Filmtipp: The Meg

Kampfmaschine vs. Fressmaschine: Jason Statham trifft auf gigantischen Urzeit-Hai – mehr muss man zum trashigen Blockbuster «The Meg» eigentlich gar nicht sagen.

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Als grosser Mime ist Jason Statham nicht bekannt. Er hat andere Qualitäten. Seine Kampfkunst zum Beispiel. Die nützt ihm aber nichts gegen einen über 20 Meter langen Hai. Da hilft ihm seine Vergangenheit als Turmspringer schon viel eher (Statham trat an den Commonwealth Games 1990 für Grossbritannien vom 1m-, 3m- und 10m-Brett an). Und sein trockener, selbstironischer Humor. Der passt hervorragend in ein trashiges B-Movie, das im A-Movie-Format zum Sommer-Blockbuster wird. Denn nichts Anderes ist «The Meg»: Ein kurzweiliger Actionfilm mit haarsträubendem pseudowissenschaftlichem Hintergrund, aber ohne die Horrorelemente von «Der Weisse Hai», «Deep Blue Sea» oder «The Shallows». 

Und damit wären wir schon mitten in der Handlung. Eine vom Milliardär Jack Morris (Rainn Wilson) finanzierte Tiefsee-Forschungsstation im Pazifik vor China entdeckt eine wissenschaftliche Sensation: Der Marianengraben, mit rund 11'000 Meter offiziell tiefster Punkt der Erde, ist noch viel tiefer als bisher angenommen. Weil – aufgepasst! – der «Boden» eine ganz dichte Stickstoff-Schicht sei und darunter eine komplett unbekannte Tiefseewelt liege. Das erste Forschungs-U-Boot dringt erfolgreich dahin vor, wird jedoch von einer riesigen Kreatur angegriffen – einem Megalodon, einem längst ausgestorben geglaubten prähistorischen Riesenhai. Ja, jetzt schaut ihr, Meeresbiologen dieser Welt!

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    Suyin, die Tochter des Entwicklers der Forschungsplattform, möchte das havariertee U-Boot selbst retten.
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    Schliesslich wird aber doch Rettungsspezialist Jonas Taylor geholt, der Suyins Tochter versprechen muss, ihr Mami zu retten.
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    Die Kleine entdeckt, dass mit der Rettung etwas ganz Grosses mitgekommen ist.
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    Die Besatzung der Plattform ist schockiert über den Megalodon.
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    Für Jonas gibt es nur eine Lösung: Jagen und töten.
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    Doch dafür müssen er und Suyin mit dem hungrigen Riesenhai schwimmen gehen.
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    Und die gesamte Crew muss zusammenstehen.
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    Aber so ein ausgewachsener Megalodon ist keine einfache Beute.
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    Der Milliardär Jack Morris möchte aus dem Riesenvieh Profit schlagen. Jonas und seine Kollegen nehmen es fassungslos zur Kenntnis.
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    Adrenalin pur: Ein Megalodon zum Anfassen.
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    Alptraum aller Strandurlauber: Der Riesenhai im Schlaraffenland.
 

Zum Glück für die Besatzung ist die Steuerfrau an Bord die Ex-Frau von Jonas Taylor, einst weltbester Mann für Tiefsee-Rettungen. Weil ihm aber niemand glaubte, als er zwei seiner Besatzungsmitglieder wegen des Angriffs einer riesigen Kreatur opfern musste, frönt er seit fünf Jahren in Thailand dem süssen Nichtstun und dem kalten Bier. Kein Geld der Welt bringt ihn nochmals zurück in die Tiefsee – aber seine Ex. Die Aktion gelingt halbwegs, mit dem kleinen Manko, dass mit der Rückkehr der Rettungskapsel ein Tunnel durch die Stickstoff-Schicht geöffnet wurde, durch die etwas ganz Grosses durchschlüpfen konnte.

Und so findet sich ein über 20 Meter langer Urzeit-Hai plötzlich im Schlaraffenland des Pazifiks wieder, wo er nicht nur seine Leibspeise Wal vorfindet, sondern auch haufenweise Appetithäppchen namens Mensch. Dadurch mutiert Jonas, dem nach fünf Jahren des Saufens erstaunlicherweise eine körperliche Topform attestiert wird, vom Tiefsee-Retter zum todesmutigen Hai-Jäger und überhaupt zur letzten Hoffnung aller Bootskapitäne und Strandbesucher der Weltmeere.

Der Film nimmt sich selbst zum Glück nicht allzu ernst. Denn die Story ist zu hanebüchen und der Meg zu gross und unrealistisch, um ein mulmiges Gefühl in den Badeferien zu kreieren. Für zwei unterhaltsame Stunden im kühlen Kino ist «The Meg» aber allemal gut. Übrigens: Wer sich fragt, wie man auf solch krude Fantasien kommt, darf gerne bei Autor Steve Alten nachfragen. Er hat mit seinem Science-Fiction-Horror-Roman «Meg: A Novel of Deep Terror» im Jahr 1997 die Vorlage geliefert.

Credits:
Filmstart: ab 9. August 2018 in den Deutschschweizer Kinos
Land: USA, 2018
Länge: 114 Minuten
Regie: Jon Turteltaub

Cast:
Jonas Taylor - Jason Statham
Suyin - Bingbing Li
Jack Morris - Rainn Wilson
Lori - Jessica McNamee
Dr. Heller - Robert Taylor

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Fabian Kern

Redaktor

Foto:
zvg
Veröffentlicht:
Donnerstag 09.08.2018, 01:00 Uhr

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