An der diesjährigen Spieleentwicklermesse GDC in San Francisco ein beliebtes Testobjekt: das Virtual Reality Projekt «Morpheus».

Game Developers Conference 2014

Die Gamebranche traf sich in San Francisco, um die Zukunft des Gamings zu diskutieren und ihre Neuigkeiten vorzustellen. Prominentes Thema «Virtuelle Realität».

Einmal jährlich trifft sich die Game-Entwicklergemeinde in San Francisco, um an der Game Developers Conference über die jüngsten Trends und Entwicklungen rund um Videospiele zu informieren. Eines der Highlights in diesem Jahr ist ein Prototyp von Sonys Projekt «Morpheus». Es handelt sich dabei um eine Brille, mit der der Spieler in eine virtuelle Welt eintauchen kann. Damit möchte Sony mit seiner Playstation 4 ein neues Spielerlebnis ermöglichen und den Gamer direkt in die Spielumgebung integrieren. Dieser soll das Gefühl haben, er bewege sich selbst durch das Spiel. Jetzt liegt es an den Spieleentwicklern, ihre Software an die Möglichkeiten der VR-Brille (siehe Glossar) anzupassen und dieser zum Durchbruch zu verhelfen.

«Morpheus» angetestet

(Englisch von «Polygon» auf Youtube)

«Morpheus» umfasst ein visierähnliches Display-Headset, das mit der Playstation-Kamera zusammenarbeitet und so eine VR-Spielwelt direkt vor den Augen des Spielers entstehen lässt. Trägheitssensoren im Headset und in der Kamera erfassen Ausrichtung und Bewegungen des Kopfes. Dreht der Spieler den Kopf, so verändert sich das Bild der virtuellen Welt auf dem Display in Echtzeit mit. Der Move-Controller (siehe Glossar) kann dann wie ein Objekt direkt im Spiel eingesetzt werden, beispielsweise als Schwert. Morpheus stellt die Hand des Spielers und das Schwert im Spiel so dar, dass es sich für den Spieler anfühlt, als wäre er tatsächlich in der virtuellen Welt und würde dort physisch mit dem Schwert gegen seine Feinde kämpfen. Damit auch der Ton realistisch klingt, wird ein 3-D-Audio-System mit an Bord sein. So hört man beispielsweise, aus welcher Richtung ein Gegner kommt. Wann die Brille auf dem Markt sein wird, ist derzeit noch ungewiss.

«Steam Controller» von Valve angetestet

(Englisch, «Cnet» auf Youtube)

Valve präsentierte die neusten Prototypen des Steam Controllers. Das Design ist sehr extravagant: Zwei runde Touchpads, die sich über einen mechanischen Knopf herunterdrücken lassen, ersetzen die bei anderen Gamepads gewohnten Analog-Sticks. Zudem besitzt das Pad vier Knöpfe auf jeder Seite. Das Gehäuse ist selbst für grosse Hände etwas überdimensioniert geraten.

Kurzvorschau – Neue Indie-Games für Xbox One

(Englisch «Xbox» auf Youtube)

Microsoft plant für die Xbox One im Rahmen des Indie-Entwickler-Programms «ID@Xbox» die Veröffentlichung von 25 Indie-Games (Spiele von unabhängigen Entwicklern). Ziel ist es, die Spiele so einfach wie möglich zu halten. Titel wie «It Draws a Red Box» und «FRU» machen dabei auch von den Möglichkeiten des Kinect-Systems Gebrauch, ein lokaler Mehrspielermodus mit bis zu acht Mitspielern wird ebenfalls versprochen. Mehr als 250 Entwickler haben sich nach Konzern-Angaben bereits für das Programm angemeldet. Ab wann die Games zum Download zur Verfügung stehen, ist noch nicht bekannt.

Technische Begriffe

VR: Virtuelle Realität
Controller: «Fernbedienung» zur Steuerung im Spiel (Konsolenzubehör)
Cloud: Online angebotene IT-Infrastruktur zur Verwaltung von Daten

Konsolenzubehör: Samsung-Gamepad

Das Samsung-Gamepad ist ein SpieleController für Android-Geräte. Es verfügt über vier Aktionstasten, zwei Schultertasten, ein Steuerkreuz und zwei Analog-Sticks. Die Bedienung ist einfach: Das Smartphone wird in die Haltevorrichtung eingespannt und dann via NFC beziehungsweise Bluetooth gekoppelt. Nach dem Download einer Software lassen sich diverse Games herunterladen, darunter unter anderem «Asphalt 8», «Airbourne» oder «Sonic 4». Die Steuerung ist zwar nicht mit einem Playstation- oder Xbox-Controller zu vergleichen, ist aber eine deutliche Verbesserung für Smartphone-Zocker. Es gibt keine Eingabeverzögerung, die Tasten arbeiten problemlos. An die Analog-Sticks muss man sich anfangs gewöhnen, mit dem präzisen Steuerkreuz funktioniert die Steuerung aber problemlos.

Das Samsung-Gamepad ist unter anderem bei Interdiscount für 99 Franken erhältlich.

Zum Samsung Gamepad bei Interdiscount

Abenteuer

Grund zur Freude für die Fans des Jump‘n’Run-Klassikers «Temple Run»: Teil 2 ist da! Am Spielprinzip hat sich kaum was geändert. Der Spieler rennt mit seinem Alter Ego eine alte Tempelmauer entlang und versucht, den vielen Hindernissen auszuweichen. An Abwechslung fehlt es nicht. An einigen Stellen muss der Spieler auf eine Seilbahn umsteigen oder mit einem Wagen durch eine enge Mine rasen. Nebenbei muss man Goldmünzen sammeln, mit denen man stärkere Power-Ups und neue Charaktere freischalten kann. Die Grafik ist liebevoll und detailliert umgesetzt und die App läuft stabil. Wer den ersten Teil mochte, der dürfte auch am Nachfolger viel Spass haben.

«Temple Run 2» gibts kostenlos bei iTunes und im Google Play Store, die erforderlichen Berechtigungen sind akzeptabel.

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Text: Michael Benzing

Foto:
Keystone, zVg
Veröffentlicht:
Montag 31.03.2014, 15:54 Uhr

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