Frankfurter Neuheitenparade: Nach oben offen

Traumautos Der Herbst lässt nicht nur die Blätter, sondern auch alle Hüllen fallen – ein Blick auf neue Serienmodelle und Konzeptfahrzeuge.

Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt ist vor allem für die einheimischen Autobauer von Audi bis VW der Höhepunkt des Jahres. Allerdings mit Unterbruch, denn anders als der Auto-Salon in Genf findet die IAA nur alle zwei Jahre statt. Nun ist es aber wieder so weit, und diesmal geht es auf der Messe besonders heiss her: Eine ganze Reihe attraktiver Modelle zeigt sich dort oben ohne.

Neue Chance für das Cabrio
Autos mit versenkbarem Verdeck – ob aus Stoff oder Metall – waren in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen. Doch mittlerweile scheint es wieder eine zahlungskräftige Kundschaft zu geben: Mercedes präsentiert zum ersten Mal seit 44 Jahren wieder ein Luxus-Cabrio. Wem die S-Klasse noch nicht exklusiv genug ist, der mag im Rolls Royce Dawn eine standesgemässe Alternative finden. Oder er lässt sich im Ferrari 488 Spider die Haare vom Fahrtwind verwehen. Der offene Sportwagen gestattet es jedoch nicht, dieses besondere Vergnügen mit mehr als einem Mitfahrer – respektive einer Mitfahrerin – gleichzeitig zu geniessen.

  • Spassig – Citroën-Studie Cactus M.
  • Tradition – Mercedes S-Klasse Cabriolet.
  • Standesgemäss – Rolls Royce Dawn.
  • Rassig – Ferrari 488 GTB Spider.
  • Winzig – Smart Fortwo Cabrio.
 

Dieses Schicksal teilt er mit einer ganz anderen Art von Cabrio-Piloten, auf die der Ferrarista mitleidig herabschauen würde, wenn er im Spider nur nicht so tief sässe: Auch der neue Smart Fortwo ist jetzt bald wieder für die offene Zweierbeziehung geeignet. Streng genommen handelt es sich beim Smart aber eher um ein Targadach als um ein Cabrio. Deutlich mehr Spielraum zu erschwinglichen Preisen verspricht der Citroën Cactus M, inspiriert vom Spassmobil Citroën Méhari aus den 1970er-Jahren. Leider ist der Frischluft-Cactus vorerst bloss eine Studie mit wenig Chancen, auf den Markt zu kommen.

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Mobilität verbindet.»

Motto der 66. Int. Automobil-Ausstellung

Wie von einem anderen Stern: Mercedes-Studie IAA mit variabler Aerodynamik.

Wie von einem anderen Stern: Mercedes-Studie IAA mit variabler Aerodynamik.
Wie von einem anderen Stern: Mercedes-Studie IAA mit variabler Aerodynamik.

Visionen für die Zukunft
Dagegen wirkt das Mercedes-Konzept IAA – in diesem Fall steht das Kürzel für «Intelligentes Aerodynamik-Auto» – wie von einem anderen Stern. Ab Tempo 80 sorgen ausfahrbare Elemente an Bug, Heck und Felgen für eine Senkung des cW-Werts für den Luftwiderstand auf 0,19 – ein neuer Weltrekord. Nicht ganz so futuristisch geht es bei Audi zu, wo neben dem neuen A4 die seriennahe Studie Audi e-tron quattro concept im Mittelpunkt steht: ein kantiges SUV mit rein elektrischem Antrieb. Ganz auf Strom setzt ebenso die Porsche-Studie Mission E, mit der die Schwaben wohl den Elektro-Platzhirsch Tesla angreifen wollen. Zu sehen sind in Frankfurt aber auch Supersportboliden für jedermann wie Bugatti Chiron oder Hyundai N2025: Die Chance, so ein Auto jemals selbst zu bewegen, liegt zwar bei null, doch auf der Playstation kann man damit um die virtuellen Kurven hetzen.

Entwicklungschef Ulrich Hackenberg präsentiert den Audi e-tron quattro concept.

Entwicklungschef Ulrich Hackenberg präsentiert den Audi e-tron quattro concept.
Entwicklungschef Ulrich Hackenberg präsentiert den Audi e-tron quattro concept.
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2018 kommt der elektrisch angetriebene Oberklasse-SUV. »

Ulrich Hackenberg, Audi-Entwicklungschef

Gehobene Ansprüche
Mit einer spektakulären Show lancierte Jaguar in Frankfurt sein erstes SUV: Ein Stuntpilot raste mit dem F-Pace durch einen Looping. Diese Übung wird dem Edel-Allradler im Alltag erspart bleiben, ebenso wie unwegsames Gelände. Auch Bentley lässt für die besser betuchte Kundschaft erstmals ein hochbeiniges Modell antreten, den Bentayga. Und die wiederbelebte Traditionsmarke Borgward, die vor einem halben Jahr in Genf ihr Comeback avisiert hatte, präsentiert mit der Studie BX 7 ebenfalls ein SUV für gehobene Ansprüche. Dass es bei Autos im beliebten Offroad-Look nicht auf die Grösse ankommt, zeigt dagegen Nissan mit der Studie Gripz, einem kompakten Crossover mit Hybrid-Antrieb.

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Exklusiv – Bentley Bentayga.

Luxus-SUV – Jaguar F-Pace.

Hybridantrieb – Nissan-Studie Gripz.

Supersportler 1 – Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo.

Supersportler 1 – Bugatti Vision Gran Turismo.

Stark – Seat-Studie Leon Cross Sport.

Kompakt – Opel-Hoffnungsträger Astra.

Familien-SUV – VW Tiguan.

Neue Generation – Audi A4.

Hybrid-Pionier – Toyota Prius.

Familienkombi – Renault Talisman Grandtour.

Obetrklasse – BMW 7er.

Autos für den Alltag
Neben den Showcars stehen an der IAA aber auch «normale» Autos am Start für das Rennen der Hersteller um Marktanteile. Beispielsweise die nächste Generation des VW Tiguan, die in Frankfurt ebenso Weltpremiere hat wie der neue Opel Astra in der Kompaktklasse, die vierte Generation des Hybrid-Pioniers Toyota Prius oder Renault Talisman Grandtour und Skoda Superb Combi bei den Familienkombis.  Wer sich nun ins Frankfurter Messegetümmel – die Veranstalter rechnen mit rund 900 000 Besuchern – stürzen möchte, hat noch bis Sonntag, 27. September, Gelegenheit zu einem Besuch an der IAA.

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Martin Winkel

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 21.09.2015, 18:53 Uhr

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