Glücklich, in der Schweiz zu sein

In zehn Tagen feiern wir den 1. August. Grund genug, der Schweizer Bevölkerung den Puls zu fühlen.

Im Juli hat die Coopzeitung über 1200 Schweizerinnen und Schweizer nach ihrem Befinden, ihren Freuden und Sorgen sowie nach ihren Gewohnheiten befragt. Das Ergebnis könnte deutlicher nicht sein: Die Mehrheit ist glücklich – ganz einfach glücklich. Sie freut sich, in einem sauberen und sicheren Land leben zu dürfen, in dem (fast) alles funktioniert. 

 
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Kurzum: In der Schweiz lässt es sich gut leben. Einziger kleiner Wermutstropfen: Wenn es um die Mentalität der Schweizer geht, so könnte diese offener sein. Doch so verbohrt ist der «Homo Helveticus» dann doch nicht. Insbesondere, wenn es um den Austausch mit den anderen Sprachregionen geht. Fast die Hälfte aller Schweizer überwindet immerhin zwischen zwei und elf Mal pro Jahr den Rösti- respektive den Polentagraben.

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Die Meister der Mehrsprachigkeit sind die Tessiner: Die Bewohner des Südkantons sind mobil und bereisen den Rest des Landes am häufigsten. Daher, aber vielleicht auch, weil sie als italienischsprachige Minderheit fast schon dazu genötigt sind, beherrschen viele von ihnen Deutsch und speziell Französisch deutlich besser, als das umgekehrt der Fall ist. Immerhin behaupten vier von zehn Deutschschweizern und ein gutes Drittel aller Westschweizer von sich, die Sprache des Nachbarn, also Französisch beziehungsweise Deutsch, gut oder sehr gut zu sprechen. Ein beruhigendes Ergebnis angesichts des Auftriebs der Weltsprache Englisch und der Diskussionen um Frühenglisch in der Schule.

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Eine Entwicklung, die es sicher im Auge zu behalten gilt. Geht es hingegen um die Fitness, so scheint unser Land gut in Schuss zu sein. Wir treiben regelmässig Sport, ernähren uns bewusst und nehmen uns auch die Zeit dafür. So kocht knapp die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal pro Tag selber zu Hause. Und 70 Prozent aller Befragten achten beim Einkauf auf nachhaltige Produkte – am besten aus der Region.

 

Umfrageergebnisse

Quelle: Repräsentative Umfrage LINK/1204

Wie gerne leben Sie in der Schweiz?

Die grosse Mehrheit der Bevölkerung lebt gerne bis sehr gerne in der Schweiz. Mehr als die Hälfte aller 30- bis 59-Jährigen und über 60 Prozent der 60- bis 74-Jährigen geben auf einer Skala von 1 bis 10 die Höchstnote 10 an. Am zufriedensten sind die Deutschschweizer (55,7 % = sehr glücklich) vor den Tessinern (45,3 %) und den Westschweizern (36,3 %).

 

Ganz allgemein: Sind Sie glücklich?

Glücklich wie ein Schweizer! Fast alle Befragten (98 %) geben an: Ich bin sehr glücklich oder eher glücklich. Auch hier führen die Deutschschweizer das Feld an (58,8 % = sehr glücklich). Die Westschweizer sind da schon etwas zurückhaltender (43,8 %). Und im Tessin sind nur knapp ein Drittel der Leute sehr glücklich (31,7 %). Augenfällig ist auch, dass besonders Menschen in Jungfamilien sehr happy sind (65 %), während das Menschen in Erwachsenenfamilien signifikant weniger häufig angeben (37,2 %).

 

Ich finde, die Schweiz ist ...

(Auf einer Skala von 1 bis 10)

Unser Land ist sehr sicher, sehr sauber und sehr interessant. Hier vergibt der Durchschnitt der Befragten fast die Höchstnote. Hingegen könnte die Schweiz noch einen Tick moderner sein. Und offener. – Beim Thema Sicherheit fällt auf: Besonders sicher fühlen sich die Deutschschweizer (41 %), gefolgt von den Tessinern (33,9 %); bei den Westschweizern sind es markant weniger (25,1 %). Unterschiede gibt es auch beim Geschlecht: 40,1 Prozent der Frauen stimmen voll und ganz zu, dass unser Land sicher ist. Bei den Männern machen das nur 33,6 Prozent.

 

Welches ist Ihre Muttersprache?

Deutsch respektive Schweizerdeutsch ist nach wie vor die am meisten verbreitete Muttersprache in unserem Land. Und wer das Tessin kennt, wird sich nicht wundern, dass der Anteil schweizerdeutscher Muttersprachler dort bei fast 10 Prozent liegt (9,2 %). In der Westschweiz sind es hingegen nur 4 Prozent. Umgekehrt geben 2,6 Prozent der Bevölkerung der Deutschschweiz Französisch und genau 3 Prozent Italienisch als Muttersprache an.

 

Wie gut können Sie eine andere Landessprache?

