Katzen können sich als Einzelgänger in «freier Wildbahn» durchaus sehr gut behaupten.

Floh beisst sich durch

Eine Bauernkatze, die niemandem gehört, wird in die Praxis gebracht. Es sieht nicht gut aus. Sie hatte wohl einen Autounfall. Wird Floh überleben?

Die Katze war gelb. Zahnfleisch, Ohren und Augenränder hatten diesen ungesunden Farbton. Sie fühlte sich ausserdem eiskalt an, bewegte sich kaum. Und wenn, dann nur im Zeitlupentempo. Hie und da miaute sie auf eine unheimliche, kehlige Art.

Die Katze ist zäh

Der Überbringer war am Waldrand auf seinem Arbeitsweg immer wieder einer mausenden Katze begegnet. Eines Tages habe sie am Strassenrand gelegen. Bei der Heimfahrt habe er sie auch so gesehen und gedacht, sie sei tot. Am nächsten Morgen aber fuhr er fast in einen Baum. Die Katze hatte sich bewegt.

Sofort packte er sie ein und brachte sie in die Praxis. Schnell überreichte er mir seine Visitenkarte und fuhr weiter zur Arbeit.

Ich versuchte, dem Tier einen Katheter zu stecken. «Was mache ich nur mit dir? Gehörst du jemandem?», fragte ich die Katze. Weder einen Chip noch ein Halsband hatte sie. Auch auf den Tierfundseiten wurde keine solche Katze vermisst. Sie war kastriert. Kein chronischer Schnupfen und etwas Speck.

Das hiess für mich, dass irgendwer sich um diese Katze kümmerte. Die gelbe Farbe aber bedeutete nichts Gutes. Ausgedehnte Blutungen von einem Autounfall hatten wahrscheinlich zu dieser Gelbsucht geführt. Die tiefe Körpertemperatur war genauso lebensgefährlich. Die Praxisassistentin gab ihr gleich den Namen Floh, denn immer mehr Flöhe bevölkerten die Wärmematte, auf der die Katze lag.

Offensichtlich hatte Floh ein sehr robustes Naturell. Bald wurde er wieder gesund. Ein wilder Kater, der sich nicht berühren lassen wollte. Kein Besitzer meldete sich und eine Nachfrage vor Ort ergab ebenfalls nichts. Am ersten warmen Frühlingstag setzten wir Floh aus, wo er gefunden worden war. Ich war sicher, dass er sein angestammtes Revier wieder einnehmen würde.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Alamy, Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 23.03.2015, 18:11 Uhr

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