Rennen fahren, kämpfen oder  tanzen und vieles mehr ganz ohne Controller – die Gestensteuerung machts möglich.

Winken und Wischen

Der menschliche Körper wird immer häufiger zur Fernsteuerung. Spielkonsolen, Fernseher, Smartphones lassen sich mit Bewegungen steuern.

Es wirkte damals schon cool: Schauspieler Tom Cruise wischt Dateien, Videofilme und Fotos auf einem riesigen 3-D-Monitor mittels Gesten hin und her. In Hollywood-Filmen wie «Minority Report» war diese Art der Gerätebedienung schon am Anfang dieses Jahrtausends in. Doch die Zukunft war bald Realität: Wir steuern viele Geräte mittlerweile nicht mehr mit Knöpfen, Rädchen oder Joysticks, sondern mit Winken und Wischen.

Von Gestensteuerung spricht man, wenn Maschinen menschliche Bewegungen erkennen und in eine Aktivität umsetzen. Grundsätzlich kann zudem jede Körperhaltung eine Geste sein. Diese Art der Eingabe hat diverse Vorteile. So muss man nicht andauernd nach einer Fernbedienung suchen oder die Knöpfchen am Gerät bedienen. Doch auch gesundheitlich wirkt sich diese Technik positiv aus. So können Erkrankungen der Gelenke, Muskeln und Sehnen vermieden werden, die oft durch eine längere Zwangshaltung entstehen.

Die Spieleindustrie präsentiert sich dabei wieder einmal als Türöffner. Nintendo löste mit seiner Wii-Konsole einen Run auf Bewegungssteuerungen aus. Dazu benötigte man allerdings noch spezielle Controller, die die Bewegungen der Gamer registrierte und auf dem Bildschirm umsetzten. Ähnlich funktioniert auch Sonys Move. Microsoft ging einen Schritt weiter. Mit dem Kinect-System konnten Spieler erstmals ohne Controller zocken und die Konsole bedienen. Kinect, das bereits für die Xbox 360 erhältlich war und bei der neuen Daddelkiste der nächsten Generation – Xbox One – im Paket enthalten ist, nimmt die Anwesenden ins Visier und erkennt deren Bewegungen beziehungsweise Gesten.

Die Technik ist anspruchsvoll. Ein Tiefensensor strahlt Infrarotlicht ab, das von Personen und Gegenständen reflektiert und von einem zweiten Sensor empfangen wird. Daraus errechnet die Software ein dreidimensionales Bild. Eine Kamera filmt die Nutzer und bringt Farben mit ins Spiel. Ein menschlicher Körper wird dann detailliert mit allen Gelenken dargestellt, was die Gestensteuerung schliesslich erst ermöglicht. Kinect ist mittlerweile sogar an den Hochschulen wie der Zürcher ETH angekommen und wird von diversen Forschern als Steuerungstechnologie, beispielsweise für Roboter oder Drohnen, benutzt.

Doch Spieler sind mittlerweile nicht mehr die Einzigen, die von der Gestensteuerung profitieren. Die TV-Branche übernahm die Technologie für ihre aktuellen Smart-TV-Modelle. Zuschauer können jetzt ohne Fernbedienung das Programm umschalten, leiser und lauter drehen oder den Browser öffnen. Die Interaktion wird durch eingebaute Kameras ermöglicht. Sie regis-trieren die Gesten der Anwesenden und schalten sofort auf Bewegungsmodus. Am unteren Bildrand erscheinen dann die Bedienleisten mit allen Optionen sowie ein Mauszeiger, über den die Eingabe erfolgt.

Ähnlich arbeiten Smartphones. So kann man Geräte wie das Samsung Galaxy S4 mit Gesten und sogar mit den Augen steuern. Wer auf dem Internetbrowser beispielsweise an den unteren Seitenrand schaut, scrollt den Inhalt nach unten. Schaut man während eines Videos zur Seite, pausiert es automatisch. Noch praktischer sind die Steuerungsmöglichkeiten via Wischgeste. Auf diese Weise lässt sich nämlich ein Anruf annehmen und gleichzeitig der Lautsprecher einschalten. Wer gerade am Kochen oder Heimwerken ist und schmutzige Hände hat, wird diese Funktionen schätzen.

Tom Cruise wendet im Film Minority Report Gestensteuerung an (Youtube)

Xbox One Demo mit Kinect eines Microsoft-Angestellten (Youtube)

Kombi-Abo: «Greenmulti Start» und «Comfort»

Surfen, telefonieren und fernsehen in einem Paket bietet Green mit seinen Kombi-Paketen «Start» und «Comfort» an. Bei beiden Angeboten surft man mit 15'000 kbit/s durchs Internet, eine Schweizer Telefonnummer ist inbegriffen. Wer eine -Telefonie-Flatrate möchte, bezahlt monatlich zehn Franken zusätzlich. Bei der «Start»-Variante stehen über 120 digitale Sender zur Verfügung, von denen gut 30 in HD-Qualität sind. Beim «Comfort»-Angebot sind mehr als 150 Sender inbegriffen, wovon ebenfalls gut 30 hoch aufgelöst sind. Aufnahmefunktion und Replay-TV stehen nur bei der «Comfort»-Version zur Verfügung.

«Greenmulti Start» gibts bei Interdiscount für 59 Franken, das «Greenmulti Comfort»-Abo kostet 69 Franken. Gratis mit dabei sind ein Modem und die TV-Box, wenn man einen Vertrag über mindestens zwei Jahre abschliesst.

Zum Produkt bei Interdiscount

Weltraum-Abenteuer

Die Galaxie befindet sich in einem Bürgerkrieg und Imperator Palpatine fragt den Spieler an, ob er ihm beim Bau eines Todessterns behilflich sein möchte. Zusammen mit Darth Vader kämpft man jetzt gegen die galaktischen Bewohner sowie Rebellen wie Luke Skywalker oder Prinzessin Leia und wickelt Geschäfte ab, mit denen das Projekt Palpatines finanziert werden kann. Um etwas leichter zum Ziel zu kommen, kann man Wookies oder Ewokis rekrutieren, die gegen den Feind in den Kampf ziehen. Anfangs wird die Steuerung ausführlich erklärt, was den einfachen Einstieg ermöglicht. Mit «Star Wars: Tiny Death Star» werden sowohl die Fans von Star Wars als auch von Tiny Tower bestens bedient, auch wenn gelegentlich mit Abstürzen zu rechnen ist.

Das Game steht kostenlos im Google Play Store und bei iTunes zum Download bereit.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
gettyimages, zVg
Veröffentlicht:
Montag 30.12.2013, 13:57 Uhr

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