxime, der als Goalie durchstarten möchte. Dies tun Sie sehr überzeugend.
Ich habe früher selbst als Goalie in einem Fussballverein gespielt. Somit war dies bekanntes Terrain für mich.

War dies ausschlaggebend dafür, dass Sie diese Rolle angenommen haben?
Ausschlaggebend nicht. Es war ein positiver Nebeneffekt. Die Punkte, warum ich diese Rolle angenommen habe waren, weil es ein sehr modernes Thema und somit alltagsbezogen ist. Diese Art des Films war eine Premiere für mich, was mich ebenfalls reizte. Mein Management hat mich zudem in dem Entschluss bestärkt, die Rolle anzunehmen.

Wie schwierig war es, sich in die Rolle des jungen Maxime zu versetzen, der bald Vater werden würde?
Dies war nicht allzu schwer für mich. Ich bin selbst erst 17 Jahre jung und kann somit gut nachvollziehen, dass man in diesem Alter lediglich nach „das ist cool“ , „das ist nicht cool“ entscheidet und einfach das machen möchte, was einem Spass macht, und sich nicht gross über Verantwortung oder auftauchende Probleme Gedanken macht.

Das erklärt dann auch die Reaktion des besten Freundes von Maxime im Film.
Stimmt! Er findet diese Baby-Sache tol,l ohne zu wissen, was für eine Arbeit dahintersteckt. Pure Naivität! Die beiden Jungs stellen es sich so einfach vor: Maxime wird Fussballprofi, bleibt für immer mit seiner Freundin Mélanie zusammen, sie kriegen das Baby, alles wird gut. So einfach ist es natürlich nicht. Doch in diesem Alter ist einem das schlichtweg nicht bewusst.

Warum ist sich Maxime so sicher, dass alles gut kommt?
Er ist ein Kämpfer! Er hat bereits sehr früh dafür gekämpft, dass sie das Baby behalten, und will nun beweisen, dass diese Entscheidung richtig war und sie gemeinsam die Situation meistern können.

Sind Sie mit dem offenen Ende des Films einverstanden?
Ja! Ich mag es, wenn sich der Zuschauer selbst Gedanken darüber machen kann, wie es weitergehen könnte. Zu Beginn wollte Maxime das Baby unter anderem behalten, weil es die beiden zusammenschweissen soll,  und es ist auch eine Art Rebellion gegen die Bedenken der Eltern.

Will der Film eine bestimmte Botschaft übermitteln? Gerade an junge Leute?
Das war und ist nicht das Ziel des Films. Wir verzichten gezielt darauf zu sagen, was gut und was schlecht ist. Wir wollen, dass der Zuschauer den Film schaut und sich seine eigenen Gedanken dazu macht.

Haben Sie bereits weitere Projekte in Planung?
In der Tat. An der diesjährigen Berlinale wird ein Film von André Téchiné gezeigt, in dem ich einen schwulen Jungen spiele. Diese Rolle war eine komplett neue Erfahrung für mich und nicht ganz einfach umzusetzen. Ich musste mich gegenüber diesem Thema und dieser Rolle sehr öffnen. Mehr will ich aber noch nicht preisgeben.

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Loredana Steiner

Mediamatikerin / Onlineredaktion

Foto:
Filmcoopi
Veröffentlicht:
Montag 15.02.2016, 13:35 Uhr

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