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Geschickt: Suzuki Baleno

Er ist ein Kompaktmodell im besten Sinne. Üppig beim Platz, überschaubar beim Preis.

Angeblich überleben langfristig nur die Grossen und Starken, auch in der Automobilindustrie. Aber dann gibt es immer wieder diese kleinen Marken, die sich in ihren Nischen so gemütlich einrichten, dass sie darin locker ihr Auskommen finden. Suzuki ist solch eine Marke. Kleinere Allradler und Kleinwagen sind ihr Metier. Und sie beherrscht es so gut, dass vor einigen Jahren selbst der grosse Volkswagen-Konzern glaubte, nicht ohne Beteiligung an Suzuki überleben zu können.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist.
Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist.

Vernünftig, pfiffig und gut

Mit dem Schrägheck-Modell Baleno wagt sich Suzuki nun noch ein wenig höher, fast schon in Richtung Kompaktklasse, auch wenn dafür noch gut 20 Zentimeter Länge fehlen. Doch statt den Fünfplätzer wie mancher Konkurrent bis zum Rand mit technischem Schnickschnack vollzustopfen, macht es Suzuki auf eigene Weise: Vernünftig sei das Auto, pfiffig und gut. Am meisten hat mich überrascht, wie viel Platz der Baleno auf seinen ziemlich genau vier Metern Länge bietet. Wenn ich mit 1,85 Metern Grösse vorn bequem sitze, bliebe für mich auch hinten noch mehr als genug Knie- und Kopffreiheit. Der Trick: die hohe Sitzposition, die den Raum geschickt nutzen hilft. Der Kofferraum mit 355 bis 1085 Litern Volumen reicht tief hinunter und kann per variablem Ladeboden unterteilt werden – praktisch.

Kräftig knurrender Dreizylinder

In der Ausstattung vermisse ich nichts  und finde auch nichts Überflüssiges. «Sergio Cellano» nennen sie bei Suzuki das Topniveau, als hätte ein italienischer Designer die Finger im Spiel gehabt. Dabei ist der mittige Touchscreen vor allem: angenehm einfach. Von Navi bis Radio einfach gut zu bedienen, einfach gut zu verstehen und einfach das, was man im Alltag braucht. Die Konzentration auf das Wesentliche hilft auch beim Gewicht. So treibt der kräftig knurrende Dreizylinder – Suzuki hat nun auch kleine Turbomotoren – den nur rund eine Tonne wiegenden Fünfplätzer zu Fahrleistungen, für die man sonst ein paar Pferdestärken mehr bräuchte. Dabei federt der Baleno angenehm komfortabel. Und im Stadtbereich habe ich die 2000 Franken Aufpreis kostende Automatik zu schätzen gelernt. Die Verbrauchsangabe im Prospekt fällt etwas optimistisch aus. Aber knapp sechs Liter auf 100 Kilometer dürften im Alltag möglich sein. Nach einer Testrunde im Baleno weiss ich, was Volkswagen an der – gescheiterten – Kooperation mit der kleinen japanischen Marke gereizt hat: wie sie kleine, leichte, aber geräumige Autos baut. Die Grösse zählt eben doch.

Suzuki Baleno

Motor und Antrieb
3-Zylinder-Turbobenziner, 1.0 Liter, 82 kW/111 PS, Sechsgang-Automatik, Frontantrieb

Verbrauch und CO2
4,9 l/100 km, 115 g/km CO2 Euro 6, Energieetikette D

Preis: ab 24490 Franken

Platzangebot    *****
Komfort ****
Kosten/Nutzen    
*****

   
           
    

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Text:
Andreas Faust
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 15.08.2016, 00:00 Uhr

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