Games wie «Far Cry 4» können bei schwacher Grafikleistung auch mal «hängen».

Optisch optimal ausgestattet

Was beim Kauf eines Computers zu beachten ist, damit Arbeit und Vergnügen am Bildschirm zum Augenschmaus und nicht zum Graus werden.

Ob ein kleines Netbook oder ein grosses, teures Arbeitsgerät: Die Grafik ist bei jedem Computer wichtig. Schliesslich macht sie die Leistung des Geräts sichtbar. Um eine Anzeige auf den Bildschirm zu zaubern, braucht es einen Grafikprozessor (GPU), der die Berechnungen ausführt. Der GPU kann in Komponenten des Computers, etwa Hauptprozessor oder Hauptplatine, integriert sein oder aber auf einem separaten Computerbauteil, der Grafikkarte. Je nach den Bedürfnissen des Benutzers ist jedoch eine andere Art von Hardware gefragt.

Office-Anwendungen und Surfen

Für Office-Anwendungen und das Web braucht es keine separate Grafikkarte. Ein integrierter GPU reicht zum Surfen, Videoschauen und für gelegentliche Spiele. Solche GPUs können keine Höchstleistungen erbringen, dafür sind sie günstig, raumsparend und effizient. Sie sind häufig in Laptops und kleineren Desktop-PCs für den täglichen Gebrauch.

Games – virtuelle Welten

Videospiel-Enthusiasten sollten nicht mit einer integrierten Lösung vorliebnehmen. Moderne Blockbuster-Spiele stellen hohe Anforderungen an die Grafik. Grafikkarten, speziell für Gamer, zaubern 3-D-Texturen und Animationen in Höchstgeschwindigkeit auf den Bildschirm. Vor allem bei grafik-intensiven Spielen sollte man zudem für eine gute Kühlung der Karte sorgen.

Videobearbeitung

Hobbymässige Bild- und Videobearbeitung lässt sich besser mit Grafikkarte machen. Beachten Sie die Anforderung der Software. Schnelle Festplatten, ein grosser Arbeitsspeicher und ein guter Hauptprozessor sind wichtiger für kameraaffine Nutzer. Anders ist es bei 3-D-Animation oder computergestütztem Design: Hierfür gibt es spezielle Grafikkarten, die genau auf die entsprechenden Anwendungen zugeschnitten sind.

Wer von allem ein bisschen machen möchte, fährt mit einer Mittelklasse-Grafikkarte wohl am besten. Beachten Sie die technischen Anforderungen der Programme, die Sie häufig verwenden. Und vergessen Sie die anderen Komponenten Ihres Computers nicht. Eine starke Grafikkarte bringt nichts, wenn Ihr Hauptprozessor zu schwach und nicht genug Arbeitsspeicher da ist.