Die Tessiner sind die Meister der Mehrsprachigkeit. Fast die Hälfte (45,9 %) kann Deutsch sehr gut oder eher gut; und eine stattliche Mehrheit (78,3 %) kann Französisch. Von den Deutschschweizern schätzen 41 Prozent ihre Französischkenntnisse für eher gut bis sehr gut ein. Das sagen auch 35 Prozent der Westschweizer über ihre Deutschkenntnisse.

 

Wie oft besuchen Sie eine andere Sprachregion?

Rund zwei Drittel aller Schweizer besuchen mehrmals pro Jahr aus beruflichen oder privaten Gründen eine andere Sprachregion des Landes. Nur durchschnittlich 5,4 Prozent geben an, dies gar nie zu tun. Der Austausch zwischen den Regionen scheint also ziemlich regelmässig stattzufinden.

 

Was ist derzeit die grösste Herausforderung der Schweiz?

Die Ausländerfrage beschäftigt unsere Bevölkerung am meisten. Und zwar in allen Sprachregionen. Besonders 60- bis 74-Jährige sehen darin ein Problem (39,1 %). Am zweithäufigsten wird die Europafrage als grösstes Problem genannt. Vor allem von Leuten mit höherer Schulbildung (29,2%). Ebenfalls frappant: Fast ein Viertel der Tessiner (23,3 %) sieht in der Arbeitslosigkeit die grösste Herausforderung. Nicht so die Deutschschweizer (2,4 %) und Westschweizer (3,7 %).

 

Wie stark schauen Sie beim Einkaufen auf nachhaltige Produkte?

Beim Einkaufen achten 70 % der Schweizer auf Nachhaltigkeit. Die Schweizer legen Wert auf Bio, fairen Handel und regionale Produkte. Ökologische und soziale Nachhaltigkeit ist für die Mehrheit der Schweizer keine leere Worthülse. 43 Prozent geben an, beim Einkauf eher stark auf biologisch produzierte, fair gehandelte und regionale Produkte zu achten. Für jeden Vierten (27 %) sind diese Kritierien sogar von entscheidender Bedeutung. Der typische «Bio-Kunde» ist weiblich, zwischen 30 und 44 Jahre alt, wohnt in einem Haushalt mit drei oder mehr Personen in der Stadt und besitzt eine höhere Schulbildung. Interessanterweise findet man die treusten Konsumenten von nachhaltigen Produkten jedoch nicht bei den hohen Einkommen ab 9001 Franken Monatslohn (71,6 %), sondern bei den mittleren Einkommen zwischen 6001 und 9000 Franken (74,4 %). Mit über zwei Drittel (67,3 %) sind aber auch die tieferen Einkommen sehr gut vertreten.

 

Welches ist für sie die wichtigste tägliche Mahlzeit?

Der Zmittag ist für die meisten Schweizer die wichtigste Hauptmahlzeit des Tages. Gefolgt vom Znacht, der von Männern höher gewichtet wird (40,6 %) als von Frauen (36,1 %). Der Zmorge dagegen ist in der Westschweiz viel wichtiger (24,5 %) als in der Deutschschweiz (17,8 %) und im Tessin (16,1 %). Nur wenige (1 %) können gar keinen Favoriten nennen.

 

Wie oft kochen Sie selber zu Hause? 

Schweizer an den Herd! Gut die Hälfte der Schweizer Bevölkerung kocht ein- bis mehrmals pro Tag. Die detaillierten Resultate zeigen, dass es sich dabei nach wie vor hauptsächlich um (Haus-)Frauen (69,4 % vs. 27,6 % bei den Männern) sowie um Personen mit einem Einkommen unter 6000 Franken handelt.

 

Wie fit fühlen Sie sich? 

Topfit – oder fast! Zwei Drittel der Befragten bezeichnen sich als körperlich wie geistig gut in Form. Dazu gehören auch die 60- bis 74-Jährigen, die sich gut in Schuss fühlen (69,9 %). Fast ein Viertel der Schweizer betrachtet sich sogar als sehr fit; insbesondere die 15- bis 29-Jährigen (29,8 %).

Schweiz pur: Feines zum Geburtstag der Schweiz

Nichts gegen Schoggi, Käse und Uhren – doch unser Land hat noch viel mehr zu bieten. Und natürlich ist das alles «made in Switzerland».

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Zuger Kirschtorte»

Die Zuger Kirschtorte von Fine Food wird von Hand im Kanton Zug hergestellt. Die Köstlichkeit besteht aus Japonais- und Biscuitboden, Buttercreme und Kirschsirup.
Fr. 13.95/300 g.*

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12 Funktionen: «Spartan» von Victorinox, Fr. 20.–.**

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Ramseier Apfelsaft, Fr. 1.50/50 cl.*

* in grösseren Coop-Läden
** in grösseren Coop-Läden,-Megastores und bei Coop City.

 
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von
 

 

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Text:
Thierry Délèze
Foto:
Heiner H. Schmitt, Beatrice Thommen-Stöckli, zVg; Grafik: Jakob Kadrmas; Accessoires: Kostüm Kaiser, Aesch
Veröffentlicht:
Montag 20.07.2015, 17:01 Uhr

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