Ein Lattenzaun ist nicht nur praktisch, er ist auch ein Stilelement in der Gartengestaltung.

Grenzziehung: Wir bauen uns einen Zaun

Zäune sorgen nicht nur für Privatsphäre und Sicherheit; sie können auch dekorativ sein. Und sie sind erst noch schnell selbst gebaut.

Liebe Leser, jetzt wirds heikel: In einer Welt, in der sich alle gern haben (sollten) und brav zusammenrücken, macht der Fehlmann was? Genau, er baut einen Zaun. Symbol für Trennung und Abgrenzung. Aber seien wir einmal ehrlich, es ist einfach nicht das Gleiche, ob wir beim Thailänder essen oder nach Kenia in die Ferien fahren, oder uns jeder ungebetene Gast einfach so in den Garten läuft. Ganz egal, ob das nun die Wildschweine vom nahen Wald oder eine Fussball spielende Kinderschar sind. Beides tut nämlich Ihrem wohl gehegten Kräutergarten nicht wirklich gut.

Drahtzäune schützen zuverlässig vor Zwergen.

Drahtzäune schützen zuverlässig vor Zwergen.
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Die Qual der Wahl

Zudem muss ein Zaun nicht wirklich hässlich sein. Ein schöner Lattenzaun wirkt dekorativ, eine Hecke natürlich und selbst ein Maschendrahtzaun kann stilvoll begrünt werden. Einzig die Betonmauer vermittelt unfreiwillige Knastromantik. Also bauen wir einen hübschen Lattenzaun. Als Erstes ist es wichtig, dass Sie sich bei diesem Vorhaben mit dem Nachbarn absprechen und auch die Bauvorschriften Ihrer Gemeinde im Auge behalten, sonst ist der Ärger vorprogrammiert. Ist hier alles im grünen Bereich, gehts ans Setzen der Zaunpfosten. Mehr als drei Meter Abstand sollten diese nicht voneinander haben. Wenn Sie später Fertiglatten-Elemente verwenden wollen, richten Sie den Abstand nach deren Grösse aus. Setzen Sie zuerst die Eck- und Torabschlusspfosten. Um die Pfosten zu verankern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist das Einbetonieren. Heben Sie ein Loch von einem Drittel Tiefe der Pfostenlänge aus. Füllen Sie dieses mit einer Schicht Kies. Richten Sie den Pfosten mit der Wasserwaage aus, füllen nochmals Kies auf und verfestigen dann alles mit flüssig angerührtem Beton. Tipp: Formen Sie vom Pfosten weg ein abfallendes «Krägli», damit das Wasser abläuft. Aus diesem Grund sollten die Pfosten auch oben abgeschrägt werden.

Feuchtigkeit vorbeugen

Dann verschrauben Sie auf der «Rückseite» der Pfosten passende Querriegel. Oder schöner: Verschrauben Sie diese mittels Zaunhalter zwischen den Pfosten. An diese Querriegel können Sie nun entweder die Fertigzaunelemente oder aber die einzelnen Zaunlatten in gleichmässigen Abständen anschrauben. Und zwar hübscherweise von hinten. Wichtig: Achten Sie auch bei den Zaunlatten darauf, dass sie oben abgeschrägt sind. Ebenso sollten diese auch keinen direkten Bodenkontakt haben, sonst faulen sie schneller, als Ihnen lieb ist. Schliesslich wollen Sie lange Freude an Ihrem Zaun behalten und haben deshalb nur Edelstahlschrauben und Beschläge verwendet sowie das Holz wetterfest lasiert.

Maschendrahtzaun
Drahtzäune werden stark gespannt. Daher die Pfosten bitte robust verankern und gegebenenfalls abstützen.

Zum Leben erwacht
Ganz egal, ob Stechpalme, Thuja oder Buchsbaum: Lebendiger als mit einer Hecke wird ein Zaun nicht.

So wirds schöner
Mit Bohrer, Säge, Kreisschneider und Stechbeitel verpassen Sie Ihren Zaunlatten ein individuelles Dekor.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Alamy, zVg
Veröffentlicht:
Montag 11.07.2016, 00:00 Uhr

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