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Mit der Lizenz zum Töten im 15. Jahrhundert: Aguilar (Michael Fassbender).

Sein Nachfahre Callum Lynch würde sich eine solche Lizenz wünschen – er erhält rund 500 Jahre später die Absolution.

Der Countdown zur Giftspritze läuft.

Rettung oder vom Regen in die Traufe? Cal erwacht neben Sofia.

Am Arm von «Animus» erlebt Cal die Abenteuer seines Urahnen …

… Aguilar, einem Assassinen, der Ende des 15. Jahrhunderts in Spanien gegen Templer und Inquisition kämpft.

Immer an Aguilars Seite: seine Gefährtin und Geliebe Maria (Ariane Labed).

Aguilars Leben ist dem Kampf gewidmet.

Im Zeitalter der Inquisition kann man da leicht auf dem Scheiterhaufen enden.

Doch Aguilar ist nicht so leicht beizukommen.

Ob er die heutige Trendsportart Parkour erfunden hat, ist historisch nicht verbürgt.

Nach so viel Aufregung braucht Cal auch mal eine Abkühlung.

Sofias Vater Rikkin verfolgt eine ganz eigene Agenda. Er versucht, Cal zu manipulieren.

Denn Rikkin will den allmächtigen Edenapfel in seine Gewalt bringen.

Doch spielt Sofia da mit?

Und noch entscheidender: Kämpft Cal nur für sich selbst oder entscheidet er sich für ein Leben im Geiste der Assassinen?

Filmtipp: «Assassin's Creed»

Lange hat sie auf sich warten lassen, nun ist sie endlich da: Die Realverfilmung des Game-Klassikers «Assassin's Creed». Wenig überraschend ist sie nur der Anfang einer Serie.

 

http://www.coopzeitung.ch/Filmtipp_+_Assassin_s+Creed_ Filmtipp: «Assassin's Creed»

Doch hier soll es nicht in erster Linie um die Bedürfnisse der Gamer gehen, denn der Witz bei Rollenspielen ist schliesslich, dass man selbst aktiv wird. Das ist im Kinosessel nicht möglich – noch nicht zumindest. Und somit wären wir schon mitten im Film. Denn auch Callum Lynch (Michael Fassbender) kann sein Schicksal über weite Strecken nicht aktiv beeinflussen. Als Mörder zum Tode durch die Giftspritze in einem texanischen Knast verurteilt, erblickt er nach seinem vermeintlichen Ableben anstelle eines Engels die attraktive Sofia (Marion Cotillard) an seiner Seite. Cal, nun offiziell tot, befindet sich in einer riesigen, hypermodernen Institution in Madrid wieder. Dort forscht Sofia Rikker nach einem Gegenmittel zur Gewalt. Und ausgerechnet Cal, der seit der Ermordung seiner Mutter durch die Hand seines Vaters – eines Templers – auf der falschen Seite des Gesetzes unterwegs ist, soll der Schlüssel dazu sein.

Im Kriminellen Cal...

Im Kriminellen Cal...
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Denn Cal ist kein x-beliebiger Krimineller, sondern der Letzte in der Blutlinie eines Assassinen namens Aguilar, der Ende des 15. Jahrhunderts in Südspanien gegen die Gewaltherrschaft des Templerordens kämpfte. Und jener Aguilar war der letzte, der mit dem sagenumwobenen Edenapfel in Verbindung gebracht wird, welcher in seinen Samen die Genetik der Gewaltbereitschaft des Menschen birgt. Alles klar? Nein? Dann haben Sie etwas gemein mit all jenen, die das Game nicht kennen – und auch mit Lynch, der sich im falschen Film wähnt. Er wird an eine Maschine namens Animus angekoppelt, welche ihm die 500-jährigen Erinnerungen von Aguilar einspeist – so real, als würde er alles selbst erleben. Die wissenschaftliche Erklärung für diesen Vorgang bleibt uns glücklicherweise erspart. Sie wäre so abstrus, dass ohnehin niemand den Durchblick hätte. Deshalb lassen wir uns darauf ein und erleben mit Cal die rasanten Kämpfe gegen die spanische Inquisition. Parkour-Action durch das mittelalterliche Andalusien wechseln dabei mit Martial-Arts-Einlagen ab, welche jener Zeit weit voraus waren. Damit sind wir auch bei den packendsten Abschnitten des Films – man würde sich mehr davon wünschen.

… fliesst das Blut des Assassinen Aguilar.

… fliesst das Blut des Assassinen Aguilar.
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Kurz gesagt geht es um eine bekannte Ausgangslage: Die Templer wollen mithilfe eines mächtigen Artefakts die Weltmacht erlangen, die Assassinen wollen dies unter Einsatzes ihres Lebens verhindern. Sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. In dieser zeitversetzten Parallelität der Handlungsstränge liegt der Reiz der ganzen Story. Die Leitfrage, die sich stellt, lautet: Entdeckt der Kriminelle den zwar skrupellosen, aber in seinen Motiven selbstlosen Assassinen in sich?

Verfolgen Sofia Rikkin und ihr Vater dasselbe Ziel?

Verfolgen Sofia Rikkin und ihr Vater dasselbe Ziel?
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Das Fazit fällt etwas zwiespältig aus. Der Cast lässt mit Multitalent Michael Fassbender als Antiheld und den sicheren Werten Marion Cotillard, Jeremy Irons sowie Brendan Gleeson zwar keine Wünsche offen. Aber quasi von Anfang an ist klar, dass Sofias Vater (Jeremy Irons) zu den Templern gehört und somit ein falsches Spiel spielt – deshalb ist hier auch kein Spoiler-Alarm angebracht. Nur die Rolle von Sofia selbst bietet in dieser Hinsicht Spannung. Zudem dauert es insgesamt zu lange, bis der Kinogänger ohne Vorwissen erkennt, wo die Handlung hinführt. Allerdings gibt es dafür einen Grund: Es ist der klassische Einführungsstreifen. Die Entwickler von «Assassin’s Creed» haben sich nicht grundlos so viel Zeit gelassen mit der Realverfilmung ihres beliebten Game-Klassikers. Ubisoft wollte den Plot vor den Filmemachern schützen, weshalb sie kurzerhand ein eigenes Filmstudio gegründet haben: Ubisoft Motion Pictures. Logischerweise soll sich die Investition nun auszahlen, weshalb «Assassin’s Creed» erst der Anfang einer ganzen Serie ist, analog zum Game. Vielleicht ist es sogar kalkuliert, sich für die Fortsetzung noch Luft nach oben zu lassen. Es wäre ein cleverer Schachzug, um sich von anderen Serien abzuheben, die gerne ihr ganzes Pulver bereits im ersten Teil verschiessen.


Credits:
Filmstart: ab 27. Dezember 2016 in den Deutschschweizer Kinos
Land: USA/Frankreich, 2016
Länge: 115 Minuten
Regie: Justin Kurzel

Cast:
Callum Lynch/Aguilar - Michael Fassbender
Sofia Rikkin - Marion Cotillard
Rikkin - Jeremy Irons

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Fabian Kern

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Mittwoch 21.12.2016, 09:00 Uhr

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