  • Brauchen Sie ein bestimmtes Programm besonders häufig, können Sie sich beim Kauf der Grafikkarte an den Systemanforderungen der Software orientieren. Diese sind auf der Website des Herstellers oder auf der Verpackung ersichtlich. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Angaben, die minimale und die empfohlene Leistung. So braucht beispielsweise «Photoshop CC» mindestens 512 Megabyte VRAM, empfohlen wird jedoch 1 Gigabyte. Das Spiel «Far Cry 4» benötigt dagegen mindestens 1 Gigabyte VRAM, besser sind jedoch zwei. Wie viele moderne Spiele stellt es zudem Anforderungen an den GPU.
  • Die Systemanforderungen der meisten Spiele können auf der Website www.systemrequirementslab.com (englisch) eingesehen werden. Dort kann auch direkt überprüft werden, ob der eigene Computer mit dem neuesten Titel fertig wird.
  • Was erbringt eine noch bessere Leistung, als eine Gamer-Grafikkarte? Mehrere Gamer-Grafikkarten! Für mehr Power kann man einen PC mit zwei bis vier Grafikkarten gleichzeitig bestücken. Die Technologie heisst Crossfire beim Hersteller AMD, SLI bei Nvidia. Nur Grafikkarten mit dem gleichen GPU lassen sich reibungslos im Verbund betreiben. Am einfachsten nehmen Sie dafür identische Karten – dasselbe Modell desselben Herstellers. Dazu braucht es noch ein geeignetes Mainboard, genug Platz im Gehäuse und ein starkes Netzteil. Aber Vorsicht: Zwei Karten geben zwar mehr her, als eine, erbringen aber nicht die doppelte Leistung. Ausserdem kann es bei gewissen Spielen zu Problemen führen.
  • Die meisten GPUs auf dem Markt stammen von Nvidia und AMD. Die Grafikkarten selbst können auch von Drittherstellern stammen, verwenden aber Bauteile der grossen Hersteller. Solche Karten können oft eine höhere Leistung erzielen, als die Nvidia- und AMD-Karten mit dem gleichen Prozessor. Dies wird durch Übertakten erreicht: das Betreiben von Komponenten in höheren Taktraten, als vom Hersteller empfohlen. Das kann allerdings zu etwas kürzerer Lebensdauer und Instabilität durch Überhitzung führen.
  • Ob eine oder mehrere, übertaktet oder nicht: Leistungsfähige Grafikkarten brauchen eine gute Kühlung. Die meisten Karten kommen mit einem angebauten Lüfter, der jedoch bei voller Leistung (sprich Gaming) sehr laut werden kann. Ein schallgedämpftes Gehäuse mit starken Lüftern oder eine teurere Wasserkühlung schaffen Abhilfe.
  • Wer sich einen Desktop-PC mit einem integrierten Grafikchip kauft, braucht nicht für immer auf grafikintensive Videospiele zu verzichten. Eine Grafikkarte kann auch zu einem späteren Zeitpunkt eingebaut werden. Wichtig ist, dass das Gehäuse und der Mainboard genug Platz dafür bieten und das Netzteil die benötigte Leistung liefern kann.
  • Bis zu zwei Bildschirme lassen sich an die meisten Computer problemlos anschliessen. Gamer-Grafikkarten der höheren Preisklasse unterstützen bis zu acht Bildschirme. Die Technologie heisst «Eyefinity» (AMD) oder «Mosaic» (Nvidia). Wer nie genug Anzeigefläche haben kann, sollte beim Kauf der Grafikkarte auf die Unterstützung dieser Technologien achten.
  • Grafikkarten für professionelle Anwendungen sind oft teurer als Gamer-Karten mit vergleichbarer Leistung. Arbeiten Sie im Beruf mit 3D-Renderings, Design- oder anderen visuellen Programmen, könnte sich die Investition jedoch lohnen. Obwohl sich die Hardware von Profi-Karten wenig von derjenigen der Gamer-Karten unterscheidet, werden durch Treiber unterschiedliche Funktionen freigeschaltet. Profi-Karten sind in der Regel mehr auf einen bestimmten Anwendungsbereich abgestimmt.

Egal, für welche Grafiklösung Sie sich entscheiden: Regelmässige Treiberupdates erlauben einen reibungslosen Betrieb Ihres Computers.

Nach Ihrem Mass

Gute Ausrüstung ist das A und O für Computergamer. Die höchste Framerate und die meisten Polygone lassen sich nicht auf einem x-beliebigen PC erreichen. Wer mit Komplettlösungen nie zufrieden wird, kann sich seine Traummaschine bei Fust selbst zusammenbauen. Die PCs von Axxiv können individuell zusammengestellt werden. Zum Beispiel dieses Gerät mit dem Avanza-AH9700-Gehäuse, der Strix-GTX970-Grafikkarte mit 4 GB VRAM, dem Intel Core I5 Prozessor mit 3,5 GHz, 8 GB RAM und einer Festplatte mit 3 Terabyte Speicher, das ab 1485 Franken erhältlich ist.

Der Computer wird in der ausgewählten Konfiguration in der Schweiz zusammengebaut und innert fünf Arbeitstagen an die Fust-Filiale geliefert.

Axxiv-Computer bei Fust

Schreiende Raumpiloten

Wie teamfähig sind Sie wirklich? Mit ein paar Kollegen und dem Spiel «Spaceteam» können Sie das herausfinden. Zwei bis vier Spieler vernetzen ihre Geräte über Bluetooth oder WiFi und pilotieren gemeinsam ein Raumschiff. Jeder Spieler hat eine Anzahl an unsinnigen Tasten und Reglern und ein Display mit Anweisungen. Leider hat jemand wohl die Kabel vertauscht, denn nicht alle Anweisungen, die der Spieler erhält, gelten ihm selbst. Das steigende Tempo und die stetig wechselnden Regler resultieren in jeder Menge Chaos und Geschrei – und erstaunlich viel Spass.

«Spaceteam» ist für iOS und Android kostenlos erhältlich und benötigt mindestens zwei Spieler im gleichen Raum.

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Text:
Anna Ettlin
Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Montag 02.02.2015, 16:45 Uhr

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